I hate my first Job out of College

Im einen oder anderen Mittwochs-Beitrag habe ich bereits anklingen lassen, dass sich beruflich ein Reihe von Veränderungen bei mir angekündigt haben. Nicht zuletzt, dass ich im Zuge meiner Nepalreise Anfang des Jahres meinen Job vorerst auf Eis gelegt hatte, stellte sich für mich heraus, dass sich etwas in diesem Job, den ich einst zu lieben geglaubt hatte, verändert hat.IMG_20150907_175046Erst Ende letzten Jahres ging es meiner lieben Kathi sehr ähnlich. Nach Studium und praktischer Ausbildung hatte sie geglaubt den ersten, den besten Job ihres Lebens an Land gezogen zu haben, um nur einige Monate später festzustellen, dass sie diese Stelle begann zu hassen. Und auch auf der Suche nach dem nächsten Job, schien sie immer noch nicht genau definieren zu können, was sie eigentlich für eine Stelle wollte.
Genau an dieser Stelle, an der ich mich in etwa zur selben Zeit befand, als ich aus Nepal zurück gekehrt war, fängt man an sich zu fragen, ob man in seiner Arbeit wirklich alles geben kann, weil man das, was man tagtäglich tut, nicht mag. Und ob man nicht zweitens sowohl die eigene als auch die Zeit seines Arbeitgebers oder der Kollegen vergeudet, weil man nicht mindestens so produktiv ist, wie man es sein könnte. IMG_20150907_174930
Von vielerlei Seiten hört man an diesem Punkt, dass dann etwas im eigenen Leben verändert werden muss. Ob man aber zum Beispiel traumatisiert von einer langen Jobsuche zuvor ist oder die finanzielle Lage es nicht zulässt, nicht immer ist genau so eine Veränderung impromptu möglich.

Das erste, was einem in dieser Situation klar werden sollte, dass es ziemlich selten ist, seinen ersten (oder auch zweiten, dritten) Job zu lieben. Die Chancen eine Stelle zu finden, die man auf Anhieb liebt, sind recht gering und das ist auch absolut okay. Grundsätzlich hat man eine Vorstellung davon, was man gerne machen möchte, aber das schließt nicht zwangsweise mit ein, dass diese erste Gelegenheit all diese Bedürfnisse erfüllt. Diese ersten Jobs sind genau dazu da herauszufinden, was man machen möchte und was man eben nicht tun möchte. Und darüber hinaus lehren sie einem eine ganze Menge über das Arbeitsleben im Allgemeinen – wie man sich selber in ihr bewegt, wie Probleme zu lösen sind usw. …

IMG_20150907_175005Vorwärts denken
Wenn die eigene finanzielle Lage eine Hürde darstellt, sollte man in jedem Fall mit der neuen Jobsuche starten während man finanziell noch durch seinen aktuellen Job gesichert ist. Es ist kein Beinbruch sich einfach mal umzuhören und zu sehen. Und es wird umso einfacher, wenn man bereits etwas Erfahrung mitbringt und auch andere Menschen kennengelernt hat, die einem gewisse Kontakte vermitteln oder referenzen aussprechen können.
Denk darüber nach, was du mehr oder weniger bei der nächsten Stelle für deinen Aufgabenbereich erwartest und sei dir bewusst darüber, dass auch diese Stelle kaum allen Vorstellungen entsprechen wird. Trotzdem wirst du dem großen Ziel schon ein Stück näher kommen und genau dieses noch genauer definieren können.

IMG_20150907_175033Egoistisch denken
Währenddessen man immer noch tagein tagaus an diese Arbeit geht, die man eigentlich nicht mag, sollte man den Focus genau darauf richten, was aus diesem Job persönlich für einen heraus zu holen ist, anstatt jeden Tag den Gedanken aufzuwenden, was man persönlich für das Unternehmen bietet.
Kontakte zu knüpfen, etwas über diese bestimmte Art von Unternehmen zu lernen, Kollegen mit Erfahrung oder aus anderen Bereichen kennen zu lernen, die einen auch interessieren, seinen berufsspezifischen Wortschatz zu erweitern und all diese Working skills können bereits im nächten Job sehr hilfreich sein.
Denk ein bisschen egoistischer: Was kann Ich aus diesem Job ziehen? 

