Lessons Learned in the Kitchen with my Mom And The Best Applepie, vegan!

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Meine Ma hat mir so einiges mit auf den Weg gegeben. Mein Liebe für Mode und meine kreative Ader, auch einen gewissen Grad an Sturheit. Was sie mir aber nicht mitgegeben hat ist ihr großartiges Talent zum Kochen. Sie ist Meisterin in ihrer Küche, so wie schon ihre Mutter, während ich mich schon mit einem Messer in der Hand sehr unwohl fühle. Lasst mich mit meinem Kleiderschrank, Laptop und meinen Youtube allein und ihr erwischt mich fertig geschnittenen Salat aus der Tüte mit Dosenmais essen oder einfach neub go-to Frühstück Joghurt, Obst und Müsli, zu jeder Tageszeit. Wenn ich meine Ma besuchen fahre, leiste ich ihr daher immer ehrenamtlich Arbeit als Sue-Chef. Dabei wird sie es nicht müde mir ihre Küchengeheimnisse zu verraten. Anders schaut es beim backen aus, da werden wir beide kreativ. Und verraten euch ein paar Tricks und das beste vegane Apfelkuchenrezept!

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Der Schlüssel zu veganem Kuchen ist Sojajoghurt
Damit der ein Rührteig ohne Ei auskommt und trotzdem geschmeidig wird, ist es ein guter Tipp Soja-Joghurt zu verwenden. Das Protein der Sojabohnen gibt dem Teig genügend Halt, die probiotischen Kulturen verhindern, dass zu fest wird.

Ein runder Kuchen sieht nach etwas mehr aus
Dieser Tipp liegt im wahrsten Sinne im Auge des Betrachters, denn ein runder Kuchen macht optisch einiges mehr her, als beispielsweise ein Kuchen in Kastenform. Das liegt schon allein daran, dass man ihn besser aufteilen kann.

Verschiedene Schichten überraschen jeden
Wann immer ihr eure Gäste überraschen wollt, baut am besten verschiedene Schichten in den Kuchen ein. Unterschiedliche Texturen und Geschmäcker bilden vermischen sich erst im Mund und sorgen so für eine Geschmacksexplosion.

Der beste Apfelkuchen, vegan, gedeckt und mit extra Glasur
Und das ist der beste gedeckte Apfelkuchen, den ich je gegessen habe:

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Diese Apfel-Vanille-Füllung macht den Kuchen schön saftig und schmeckt himmlisch nach Kindheit.


 
Zutaten:
215 + 25 Gramm Mehl
75 Gramm Zucker
1 Päckchen Backpulver
1 Päckchen Vanillin-Zucker
200- 250 Gramm Soja-Joghurt
100 Gramm Pflanzenmagarine

Für die Füllung:
Ca. 2- 3 Äpfel, 300 Milliliter Wasser, 40 Gramm Zucker, 1 Päckchen Vanillepuddingpulver

So geht’s:
Kuchenform einfetten und bemehlen und den Backofen auf 175 Grad °C vorheizen. Äpfel mit Wasser und Zucker aufkochen, wenn die Äpfel weich geworden sind Puddingpulver
nach Packungsanleitung in Sojamilch oder Wasser und Zucker auflösen und unter die Apfel ziehen.
215 Gramm Mehl, Zucker, Backpulver, Vanillin-Zucker miteinander vermengen. Soja-Joghurt und geschmolzene Magarine dazu geben und zu einem glatten Teig verkneten. Aus 2/3 des Teiges ein Boden mit Rand in die Kuchenform drücken. Darauf die Apfelmasse verteilen. Das andere Drittel nochmals mit 25 Gramm Mehl (ggf. etwas mehr) verknetet und anschließend zu einer runden Teigplatte (wie beim Plätzchen backen) in der Größe der Kuchenform ausrollen. Die Teigdecke kommt nun auf die Apfelmasse.
Im Backofen auf mittlerer Schiene ca. 40 Minuten backen bis Teigdecke und Rand goldbraun sind.
Wer mag kann den Kuchen so wie wir noch mit einem Puderzuckerguss überziehen – so bleibt er mehrere Tage saftig.
 

