Why It’s So Important to Embrace Being Alone

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Es ist schon ein paar Jahre her, da fand ich mich hübsch zurecht gemacht in einem Lokal wieder um auf ein Blinddate zu warten. Er ist nie aufgetaucht. Und ich habe mich plötzlich einsam und armseelig gefühlt, dass ich mich auf so eine Sache eingelassen habe – etwas dass ich normalerweise nie machte. Natürlich rauschen einem erstmal eine Menge negativer Gedanken durch den Kopf. Das Gefühl alleine aus dem Restaurant zu gehen war schon fast demütigend und für diesen Moment wollte ich einfach nur alleine sein. In dem Moment als ich zu Fuß nach hause ging statt die Bahn zu nehmen, die Dunkelheit im Nacken, habe ich tief in mir gemerkt, dass die Einsamkeit genau das war, was ich brauchte.

Während ich FOMO (The Fear Of Missing Out) durchaus als etwas positives erlebt habe und dankbar für die vielen Erlebnisse und Erfahrungen bin, gab es auch immer wieder diese Tage, an denen ich mir wünschte mehr Zeit für mich selbst zu haben.
Einfach mal eine Einladung auszuschlagen und die Zeit lieber für sich selbst zu nutzen und sei es nur um sich die Nägel zu lackieren während man Klischee behaftete Filme schaut.

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Natürlich hassen wir das Gefühl allein zu sein von Zeit zu Zeit – denken wir nur an die Phasen von Liebeskummer nach einer Trennung; gut dass wir da unsere beste Freundin an der Seite haben.
Ich habe aber das Gefühl, dass eine regelrecht Panik herrscht, davor ohne unsere Freunde, die Familie oder einen Partner zu sein – jemanden der unsere Hand hält. Alleine an ferne Orte zu verreisen jagt den meisten von uns Angst ein. Wir haben Angst unser Leben ohne eine greifbare Schulter zum anlehnen zu leben, weil wir Angst haben nicht stark oder gut genug zu sein um auf eigenen Füßen zu stehen.

Ich finde dieses Gefühl von Angst in gewisser Weise völlig normal. Aber dieser Widerstand gegen die Angst vor dem Alleinsein an sich ist oft Ursache für enormen Stress. Um uns nicht alleine zu fühlen haben wir ständig den Drang unter Leute zu kommen und Kontakte zu knüpfen, online wie offline – eine tolle Sache, die aber auch ein Limit hat.
Das Geheimnis um diese Angst ins Gegenteil zu kehren? Erkenntnis und Akzeptanz. Man muss dafür bereit sein.

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Wir neigen dazu die Einsamkeit als Gefängnis zu sehen. Aber ganz im Gegenteil ist sie eine befreiende Möglichkeit für die eigene Entwicklung und Erfahrung – eine Möglichkeit sich selber besser kennen und lieben zu lernen.
Wie wohl so viele musste ich diese Erkenntnis erst auf dem harten Weg gewinnen. Viele Jahre lange habe ich immer Angst davor gehabt alleine zu sein, aber durch dieses Schlüsselerlebnis habe ich allmälig meine emotionale Selbstständigkeit gestärkt und inzwischen liebe ich diese Zeit für mich.
Versteht mich nicht falsch: ich liebe es mit meinen FreundInnen zusammen zu sein und auszugehen, auch die Zeit mit meiner Familie ist mir unglaublich wichtig und nicht minder die wunderbaren Kontakte, die ich durch meine Arbeit am Blog und somit in der sozio-medialen Welt geschlossen habe.
Je mehr ich aber mit dem Gefühl von Unsicherheit und Einsamkeit konfrontiert wurde, desto mehr habe ich auch begriffen wie wichtig es für die eigene Entwicklung ist. Es gibt uns die Möglichkeit herauszufinden, wer wir wirklich sind und was wir im Leben wollen.
Allein zu sein, ist nichts was es zu fürchten gilt, wenn man diese Zeit für sich selbst zu nutzen weiß.

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Fotos via 2 und 4


 
You develop a strengths you need, and didn’t know you had inside
Es ist immer besser auf eigenen Füßen zu stehen, als ständig jemanden an der Seite zu haben, der einen umsorgt. Ist man erst einmal unabhängig, ist es ein Akt der Stärke auf jemand anderen zu vertrauen und keine Schwäche.

Your relationships grow stronger and less codependent
Die Beziehung zu anderen, auch zum eigenen Partner, wird stärker und weniger voneinander abhängig. Wenn wir nicht damit umgehen können alleine zu sein, ist ein harmonisches Miteinander, in dem alle Parteien gleichberechtigt und befriedigt sind, wohl auch kaum möglich.

