Zwetschgenkuchen, nicht Datschi

Und es geht hier weiter festlich in den Herbst: am Sonntag habe ich bereits verraten, dass ich ein altes Rezept meiner Ma ausprobiert habe; ein Rezept für Zwetschgenkuchen nämlich.

IMG_20150920_181201Über Pflaumen und Zwetschgen und vor allem dem Mus und Kuchen, die daraus gemacht werden, lässt sich nun vermutlich streiten. Im Süden heißt er Zwetschgendatschi, weiter östlich ist es der Pflaumenkuchen. Und dabei unterscheidet sich der Belag genauso wie sein kuchenhaftes Unterbett voneinander wie Äpfel und Birnen. Die echte Zwetschge ist im eigentlichen Sinne nämlich eine ganz bestimmte Pflaumenart, eine viel kleinere und leicht säuerlich schmeckende, die sich deshalb hervorragend als Kuchenbelag eignet. Während die allgemeinen Kulturpflaumen sehr süß schmecken.
IMG_20150920_181218Spätestens bei der Kuchenart trifft man aber auf sehr regionale Unterschiede. Denn die „normale“ Gartenpflaume kommt meistens auf einem „normalen“ Kuchen daher, der in der Regel aus einem Mürbeteigboden besteht. Die feine Zwetschge aber macht es sich lieber auf einem weichen, warmen Hefeteig, dem Datschi, gemütlich.

IMG_20150922_161016Und wie auch meine Mutter und ihre Mutter schon fanden, hielt der eine das feine Obst zwar lange saftig, war aber auch schwer und fettig; der Datschi wiederum wurde schnell trocken. Um sich quasi die „Rosinen“ im Kuchen herauspicken zu können, entstand so ein ganz eigenes Rezept: ein feiner Rührteig auf dem sie die Zwetschgen aneinander reihten und ihnen ein Krönchen aus knusprigen Streuseln aufsetzten.
Weil auch ich meinen „Senf“ zu dieser Kuchen-Debatte dazugeben wollte, kommt die Zwetschge noch mit einem Begleiter unter die Haube.

IMG_20150920_181237(Für eine 16- 20 cm große Kuchenform)
Streusel:
8 gehäufte Esslöffel Mehl, 4 gehäufte Esslöffel Zucker, 4 gute Esslöffel Magarine und 2 gute Hand voll zerkleinerte Walnüsse miteinander zu Streuseln vermengen.

Rührteig:
120 Gramm Zucker, 175 Milliliter (Pflanzen-) Milch, 75 Milliliter Pflanzenöl cremig rühren und anschließend 180 Gramm Mehl, 1/2 Päckchen Vanillepuddingpulver, einen gestrichenen Teelöffel Backpulver und ein Prise Salz einrühren.

Den Rührteig in eine mit Backpapier ausgelegte Form (hier 16 x 16 cm Brownieform) füllen. Darauf ca. 8 halbierte Zwetschgen verteilen, ebenso wie die beiseite gestellten Streusel.
Bei 170 Grad ca. 40 Minuten backen.

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Dirndl – Anna Field/ Riemchenpumps – Tamaris/ Nagellack – Essie „Happy wife Happy life“

Die Streusel statt mit Walnüssen mit Kürbiskernen zu verfeinern, ist übrigens auch eine sehr leckere Alternative!

Wie genießt ihr Pflaumen am liebsten? Und steht ihr auf der Seite des Zwetschgendatschi oder des Pflaumenkuchens?

33 Gedanken zu “Zwetschgenkuchen, nicht Datschi

  1. Jasmin schreibt:

    Liebe Tina,
    ich hoffe, du bist gut Zuhause angekommen und kannst dich jetzt ein bisschen von deiner Erkältung erholen! Es ist aber auch richtig kalt geworden inzwischen. Habe heute beim Spaziergang sehr gefroren. Schade, ich habe doch sehr gehofft, dass es bis Mitte Oktober noch warm und schön bleibt in München. Na ja. Dann träume ich jetzt einfach schon einmal vom nächsten Sommer 🙂
    Ich liebe Zwetschgendatschi über alles! Und deine Fotos sind so toll gelungen. Da bekommt man erst recht Appetit darauf! Du siehst einfach bezaubernd aus in deinem Dirndl :-*
    Viele liebe Grüße und Bussis :-*
    Jasmin

    Gefällt 1 Person

    • liebe was ist schreibt:

      liebe Jasmin, ganz, ganz lieben Dank für deine Genesungswünsche ❤
      ich habe jetzt mal einen ganzen Tag im Bett verbracht und mal nur geschafen, Tee getrunken, Vitamine gegessen und das hat mir sehr gut getan. ich finde auch es ist ganz schön kalt geworden – vor allem die Temperaturunterschiede morgens und abens sind sehr groß – die Sonne hat aber immer noch ganz schön Kraft und ich hoffe, dass sie sich im Herbst noch viel zeigen wird. ich verstehe deine Sommer-Wehmut daher sehr gut 🙂
      ich bin auch etwas traurig, dass ich nun keine Gelegenheit mehr habe mein(e) Dirndl anzuziehen, denn hier in NRW ist das ja nicht so verbreitet.

      liebste Grüße und ein Küsschen auch von mir,
      ❤ Tina

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  2. Julia schreibt:

    Das ist wirklich ein sehr interessanter Post!
    Ich liebe – ich nenne ihn jetzt einfach mal – Pflaumenkuchen.
    Gestern hat mein Papa einen gebacken und nannte ihn unentwegt „Datschi“, was mich wahnsinnig macht 🙂 . Ich komme nicht aus dem Süden Deutschlands und ich kannte den Kuchen entweder als Pflaumen- oder aber als Zwetschenkuchen.
    Jetzt kenne ich den Unterschied und das finde ich toll! Werde gleich mal meinen Papa darüber informieren 😀
    Liebe Grüße
    http://www.champagne-attitude.com

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  3. fitandsparklinglife schreibt:

    Schon auf Instagram bewundert, er sieht super lecker aus! Ich mag den Kuchen nur, wenn kein Hefeteig drunter ist denn den kann ich gar nicht leiden. Mit Streuseln kriegt man mich allerdings wieder 😉

    Du siehst super fesch aus mit dem Dirndl!
    Liebe Grüße Jenny

    Gefällt 1 Person

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