IMG_20150907_175045Um die Ecke denken
Man hat eine gesamte Firma mit erfahrenen, talentierten Menschen, die einem einiges bieten können, zur Verfügung. Gibt es zum Beispiel einen anderen Unternehmensbereich, der sehr interessant für einen scheint, ergibt sich vielleicht eine Möglichkeit Einblick in diesen zu bekommen. Es wäre nichts einfacher, als im eigenen Unternehmen etwas neues auszuprobieren, als von vorn angefangen, allein auf sich gestellt, in einer völlig fremden Firma.
Greif nach den Dingen, die vor deinen Augen liegen und ziehe deinen persönlichen Nutzen daraus, anstatt dich selber zu zwingen dich für deinen Arbeitgeber passend zu machen.
Hab keine Angst vor der Jobsuche und lass dich von den Möglichkeiten, die sich dir bieten, führen!

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Hut – Zara Girls/ Parka – (alt)/ Pullover – VILA/ Jeans – Global Funk Two Jeans/ Cut Out Boots – Kurt Geiger/ Satchel Bag – (alt)/ Nägel – Essie „Happy Wife Happy Life“

Hab keine Angst vor der Jobsuche und lass dich von den Möglichkeiten, die sich dir bieten, führen!

Habt ihr bereits euren (Traum-) Job gefunden oder steht kurz davor? Und wenn ihr eure ersten Berufserfahrungen reflektiert, wie hat sich der Job verändert?

27 Gedanken zu “I hate my first Job out of College

  1. Laura schreibt:

    Oh genau in so einer Situation war ich auch mal, aber es ist wirklich wichtig, dass du einen Job hast bei dem du dich 1. wohlfühlst und 2. glücklich bist. Du verbringst die meiste Zeit deines Lebens in der Arbeit und daher sollte man auch wirklich darauf achten, dass eben alles passt.

    Wenn du Lust und Zeit hast, kannst du gerne einen kleinen Abstecher auf meinen Blog machen – würde mich über deinen Besuch freuen.

    Liebst, Laura
    MISS ✿ POUPETTE

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    • liebe was ist schreibt:

      lieben Dank für deine lieben Worte 🙂
      ich stimme dir absolut zu, dass man sich wirklich wohl in seinem Job fühlen sollte … denn zu einem nicht wenig bedeutenden Teil definieren wir uns heutzutage auch einfach durch unsere Berufung!
      dennoch glaube ich, dass man gerade in die ersten Berufserfahrungen nicht allzu hohe Erwartungen stecken sollte 😉

      liebste Grüße auch,
      ❤ Tina

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  2. missannieblog schreibt:

    Wer mit dem Job unzufrieden ist, sollte sich nach was anderem umschauen (ich weiß, klingt einfacher als es ist..), aber es lohnt sich, denn man verbringt so viel Zeit auf der Arbeit, da sollte man auch etwas tun, was einen erfüllt! Ich drücke die Daumen, dass dir das gelingt.

    Liebe Grüße
    Anika von MISS ANNIE

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    • liebe was ist schreibt:

      liebe Annika, genau das denke ich auch … die Frage ist, was macht man eben, wenn man erstmal keine Aussicht auf etwas neues hat oder zumindest nicht von heute auf morgen die Stelle wechseln kann … genau damit beschäftig sich ja dieser Beitrag 🙂

      ich bin übrigens schon längst aus diesem Dilemma raus und kann damit auch nur bestätigen, dass es eben die erstn Job-Erfahrungen waren, die nicht so gut schienen 😉

      ❤ Tina

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  3. hellobeautifulstyle schreibt:

    Liebe Tina,
    ein wirklich super toller Beitrag und ich finde es toll das du darüber schreibst.
    Auch ich kenne das alles denn auch mein erster Job war leider garnicht so super toll wie ich anfangs dachte.
    Jetzt arbeite ich aber woanders und muss sagen das ich super glücklich bin.
    Aber es ist wirklich eher selten direkt von anfang an einen super Job zu finden.

    Liebe Grüße Lisa
    http://hellobeautifulstyle.blogspot.de/

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  4. Jasmin schreibt:

    Liebe Tina,
    auch ich könnte jetzt so ein Lied von einem ganz bestimmten Job singen, den ich einmal hatte. Es war eine meiner schlimmsten Enttäuschungen, die ich bis jetzt gemacht habe. Ich habe alles gegeben, wurde immer mehr in die Arbeit hineingetrieben und am Ende hat sich herausgestellt, dass ich die Arbeit erledigt habe, wofür andere Angestellte bezahlt wurden, die es einfach nicht auf die Reihe bekommen haben, die Aufgaben selber zu übernehmen. Als ich das dann irgendwann herausgefunden habe, habe ich meinen Chef darauf angesprochen und gemeint, dass ich endlich für die ganzen Aufgaben bezahlt werden möchte, die ich jeden Tag zusätzlich übernehme. Das Gespräch war total ernüchternd und so habe ich einen Schlussstrich gezogen, alles hingeschmissen und mir einen neuen Job gesucht.
    Ich denke, dass jeder Mal mehr oder weniger durch die Hölle muss, was das Berufsleben angeht… früher oder später trifft’s einfach jeden 😀
    Viele liebe Grüße
    Jasmin