You learn that aloneness does not mean loneliness
Man lernt, dass Alleinesein nicht gleichbedeutend damit ist, verlassen zu sein. Wir können uns wirklich einsam und verlassen fühlen, wenn wir in einer Menge von Menschen stehen – habt ihr das auch schon mal erlebt? Es ist also weniger die Angst alleine zu sein, die es uns schwer macht, als das Gefühl unter all den anderen da draußen einsam zu sein.

Wie geht ihr mit Einsamkeit um? Habt ihr positive Erfahrungen mit diesem Gefühl gemacht?

In Favour Of FOMO: Why Every Girl Needs To Experience The Fear Of Missing Out

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Wenn es eine Sache gibt, für die unsere Generation wahrscheinlich berühmt ist, dann ist es unsere extreme Paranoia etwas zu verpassen! Wir dokumentieren jedes Detail unseres Alltags und drücken permanent auf aktualisieren um auch kein Detail aus dem Leben der anderen zu verpassen. Kein Wunder also, dass FOMO, the Fear of Missing Out, immer auf unseren Kanälen mitschwingt.

Wenn ich durch meine Feeds scrolle und all die perfekten Fotos von luxuriösen Urlauben an It-Places sehe oder Influencer, die in einem super süßen Café zum arbeiten sitzen, fühle ich mich auch manchmal in die 7. Klasse zurück versetzt – wenn alle eine Einladung zur Pyjama-Party bekommen haben außer man selbst.

Dank Instagram werden wir durchgehend mit „Thingspiration“ bombardiert: Strandbungalows, die super teure Chloe-Bag und die nächste Fashion Week – alles Dinge, von denen jede Frau träumt. Ein nicht zu verachtender Gedanke an dieser hyper-digitalen Welt ist es eben, dass wir immer genau wissen was unsere Freunde gerade wann und wo tun – zumeist in Echtzeit.
Freitag Abend zuhause zu verbringen, bedeutet, dass wir den Feed rauf- und runterscrollen und der Genuss den Abend mit Me-Time im Pyjama zu verbringen ist nur ein weiterer Anlass sich zu wünschen gerade etwas anderes, viel aufregenderes zu tun. Ohne diese regelmäßige Aufregung via Instagram hat man schnell das Gefühl etwas zu verpassen …

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Eigentlich sollten wir uns ja lieber auf uns selber konzentrieren als um das Leben anderer glücklicher Menschen. Aber warum wird FOMO eigentlich nur schlecht gesehen? Ich denke, es kann durchaus positive Aspekte in unser Leben bringen, ohne dass wir davon überhaupt Kenntnis nehmen. Ich will euch heute erzählen wie und warum:

Experiences are forced upon you
Um unsere Online-Persönlichkeit immer on-top zu halten verbringen wir mehr Zeit damit uns zu kümmern , was wir als nächstes unternehmen können. Während der Anlass dafür eher ein möglichst instagramables Fot sein mag, um andere damit auf dem Feed zu halten, ist das eigentlich die Chance auf Möglichkeiten, an denen wir eventuell sonst gar nicht teilgenommen hätten. Ist es also wirklich so schlimm, dass Social Media uns dazu mehr zu erleben?

Wasted time is something we can no longer bear
FOMO heißt, dass wir den Gedanken, Chancen über Bord zu werfen, nicht länger ertragen können. Um dem entgegen zu wirken, sind wir ständig bemüht das Beste aus unserer Zeit und unseren Möglichkeiten herauszuholen. Faulheit hat da keinen Platz, weil sie nicht besonders attraktiv ist. Wir verbingen unsere Zeit also mit mehr Dingen, die wir schätzen und für sinnvoll erachten, anstatt einfach nur abzuhängen.

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We try to have as many connections as possible
Je mehr Leute wir kennen, desto weniger können wir im Leben verpassen. Mehr Menschen zu kennen bedeutet auch mehr Chancen zu haben und unsere Kreise werden damit größer und größer. Ich denke, es kann nicht falsch sein sich mit einer Menge von Menschen zu umgeben. FOMO sollte also nicht als schlechte Angewohnheit gesehen werden, wenn wir dadurch mehr Freunde gewinnen.