Wie schlagt ihr euch in der Küche? Und wo habt ihr euer Talent dafür her?

Liebe Woche,

Gerade mal der dritte Januar und man kann schon behaupten, dass dieses Jahr rasant beginnt. Am Samstag kam es mir nämlich vor, als stünde so etwas wie der Weltuntergang bevor. Als hätten wir zwei Wochen nichts einkaufen können. Das scheint mir mit den Jahren ein verbreitetes Phänomen geworden zu sein, wenn jeweils vor und nach den Feiertagen öffentliche Verkehrsmittel und Innenstadt überfüllt und die Schlangen an den Kassen endlos zu sein scheinen. Schließlich war ich ja aber auch ein Teil dieser Endlosschlangen, als ich einkaufen war.

IMG_20160103_131137.jpgViel hat sich nicht verändert. Ich fühle mich zumindest kein Stück anderes – genauso wenig wie an Geburtstagen, wenn man immer wieder gefragt wird, wie man sich nun so fühlt, mit einem Jahr älter.
Um aber auch mit einer alten Tradition fortzufahen, gibt es nun die ersten Sonntagsfavoriten des neuen Jahres.

IMG_20160103_131349.jpg① Da es nun draußen doch deutlich kälter wird, gebe ich besonders viel Acht auf eine reichhaltige Lippenpflege. Meine Lippen neigen bei stärker ausgeprägten Lippenfältchen in der Kälte schnell dazu trocken und rissig zu werden und dann sieht Lippenstift, egal wie schön der Farbton auch ist, leider überhaupt nicht mehr gut aus. Ein sehr gut pflegendes Lippenprodukt, dass zusätzlich Farbe auf die Lippen gibt, ist aber die fruchtpigmentierte Lippenbutter von 100% Pure. Ich mag den frischen Peach-Ton im Moment besonders gerne. Außerdem hat die Butter einen angenehm minzigen Geschmack.
Fruit pigmented Lip Butter in der Farbe „Peach“, ca. 15,50 Euro.

IMG_20160103_131258.jpg② Nachdem ich während der Vorlesungszeit zu nichts anderem zu lesen gekommen bin, als meinen Studienbüchern, war es umso schöner in den Weihnachtsferien auch mal wieder etwas nur zum Vergrügen zu lesen. Zwar musste ich auch während der Ferien lernen und hin und wieder arbeiten, aber ein paar Seiten vor dem Schlafen gehen, habe ich mir dennoch gegönnt. Einer meiner liebsten Autoren ist zweifellos John Irving. Neben seinem bekannten Klassiker „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ kann ich „Trying to save Piggy Sneed“ jedem empfehlen, der sich an Irving herantasten möchte. Ich habe das Buch nicht zum ersten Mal gelesen und es gefällt mir mit den vielen kleinen, amüsanten Erzählungen immer wieder sehr. Gibt es natürlich auch auf deutsch.

IMG_20160103_131457.jpg③ Schlussendlich habe ich kurz nach Weihnachten dieses Instant Vanilla Chai-Getränk aufgebraucht. Mit seinen Inhaltsstoffen vielleicht nicht unbedingt das gesündeste Getränk, aber zumindestens enthält es keine tierischen Inhaltsstoffe, ist also vegan, und auch koffeinfrei. Mit einer leicht süßen, würzig-vanilligen Note passt es perfekt in die kalte Jahreszeit und hat mir so einige Nachmittage versüßt. Das Instantpulver gibt es wohl auch in anderen Geschmacksrichtungen. Ich hatte es vor einer Weile geschenkt bekommen und habe es auf Amazon zum bestellen gefunden:
One& Only Vanilla Chai, ca. 6 Euro

 Ich bin übrigens noch immer ein bisschen im Weihnachts-Winter-Modus (wahrscheinlich war die Vorweihnachtszeit einfach zu kurz für mich) und könnte Plätzchen backen und Glühwein trinken. Außerdem finde ich es schön, wenn man das Jahr ganz entspannt beginnen kann und hoffe ihr hattet alle ein paar schöne und ruhige erste Tage für 2016.