    Gefällt 1 Person

    • liebe was ist schreibt:

      liebste Jasmin, das hört sich ganz so an, als hätten wir sehr ähnlich erst Job-Erfahrungen machen müssen. vermutlich gehört das also in beruflicher Hinsicht zum Erwachsenwerden mit dazu … dabei fände ich es auch rein unternehmerisch nur umso wichtiger gerade die jungen Anfänger zu fördern und ein bisschen an die HAnd zu nehmen.

      umso besser, wenn so eine schwere Zeit überwunden hat 🙂

      liebste Grüße,
      ❤ Tina

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  5. Lena schreibt:

    Ein schöner Beitrag! Hast du mittlerweile einen anderen Job gefunden?
    Ich kann gut nachvollziehen, wovon du sprichst. Aber ich denke genau dieses sich Ausprobieren ist das, was wichtig ist. Viele erwarte sofort die eine perfekte Stelle, aber man entwickelt sich ja weiter und sammelt neue Erfahrungen, die einen erst zeigen, was man eigentlich möchte. Vor allem muss man sich immer wieder vor Augen führen, dass man ja nicht 20 Jahre bei der einen Stelle bleiben muss, sondern das beste für sich daraus ziehen kann und dann irgendwann etwas neues ausprobiert. Deswegen finde ich das mit dem „egoistisch denken“ auch echt wichtig. Man weiß manchmal gar nicht zu schätzen, was man zum Beispiel für Soft Skills einfach so nebenbei lernt, die einem im ganzen Leben weiterhelfen können.

    Liebe Grüße
    Lena | http://www.healthylena.de

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    • liebe was ist schreibt:

      ganz lieben Dank, liebe Lena, für deinen tolles positives Feedback 🙂

      ich war glücklicherweise nach meiner Rückkehr aus Nepal nicht mehr auf Jobsuche und inzwischen hat sich mein Berufsleben auch sehr verändert, denn ich mache gerade meinen journalistischen Abschluss und nehme danach ein anderes Studium wieder auf.

      ich denke, du hast den Kern meines Beitrages genau verstanden und diese Einstellung kann dir nur helfen für deinen persönliche Weg ❤

      liebste Grüße auch,
      ❤ Tina

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  6. Rena schreibt:

    Liebe Tina, ja, mit dem Traumjob, das ist so eine Sache 🙂 Das, was Du hier schreibst, finde ich sehr hilfreich und ich habe die Meinung, dass es auch an einem selbst liegt, was man aus einem Job macht. Schließlich ist man auch in diesem Zusammenhang der Gestalter seines eigenen Lebens … allerdings finde ich es absolut richtig, seinen Job nach gegebener Zeit zu wechseln, wenn er einem wirklich nicht entspricht. Ansonsten habe ich manchmal das Gefühl, dass mitunter mit zu hohen Erwartungen an einen Job herangegangen wird. Schließlich ist ein Job ja „nur“ Arbeit und hat vor allem auch die Aufgabe, das eigene Leben zu finanzieren, jedoch denke ich ein Job kann nie das Leben in der Gänze erfüllen … Viel Glück und Du siehst sehr entspannt aus, in Deinem lässigen Outfit!
    Liebe Grüße von Rena
    http://www.dressedwithsoul.com

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    • liebe was ist schreibt:

      danke für dein positives Feedback liebe Rena.
      ich stimme dir da auch wieder absolut zu. mit einer guten Work-Life-Balance, in der das Arbeiten eben als arbeiten um Geld zu verdienen und das Leben einen privat erfüllen soll, liegt man absolut richtig 🙂

      danke für dein Kompliment – die schöne Herbstsonne war auch absolut entspannend 🙂

      liebste Grüße,
      ❤ Tina

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    • liebe was ist schreibt:

      liebste Ronja, danke für die lieben Worte 🙂
      auf der ersten Jobsuche zu sein ist auch immer etwas aufregendes 🙂
      um dir noch ein paar mehr Tipps zu geben, müsste ich genauer wissen, wofür … geht es eher um die formale Suche nach Stellen (also wo und wie bewerben) oder darum deinen Berufswunsch zu definieren?

      liebste Grüße auch an dich,
      ❤ Tina

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