Opportunities don’t pass us by
Schlussendlich bedeutet die Angst etwas zu verpassen, dass wir alles tun um eben nicht zu verpassen, was wir eigentlich gerne tun würden. Das sollte doch eigentlich etwas Gutes sein oder!? Wenn wir uns allzu sehr darauf konzentrieren, warum wir die Dinge tun, die wir tun, übersehen wir schnell was uns das eigentlich bringt. Dieser gewisse Drang immer am Ball und uptodate zu bleiben ermöglicht uns Dinge zu tun, von denen wir früher vielleicht nur geträumt hätten – dank FOMO. Wir dürfen nur nicht vergesen den Moment dabei auch zu genießen!

Habt ihr manchmal Angst etwas zu verpassen? Welche positiven Aspekte habt ihr durch Social Media bemerkt?

I hate my first Job out of College

Im einen oder anderen Mittwochs-Beitrag habe ich bereits anklingen lassen, dass sich beruflich ein Reihe von Veränderungen bei mir angekündigt haben. Nicht zuletzt, dass ich im Zuge meiner Nepalreise Anfang des Jahres meinen Job vorerst auf Eis gelegt hatte, stellte sich für mich heraus, dass sich etwas in diesem Job, den ich einst zu lieben geglaubt hatte, verändert hat.IMG_20150907_175046Erst Ende letzten Jahres ging es meiner lieben Kathi sehr ähnlich. Nach Studium und praktischer Ausbildung hatte sie geglaubt den ersten, den besten Job ihres Lebens an Land gezogen zu haben, um nur einige Monate später festzustellen, dass sie diese Stelle begann zu hassen. Und auch auf der Suche nach dem nächsten Job, schien sie immer noch nicht genau definieren zu können, was sie eigentlich für eine Stelle wollte.
Genau an dieser Stelle, an der ich mich in etwa zur selben Zeit befand, als ich aus Nepal zurück gekehrt war, fängt man an sich zu fragen, ob man in seiner Arbeit wirklich alles geben kann, weil man das, was man tagtäglich tut, nicht mag. Und ob man nicht zweitens sowohl die eigene als auch die Zeit seines Arbeitgebers oder der Kollegen vergeudet, weil man nicht mindestens so produktiv ist, wie man es sein könnte. IMG_20150907_174930
Von vielerlei Seiten hört man an diesem Punkt, dass dann etwas im eigenen Leben verändert werden muss. Ob man aber zum Beispiel traumatisiert von einer langen Jobsuche zuvor ist oder die finanzielle Lage es nicht zulässt, nicht immer ist genau so eine Veränderung impromptu möglich.

Das erste, was einem in dieser Situation klar werden sollte, dass es ziemlich selten ist, seinen ersten (oder auch zweiten, dritten) Job zu lieben. Die Chancen eine Stelle zu finden, die man auf Anhieb liebt, sind recht gering und das ist auch absolut okay. Grundsätzlich hat man eine Vorstellung davon, was man gerne machen möchte, aber das schließt nicht zwangsweise mit ein, dass diese erste Gelegenheit all diese Bedürfnisse erfüllt. Diese ersten Jobs sind genau dazu da herauszufinden, was man machen möchte und was man eben nicht tun möchte. Und darüber hinaus lehren sie einem eine ganze Menge über das Arbeitsleben im Allgemeinen – wie man sich selber in ihr bewegt, wie Probleme zu lösen sind usw. …

IMG_20150907_175005Vorwärts denken
Wenn die eigene finanzielle Lage eine Hürde darstellt, sollte man in jedem Fall mit der neuen Jobsuche starten während man finanziell noch durch seinen aktuellen Job gesichert ist. Es ist kein Beinbruch sich einfach mal umzuhören und zu sehen. Und es wird umso einfacher, wenn man bereits etwas Erfahrung mitbringt und auch andere Menschen kennengelernt hat, die einem gewisse Kontakte vermitteln oder referenzen aussprechen können.
Denk darüber nach, was du mehr oder weniger bei der nächsten Stelle für deinen Aufgabenbereich erwartest und sei dir bewusst darüber, dass auch diese Stelle kaum allen Vorstellungen entsprechen wird. Trotzdem wirst du dem großen Ziel schon ein Stück näher kommen und genau dieses noch genauer definieren können.

IMG_20150907_175033Egoistisch denken
Währenddessen man immer noch tagein tagaus an diese Arbeit geht, die man eigentlich nicht mag, sollte man den Focus genau darauf richten, was aus diesem Job persönlich für einen heraus zu holen ist, anstatt jeden Tag den Gedanken aufzuwenden, was man persönlich für das Unternehmen bietet.
Kontakte zu knüpfen, etwas über diese bestimmte Art von Unternehmen zu lernen, Kollegen mit Erfahrung oder aus anderen Bereichen kennen zu lernen, die einen auch interessieren, seinen berufsspezifischen Wortschatz zu erweitern und all diese Working skills können bereits im nächten Job sehr hilfreich sein.
Denk ein bisschen egoistischer: Was kann Ich aus diesem Job ziehen? 

