How to Take Negative Feedback Like a Pro

Sind wir mal ehrlich, niemand findet es toll negatives Feedback zu bekommen. Ob es vom Chef kommt, von der besten Freundin oder von einer völlig fremden Person, es ist nicht einfach sich die negantiven Dinge über sich selbst anzuhören.
Ich denke aber, viel wichtiger als die tatsächliche Kritik, ist der Punkt, wie man damit umgeht. Die meisten von uns handeln erstmal aus dem Bauch heraus und verteidigen sich selbst. Die einen reagieren mit Wut oder Sarkasmus, während andere einfach dicht machen. Egal welche dieser ersten Reaktionen die eigene ist, es gibt „bessere“ Möglichkeiten mit negativer Kritik umzugehen.

1. Nimm deine eigenen Gefühle zur Kenntnis
Bevor man etwas tut oder sagt, sollte man in sich selbst hineinhören, um zur Kenntnis zu nehmen, wie man sich eigentlich fühlt. Regt dich diese Kritik auf? Fühlst du dich weniger souverän? Willst du dem Kritikgeber am liebsten eine runterhauen? All diese Gedanken und Gefühle sind völlig normal – sei dir dieser Empfindungen aber bewusst und erlaube dir selbst sie zu empfinden ohne irgendeine Maßnahme darauf zu ergreifen.

2. Frag dich, warum du dich so fühlst
Wenn du dir erstmal über deine Gefühle klar geworden bist, frag dich selbst, warum du dich so fühlst. Wenn dein Chef dir beispielsweise nach einem Meeting sagt, du hättest deine Meinung aussprechen sollen, ruft dieses Feedback möglicherweise eine emotionele Reaktion in dir hervor, weil du dir diesen Problems bereits selber bewusst bist. Es ist eine ungemeine Hilfe, die Ursache der eigenen Gefühle zu verstehen, um am eigentlichen Problem, das dahinter steht, zu arbeiten – die eigene Unsicherheit, nicht die aktuelle Situation.

3. Unterscheide zwischen deinen Gefühlen und der Kritik
Nehmen wir dasselbe Beispiel: versuche zwischen deinen eigenen Gefühlen und dem was dein Chef dir gesagt hat zu differenzieren. Der Grund, weshalb du möglicherweise emotional auf diesen Kommentar reagierst, resultiert darin, dass du hörst, du seist schlecht in deinem Job. Realistisch betrachtet, hat dir dein Chef aber nur gesagt, dass du deine eigene Meinung äußern solltest. Und das ist auch alles – er hat nicht mehr oder weniger gesagt. Du hast es nur deshalb so interpretiert, weil du dir des Problems, nicht genügend deine eigene Meinung zu vertreten, bereits bewusst bist.

4. Warte bis deine Gefühle abklingen
Da du nun verstehst warum du gefühlt hast, was du gefühlt hast, ist es gar nicht mehr so schwer mit den eigenen Gefühlen fertig zu werden. Gib dir selbst etwas Zeit und richte deine Gedanken auf etwas anderes bis du merkst, dass diese initial negativen Gefühle vorbei gezogen sind. Das kann abhängig davon wie sehr dich diese Gefühle beeinflussen, zwischen ein paar Minuten dauern oder einige Stunden, bis hin zu Tagen. Aber das ist okay – lass sie einfach vorübergehen, das machen sie letztendlich immer!

5. Kill’em with kindness
Wenn das negative Feedback eine Antwort erfordert – ob persönlich oder per Mail – sei professionell: danke der Person mit Freundlichkeit für ihr Feedback, sag ihr, dass du daran arbeitest und frag am besten auch wie du dich dabei verbessern kannst. Wenn du dein Selbstvertrauen über die vorbeiziehenden negativen Gefühle zurück gewonnen hast, ist es umso einfacher die Antwort auch aufrichtig zu meinen und diese Hilde anzunhemen.

6. Wenn du das Gefühl hast sofort reagieren zu müssen …
Wenn du das Gefühl hast sofort auf negatives Feedback reagieren zu müssen, versuche es so: atme tief ein und packe deine Emotionen für einen Moment zur Seite. Sag dir selbst, dass du mit diesen Gefühlen klar kommst und du später an ihnen arbeiten kannst, wenn du allein bist und Zeit dafür hast. Für diesen Moment aber versuche dir wirklich vorzustellen, wie du sie zur Seite schiebst. Setze dein starkes, selbstbewusstes Gesicht auf, auch wenn du es für den Moment nur vorgibst stark und selbstbewusst zu sein, und antworte minimaslistisch. Wenn du einfach gehen kannst ohne antworten zu müssen, ergreife diese Gelegenheit. Ansonsten versuche es wie 5. mit Freundlichkeit, wissend, dass du später an den eigentlichen negativen Gefühlen arbeiten wirst – und arbeite später wirklich an ihnen! 

Wie geht ihr mit negativem Feedback um? Habt ihr eine ganz eigene Strategie, die ihr teilen möchtet? 

12 Gedanken zu “How to Take Negative Feedback Like a Pro

  1. Sarah schreibt:

    DAs sind echt tolle Tipps! Ich finde es ist einfacher negatives Feedback aufzunehmen, wenn man selbst seine Leistungen reflektiert und vllt schon weiß, was man besser hätte machen können!
    Liebe Grüße
    Sarah

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  2. POTTlike schreibt:

    Toller Beitrag und gute Tipps! Ich glaube, dass es oft fatal ist, sofort zu reagieren, weil dann oft Ärger und Wut überwiegen und man die ganze Sache vielleicht noch schlimmer macht, indem man dem Kritiker unüberlegt entgegnet. Dass man die Gefühle beiseite legen soll, ist also echt ein guter Tipp 😉 Dann kann man sich erstmal fassen. Das hilft mir auch oft 😉 Dir einen tollen freien Tag! ❤

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  3. Jasmin schreibt:

    Liebe Tina,
    hmmm, das ist wirklich ein interessantes Thema. Ich muss gestehen, dass ich eher selten Kritik übe und ich ertrage es auch nicht, wenn man andauernd an mir herumnörgelt. Wenn jemand in einer Stunde Gespräch nur Kritik an mir ausübt, ohne ein einziges Mal etwas Positives zu erwähnen, dann kann ich mein Gegegnüber einfach nicht mehr ernst nehmen und dann neige ich auch zu Sarkasmus. Wenn jemand jedoch einfach mal äußert, dass ich was falsch gemacht habe, dann gehe ich gerne auf diese Kritik ein. Also meine Reaktion hängt grundsätzlich davon ab, wie jemand auf mich zugeht. Ich finde das immer so eine Sache mit der Kritik… viele Menschen werfen anderen genau das vor, was eigentlich auf sie selbst am besten zutrifft. In einem Arbeitsverhältnis ist das Ganze natürlich noch viel kompilizierter. Man ist gezwungen über die Worte seines Chefs nachzudenken und man muss irgendwelche Schlüsse daraus ziehen. Leider sind ja auch viele Chefs total inkompetent und dann wird es enorm schwierig, Kritik von seiner Seite ernst zu nehmen. Also ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ungefähr 25% Kritik, die ich bis jetzt bekommen habe, sinnvoll und objektiv geäußert wurde und leider 75% waren reine Schikane oder Unzufriedenheit mit der eigenen Person. Auf der anderen Seite finde ich Kritik sehr wichtig, weil man durch jede Aussage sehr viel über die andere Person erfährt und dann auch weiß mit wem man es zu tun hat.
    So, nun wünsche ich dir einen schönen Mittwoch meine liebste Tina :-*
    Bussi
    Jasmin

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    • liebe was ist schreibt:

      meine liebe Jasmin,
      zu deinen Gedanken über negative Kritik kann ich dir auch nur zustimmen – alles hat schließlich seine Grenzen. und nicht jede Kritik ist rechtfertigend. wenn man jemanden vor sich hat, der nur am kritisieren ist und keine positiven Worte findet, dann kann man wohl davon ausgehen, dass er zu der falschen Sorte MEnsch gehört, die man nicht in seinem Leben haben möchte … leider ist das so oft, wie du auch schreibst, mit Chefs so :/
      glücklicherweise durfte ich auch andere Chefs kennenlernen, die durchaus positive Aspekte anerkennen und äußern, was ich immer noch als absolute Bereicherung sehe 🙂

      Kritik hat also, wie du auch schreibst, immer postive und negative Aspekte.
      damit auch dir einen wundervollen Mittwoch und hoffentlich schnell besseres Wetter 🙂
      liebste Grüße und viele Küsschen,
      ❤ Tina

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  4. Ruhrstyle schreibt:

    Hallo Tina,

    du weißt sicher, dass ich dieses Thema sehr interessant finde, da ich selbst ja ein eher kritischer Mensch bin, der auch durchaus offen und ehrlich Kritik übt. Ebenso finde ich es aber auch vollkommen in Ordnung, wenn sich jemand mir gegenüber kritisch äußert. Wie du schon schreibst, sollte man über diese Kritik nachdenken und gegebenenfalls einen positiven Nutzen daraus ziehen. Manchmal kann man dadurch plötzlich Dinge aus einem ganz neuen Blickwinkel betrachten. Einen sofortigen schippischen Gegenschlag halte ich meist auch nicht für sinnvoll, da dieser in der Tat oft nur auf dem Gefühl „ich muss mich verteitigen“ beruht. Dabei ist Verteidigung in den meisten Fällen gar nicht nötig, denn entweder passt die Kritik oder aber, man kann sie ignorieren, indem man sich den Schuh nicht anzieht, weil man weiß, dass die Kritik nicht gerechtfertigt ist. Sachliche Diskussionen über eventuelle verschiedene Sichtweisen sind natürlich auch nicht verkehrt.

    liebste Grüße
    Rebecca

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    • liebe was ist schreibt:

      liebe Rebecca,
      stimmt genau, ich kann mir gut vorstellen, dass das ein interessantes Thema für dich ist 🙂
      auch ich finde Kiritik, selbst wenn sie negativ klingt, irgendwie eine Bereicherung … überhaupt klingt Kritik meistens ja nur negativ, weil wir sie als solches auslegen 😉 meistens steckt nur die Wahrheit unserer selbst darin. aber es kommt eben natürlich auch auf Ton bei der Musik an … und das sollte man als Kritikgeber auch immer im Hinterkopf haben! dann entseht oft auch eine Win-Win-Situation für beide Seiten 🙂

      liebste Grüße auch an dich,
      ❤ Tina

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  5. samu schreibt:

    DANKE für deinen Beitrag….immer wieder ein super interessantes Thema…. darüber mache ich mir viel Gedanken! 🙂
    Das Verhalten eines Menschen mir gegenüber sagt immer etwas über ihn aus, nie über mich. Und die Art, wie ich emotional darauf reagiere, also das Gefühl, das dieses Verhalten in mir weckt, hat immer etwas mit mir zu tun und nie mit ihm. Safi Nidiaye
    Ich kann dir also nur zustimmen, welchen Weg auch immer ich wähle…. ich habe mich mit meinen Gefühlen auseinanderzusetzen und mich darum zu kümmern, diese zu verstehen und daraus zu lernen, so gesehen ist doch jedes Feedback positiv, ich bin es, die entscheidet, was ich daraus mache!
    herzlichst samu

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