IMG_20150907_175045Um die Ecke denken
Man hat eine gesamte Firma mit erfahrenen, talentierten Menschen, die einem einiges bieten können, zur Verfügung. Gibt es zum Beispiel einen anderen Unternehmensbereich, der sehr interessant für einen scheint, ergibt sich vielleicht eine Möglichkeit Einblick in diesen zu bekommen. Es wäre nichts einfacher, als im eigenen Unternehmen etwas neues auszuprobieren, als von vorn angefangen, allein auf sich gestellt, in einer völlig fremden Firma.
Greif nach den Dingen, die vor deinen Augen liegen und ziehe deinen persönlichen Nutzen daraus, anstatt dich selber zu zwingen dich für deinen Arbeitgeber passend zu machen.
Hab keine Angst vor der Jobsuche und lass dich von den Möglichkeiten, die sich dir bieten, führen!

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Hut – Zara Girls/ Parka – (alt)/ Pullover – VILA/ Jeans – Global Funk Two Jeans/ Cut Out Boots – Kurt Geiger/ Satchel Bag – (alt)/ Nägel – Essie „Happy Wife Happy Life“

Hab keine Angst vor der Jobsuche und lass dich von den Möglichkeiten, die sich dir bieten, führen!

Habt ihr bereits euren (Traum-) Job gefunden oder steht kurz davor? Und wenn ihr eure ersten Berufserfahrungen reflektiert, wie hat sich der Job verändert?

Post-it: Love yourself!

IMG_20150819_145719_004.2So gern ich diesen (eigentlich) sommerlichen Monat liebe, so groß ist auch die Veränderungsmacht, die in ihm steckt. Es ist nur allzu vorhersehbar, dass man sich dabei auf ein bisschen mehr Stress gefasst machen muss. Man wälzt das Für und Wieder von Entscheidungen, beginnt einen neuen Abschnitt oder sortiert zumindest den Kleiderschrank von Sommer- auf Herbstgarderobe um.

Kennt ihr das Gefühl zwei Stimmen in eurem Kopf zu haben? Eine, die ich euch in gute Laune versetzt, sagt, dass alles prima ist … und die andere, die euch total stresst und unter Druck setzt?
Ich vermute das kommt den meisten bekannt vor und daher rate ich euch zu versuchen dieser zweiten Stimme zu sagen, dass sie euch mal kann!IMG_20150819_145719_003.1

Diese Stimme hat einen Namen: Angst.
Sie ist in jeder Hinsicht unproduktiv und je mehr man sich dessen bewusst wird, desto lauter kann die positive Stimme dagegen anschreien.
Es hat eine Weile gedauert bis ich diese zwei verschiedenen Stimmen klar unterscheiden konnte, aber danach merkte ich auch, dass es meine eigene Entscheidung ist, welcher der beiden ich Gehör schenke.
Wahrscheinlich sind wir alle oft genug ein bisschen zu streng mit uns selbst. Wir haben genug Probleme zu bewältigen, da ist es nicht unbedingt hilfreich zusätzlich inneren Druck aufzubauen. Die positive Stimme lauter werden zu lassen, nett zu sich selbst zu sein, sich selber Komplimente zu machen und sich eben all der eigenen positiven Attribute bewusst zu werden finde ich in unserer nicht immer einfachen Welt sehr wichtig.

Wer sonst sollte das für uns tun, wenn nicht wir selbst?
Es scheint wohl ziemlich normal zu sein, dass wir uns stärker auf die negativen als die positiven Aspekte konzentrieren. Wir listen die Dinge auf, die falsch gelaufen sind oder mit denen wir es schwer in unserem Leben haben, anstatt uns wenigstens genauso derer bewusst zu werden, die richtig gut laufen. Wir sollten uns die Zeit nehmen um diese positiven Aspekte voranzustellen und erlauben in der Freude, die sie uns bescheren, zu schwelgen. IMG_20150819_145610.1

Ich denke, so einen Muntermacher können wir bei diesem wechselhaften Wetter zur Zeit alle ganz gut gebrauchen oder?!

Was sind eure positiven Attribute, was ist richtig toll in eurem Leben? Seid ihr euch dessen immer bewusst?

Wann es Zeit ist sich selbst auf die Schulter zu klopfen – 5 Zeichen, dass du genau da stehst, wo du solltest

1Wenn wir in die Erwachsenenwelt eintreten, haben wir in der Regel mit einer Reihe von Probleme zu kämpfen, die uns das Leben zuteilt, durch die wir aber auch reifer und hoffentlich weiser werden und die uns zeigen wo unsere Reise hingehen soll, bzw. welche Rolle wir dabei spielen möchten. Das macht diesen Lebenabschnitt zu einer ganz besonderen und nicht unbedingt einfachen Zeit – vor allem, weil niemand einen darauf vorbereitet.
Wenn ich mich mit gleichaltrigen Freunden und Bekannten unterhalte, merke ich oft, dass wir zumeist das Gefühl haben im Leben hinterher zu sein …  mehr Geld verdienen, eine feste Beziehung führen oder für unseren Job brennen zu müssen. Die Wahrheit ist aber, dass wir in diesem Alter oft immer noch dabei sind all diese Dinge für uns herauszufinden. Genau dafür ist dieser Lebensabschnitt gut und Zukunftsangst sollte in weiter Ferne liegen …

Wenn du anfängst wirklich zu wissen wer du bist …
Herauszufinden wer man wirklich ist, was man wirklich mag und wo man sich im Leben sieht, ist das Grundlegendste, über das man sich mit Mitte Zwanzig Gedanken macht. Man wird weniger beeinflussbar von seinen Mitmenschen und richtet die Aufmerksamkeit  zunehmend auf sich selbst. Je mehr man sich mit sich selber auseinandersetzt und herausfindet, wer man ist und sein möchte, desto eher trifft man die richtigen Entscheidungen im Leben – die, die einem wirklich Hezren liegen.2Wenn du herausfindest was du nicht willst …
Selbst wenn du denkst bereits zu wissen was du willst (vor allem beruflich) … die meisten unserer Generation sind immer noch dabei das zu ergründen. Und das ist auch völlig okay! Wie sollten wir das auch wissen, nach gerade mal ein paar Jahren in der Erwachsenenwelt, in der Realität? Jetzt ist die Zeit diese entscheidenden Dinge herauszufinden. Und dabei herausgefunden zu haben was man nicht machen will, ist schon die halbe Miete!

Wenn du eine handvoll wirklich enger Freund hast …
In der Schule und auch noch auf der Uni finden wir uns zu Grüppchen von Freundkreisen zusammen – man findet sich zwangsweise aus Zweckgründen. Mit dem Erwachsenwerden legen wir jedoch immer mehr Gewicht auf individualisierte Beziehungen zu unseren Mitmenschen. Wir finden uns zu verschiedenen Freundschaften in verschiedenen Bereichen unseres Lebens, die nach gegenseitigen Interessen und Bedüfnissen gerichtet sind. Diese Freundschaften sind daher viel wertvoller für unsere Persönlichkeitsentwicklung, als ein Netzwerk von Zweckgemeinschaften, die man nach Erfüllung ihrer jeweiligen Funktion gerademal in Facebook und Co. aufrecht erhält.3Wenn du gerade genug verdienst um auszukommen …
Mit Anfang zwanzig denkt wohl noch keiner ernsthaft über die „hohe Kante“ für den Lebensabend nach. Wir befassen uns lediglich damit genug Geld zu verdienen, dass es zum Leben mit all seinen Facetten namens Reisen, Hobby, Ausgehen, Shoppen usw. reicht. Wenn wir an dem Punkt in unserem Leben stehen, wo alles in geordneten Bahnen läuft, fangen wir an uns über Sparkonten Gedanken zu machen … doch für den Moment ist es absolut okay, genau das zu verdienen, was man braucht.

Wenn es dir nicht unangenehm ist allein irgendwo zu erscheinen …
Unabhängiger zu werden ist eine Eigenschaft, auf die wir in dieser Phase des Lebens einen verstärkten Fokus setzen und das beeinflusst alle Lebensbereiche. Wir sind weniger auf unsere Freunde angewiesen und müssen nicht alles zusammen unternehmen. Alleine ins Kino zu gehen oder auf einer Veranstaltung aufzutauchen wird immer selbsverständlicher und macht uns auch selbstsicherer. Für diesen Zugewinn dürften wir uns gerne auf die Schulter klopfen. 4

Wir sollten uns immer daran erinnern: es gibt kein „normal“! Jedermanns Lebenweg ist unterschiedlich und deshalb gibt es auch keine Generalantwort auf die Frage, wann man wo in seinem Leben stehen sollte. Wann immer wir uns diese Frage stellen, sollten wir die zermarternden Gedanken darüber einfach von uns werfen – sie sind unproduktiv und erzeugen Ängste. Vertraue deinem Bauchgefühl und deiner Ehrlichkeit dir selbst gegenüber – dann gibt es keinen Zweifel, dass du genau das stehst, wo du solltest.

In welchen Lebenssituationen kommen bei euch Zweifel auf und wo lasst ihr euch stärker beeinflussen, als es euch lieb wäre?

Wenn viele Wege nach Rom führen, kann keiner der falsche sein

Als ich vor nicht ganz vier Jahren meinen Abschluss machte, bin ich damit völlig in die Berufswelt abgetaucht. Ich arbeitete in verchiedenen Jobs, um herauszufinden, was am besten zu mir passt. Oft genug packte mich dabei Panik, ob ich damit glücklich, zufrieden werden würde. Eine Menge dieser Was-wäre-wenn’s spukten durch meinen Kopf … „Was wäre, wenn ich eine große Gelegenheit verpassen würde?“, „Wenn ich die falsche Entscheidung treffe?“, „Wenn meine wahre Berufung eigentlich ganz woanders liegt?“. Bei gesundem Menschenverstand wusste ich, dass ich nur selbstbewusst bei meinen Entscheidungen sein musste und, dass es so etwas wie „zu spät“ nicht gibt, aber den inneren Kampf konnte ich dennoch lange Zeit nicht besiegen.
Die Frage lag also auf der Hand: Finde ich Hilfe um glücklich zu werden? IMG_20150708_142653

In meiner Verzweiflung suchte ich also tatsächlich Rat bei einer Psychologin, denn ich war mir zum einen nicht bewusst, wie normal dieses Zweifeln ist und zum anderen fehlte mir einfach ein Lösungsansatz für mein Problem.
Und das erste und wichtigste, dass ich von dieser Therapeutin gehört hatte: E
s ist völlig normal sich genau so zu fühlen.
Es wäre vermutlich sogar merkwürdig, wenn keine Zweifel bestünden und man nicht an der einen oder anderen Entscheidung strauchelte. Wir müssen alle durch diese Phase durch, unsere älteren Schwestern mussten es, unsere Mütter und Großmütter auch und sie alle haben sich in dieser Lebensphase gerfragt, ob sie auf dem „richtigen Weg“ sind. IMG_20150708_142825

Als aber ein paar Jahre ins Land gingen, begann ich zu realisieren, dass es keinen vorgeschrieben Weg gibt, genauso wenig wie falsche Entscheidungen. So lange man bei jeder Entscheidung auf sein Bauchgefühl und sein Herz hört, kann man eigentlich nicht auf den falschen Weg kommen. Selbst wenn die getroffene Entscheidung zunächst nur dazu führt, dass man realisiert, dass sie nicht die richtige war, hat sie einem genau das zumindest ermöglicht zu sehen. So lange man den Versuch nicht wagt, bleibt man aber unwissend. IMG_20150708_142147

Ich denke der schwierigste Teil dieser Wegessuche im Leben ist das Gefühl, noch nicht angekommen zu sein, als würde man sich in einer Art Grauszone befinden oder in einem Zwischenzustand.
Ich habe gelernt, dass diese Zwischenphase uns nicht nur einmal im Leben begegnet und der Schlüssel damit fertig zu werden darin liegt, gegen diese Zeit nicht anzukämpfen, sondern sie einfach anzunhemen wie sie ist.
Es ist wichtig zu wissen, dass es eben nur ein Übergang ist und, dass die Dinge sich ändern, wenn die Zeit dafür gekommen ist und nicht, weil man sich selber Druck macht. Im Prinizp dienen diese Interimsphasen genau dazu, den nächsten Schritt im Leben einzuleiten. IMG_20150708_142137

Genau ist nämlich die Phase unserer Zwanziger: eine Brücke, auf der man in verschiedene Rollen schlüpft, Jobs ausprobiert, seinen eigenen Stil findet, Freundschaften fürs Leben knüpft und sich somit seine Persönlichkeit aufbaut.
Und genau das hat eben positive Aspekte: Man steckt nirgendwo fest, kann sich überall umsehen, experimentieren und daraus lernen und braucht keine Entschuldigung dafür, dass man sich um sich selbst kümmert.
Man muss noch nicht auf alles eine Antwort haben und keiner wird das von einem verlangen.IMG_20150708_142252Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht und wie seid ihr damit umgegangen? Wo holt ihr euch Hilfe, wenn ihr mal nicht weiter wisst?

If you can not decide between the blue one and the red one, get them both

Als Teenager und auch noch Anfang zwanzig war es für mich mindestens genauso schwierig auch nur kleine Entscheidungen zu treffen, zum Beispiel ein Restaurant auszuwählen oder auch nur ein Gericht auf der Speisekarte, wie viel bedeutendere, zum Beispiel den Studienort festzulegen. In meinem Kopf fuhren die Pros und Kontras Achterbahn und selbst, wenn ich sie dann getroffen hatte, hinterfragte ich immer noch, ob es die richtigen waren. IMG_20150529_180123

Die erste Entscheidung, die ich wirklich ganz alleine treffen musste, war die, mich von einer langjährigen, bis in den Sandkasten reichenden Freundschaft zu trennen. Diese Freundschaft hatte sich über die Jahre des Erwachsenwerdens einfach so sehr in unterschiedliche Richtungen verändert, dass sie mir die meiste Zeit des Zusammenseins nicht mehr gut tat. Am liebsten wollte ich meine Mitmenschen nach Rat fragen, doch letztenendes merkte ich, dass ich nur darauf hoffte, jeder würde mir raten sie zu beenden und dann würde alles gut werden. Wenn das also das war, was ich hören wollte, ist es genau das, was ich wollte.

Nach dieser Erfahrung merkte ich eine entscheidende Sache: ich war nie unschlüssig! Ich hatte nur immer Schwierigkeiten darauf zu hören, was ich wirklich wollte und mich nicht von den Ansichten und Bewertungen anderer einnehmen zu lassen. Ich realisierte, dass meine Angst Entscheidungen zu treffen nur daraus resultierte, was meine Umwelt möglicherweise über mich dachte. Um (wichtige) Entscheidungen zu treffen halte ich mich daher an ein paar Basics …IMG_20150529_180158Einen klaren Kopf bekommen
Das klingt viel zu einfach, aber manchmal vergessen wir Entscheidungen besser erst zu treffen, wenn Emotionen, Stress und Ängste unseren Verstand nicht beeinträchtigen. Manchmal reicht es schon eine Nacht darüber zu schlafen um klar im Kopf zu werden … oder man probiert es mit Meditationstechniken, einer Auszeit für den Kopf.

Ängste, Bewertungen und die Ansichten anderer ingnorieren
Ob es darum geht, welches Outfit du wählst oder welchem Beruf du nachgehen willst, es ist absolut normal darüber nachzudenken, was andere davon halten. Es hat eine Weile gedauert, bis ich selbst bemerkte wie wichtig mir die Meinung meiner Eltern war, wenn ich Entscheidungen traf … eine ganze Reihe davon nur, um sie glücklich zu machen. Dabei bin ich am Ende die Person, die mit diesen Entscheidungen leben muss und das einzige, was meine Eltern für mich wollten, war, dass ich glücklich wurde.
IMG_20150529_180204Einfach mal reinschlüpfen
So einfach wie man ein neues Kleid nicht kaufen sollte bevor man es anprobiert hat, sollte man es auch mit Entscheidungen halten. Probiere jede Situation in deinem Kopf aus … wie ist dein erstes Gefühl dabei? Wenn du dich selbst in einer dieser Optionen sehen kannst und dich dabei wohl fühlst, stehen die Chancen gut, dass es die richtige Entscheidung wäre.

Hör auf deinen Körper
Es ist wirklich erstaunlich wie sehr unserer Körper mit unserem Geist verbunden ist … Menschen, die sich in ihrem Job nicht wohl fühlen bekommen oft Kopfschmerzen oder gehen mit Bauchweh auf die Arbeit. Sie werden krank davon. So teilt uns der Körper mit, wie wir uns fühlen. Es ist also wichtig auf diese Symptome zu hören – erhöht sich der Druck bei einer Option, fühlt es sich befreiend an bei einer anderen?IMG_20150529_180256Es gibt keine „richtige“ oder „falsche“ Antwort
Es gibt keine falsche Entscheidung! Triffst du eine Entscheidung und bemerkst im Nachhinein, dass sie dir Schwierigkeiten bereitet, musst du die Richtung ändern und eine neue Entscheidung treffen. Wir selbst haben die Kontrolle über unser Leben und es gibt kaum eine Entscheidung, die du treffen kannst, die dich in einen Abgrund stürzen würde, aus dem du nicht mehr herauskommst. Die Vorstellung es gibt nur richtig oder falsch, schwarz und weiß, versetzt uns nur in noch mehr Stress. Die richtige Antwort aber ist die, die deinem Instikt folgt … und manchmal braucht das einfach ein, zwei Anläufe mehr um sie zu finden.

Habt ihr Probleme bei Entscheidungsfragen? Und was hilft euch dabei sie zu klären?

Wenn ich groß bin, möchte ich …

… ich wollte Schauspielerin werden. Dann Tänzerin und danach Psychologin. Letztendlich hat mich meine „Tanzkarriere“ über eine Verkettung von Umständen zur Medizin gebracht. Und da bin ich hängen geblieben – trotz schlechter Arbeitsbedingungen, strenger Hierarchie im Joballtag und „als Frau“ hat man es ja sowieso nicht leicht, aber das schweift zu sehr vom Thema ab.
Die Frage ist, was ist uns wichtiger – Privatleben oder Karriere – und was machen wir daraus?

IMG_20150215_165130Schaue ich mir meine Eltern an und deren Entscheidungen im Leben, kann ich behaupten, dass sie sehr glückliche Menschen sind. Aber … es gibt Momente im Leben, in denen alles doof ist. Den perfekten Job findet man selten und nicht alles kann immer nach Plan laufen. Es scheint wichtiger herauszufinden, was genau wir wollen und damit glücklich zu werden. Haben wir das eine gefunden und wollen es so sehr, dass es okay ist, auch die nicht so guten Seiten daran zu akzeptieren, ist es wohl das richtige.

Als Kind habe ich gerne mit meiner besten Freundin Verkleiden gespielt. In einer anderen Rolle Geschichten zu erzählen war für uns ein spaßiger, nachmittagsfüllender Zeitvertreib. Ich schlüpfe heute immer noch in verschiedene Rollen – auf eine andere Art und Weise. Mal Trostspender, mal Ratgeber zu sein, macht meinen Beruf doch recht vielseitig, in jedem Fall ist es ein ausfüllender Zeitvertreib. Ob meine Rolle in einem medizinischen Beruf auf das kindliche Verkleiden zurückzuführen ist … könnte mir wohl ein Psychologe besser beantworten … in jedem Fall könnte es ein Zeichen dafür sein, dass ich länger gebraucht habe meinen Platz zu finden, die richtige Rolle sozusagen.

IMG_20150215_165116Als ich in der gymnasialen Oberstufe mein Interesse für die Medizin entdeckte, wusste ich zunächst nicht, ob ich jemals in einem so „blutigen“ Beruf arbeiten könnte. Ich hatte keine Ahnung ob mir beim Anblick von Körperlichem oder im Umgang mit kranken Menschen schlecht werden würde. Der einzige Weg das herauszufinen war ein Praktikum. Es ist nicht wichtig sofort nach dem Abschluss zu wissen was man sein Leben lang machen möchte. Manchmal braucht es Zeit das es zu entdecken. Und bevor man etwas versucht hat, kann man auch kaum wissen, ob es das richtige ist.
Ich fand zumindest heraus, dass ich Blut sehen kann.

Zweifle nicht Entscheidungen zu treffen, weil du Angst vor den Reaktionen anderer hast. Über die Frage, warum ich in meinem Beruf oft so unzufrieden, teilweise unglücklich war, habe ich viele Monate nachgedacht. Ich habe nicht einmal eine genaue Antwort darauf gefunden, doch fasste den Entschluss, dass ich etwas verändern muss. Das Problem hierbei war nicht die Angst vor dem großen Unbekannten, sondern viel mehr der Gedanke davor, was andere über mich denken. Wie würde es aussehen den Job einfach an den Nagel zu hängen um für einige Wochen nach Nepal zu gehen und dort zu arbeiten, gleichzeitig aber mein Berufsumfeld im Stich zu lassen? Und wie groß würden die Erwartungen sein an das, was kommt? Es scheint jedoch wichtiger sich selbst zu fragen, was einem Zufriedenheit beschert, als etwas nicht zu tun, weil man den Erwartungen anderer unter Umständen nicht gerecht werden würde.

IMG_20150215_165737Schlussendlich ist der Beruf nicht alles. Wir füllen unseren Lebensalltag ja – erfreulicherweise – auch mit privaten Dingen. Wie stellen wir uns das Leben vor … ist es wichtiger einen Karrierestart hinzulegen oder die eigene Familie aufzubauen? Oder, wie ist es möglich beides unter einen Hut zu bringen? Manchmal muss man Kompromisse eingehen, Prioritäten setzen, um privates und berufliches im Gleichgewicht zu halten. Verliere nie den Blick für das große Ganze – vielleicht braucht es nur etwas Zeit es zu vollenden.