Wie habt ihr das erste Januar-Wochenende verbracht? Müsst ihr morgen auch wieder an die Arbeit/ zur Uni?

Stollenmuffins #Countdown2Christmas

Heute startet meine kleine „Countdown to Christmas“-Reihe: sieben Tage bis Weihnachten und jeden Tag ein kleiner Post mit weihnachtlichen und winterlichen Inspirationen und dem ein oder anderen Gedanken dazu meinerseits.

IMG_20151128_111610.jpgDen Anfang macht ein Rezept, dass ich vor einiger Zeit mit meiner Mama ausprobiert habe und das uns so gut gefallen hat, dass ich es hier unbedingt vorstellen muss! Das Rezept stammt aus einer Wohn- und Lifestylezeitschrift, wir haben es aber angepasst und Milch, Eier und Quark durch pflanzliche Alternativen ausgetauscht um es verträglicher zu machen. Das Ergebnis hat überzeugt: heraus kam ein luftiger, weicher Teig mit den Aromen eines Christstollen.

IMG_20151128_131358.jpgDas Beste: hat man einmal alle Zutaten zuhause (und daran gedacht, die Rosinen rechtzeitig einzulegen) gelingt das Rezept in weniger als 40 Minuten inklusive Backzeit!

Zutaten:
200 Gramm Mehl
75 Gramm Zucker
1 Päckchen Backpulver
1 Päckchen Vanillin-Zucker
1 kleine Messerspitze Lebkuchen-Gewürz
200- 250 Gramm Soja-Joghurt
100 Milliliter Pflanzenmilch
10 Esslöffel Pflanzenöl
eine hanvoll Rosinen (über Nacht in Rum eingeweicht) sowie Orangeat und Zitronat
Puderzucker zum bestäuben

IMG_20151128_112025.jpgSo geht’s:
Muffinform mit Papierförmchen auslegen (alternativ einfetten und bemehlen) und Backofen auf 175 Grad °C vorheizen.
Mehl, Zucker, Backpulver, Vanillin-Zucker und Lebkuchen-Gewürz miteinander vermengen. Soja-Joghurt, Milch und Öl dazu geben und zu einem glatten Teig verkneten, anschließend die abgetropften Rosinen, Orangeat und Zitronat unterheben.
Den Teig jeweils zu ⅔ in die Formen füllen und im Backofen ca. 25- 30 Minuten backen (Stäbchenprobe!).

IMG_20151128_131447Nach leichtem Abkühlen mit Puderzucker bestäuben und eventuell mit kleinen Plätzchen garnieren.

Als Variationen eignen sich wunderbar Cranberries statt Rosinen oder zusätzlich etwas Marzipan-Rohmasse mit in den Teig zu verkneten.

IMG_20151128_131658Solltet ihr das Rezept ausprobieren, tagged mich gerne via Instagram.

Was darf auf eurer weihnachtlichen Kaffeetafel auf keinen Fall fehlen?

Äpfel, Kürbis, Zimt … herbstliche DIY-Triologie zum vernaschen

IMG_20151018_171419Auch wenn der Oktober bisher eher kühl und gar nicht so golden daher kam, wie die meisten es sich vielleicht vorgestellt haben, fand ich diesen Monat bisher richtig gut – ist eben auch einer meiner Lieblingsmonate. Zwar vermisse ich die Sonne doch sehr und zu gerne würde ich noch ein paar Stunden auf dem Balkon genießen, kann aber dem rauen Herbstwetter auch etwas abgewinnen. Denn wann schmecken Tee, Kaffee und Kuchen besser, als zuhause in der heimischen Kuschelecke? Am besten mit einem guten Buch, Musik oder einen schönen Film! Und daher gibt es hier auch einige Do it yourself’s, die sich definitiv lohnen nachzumachen.

IMG_20151018_171439① Pumpkin Spice Blondies
Bei Brownies werde ich wirklich schwach. Ich bin dem leicht zäh-klebrig-karamelligen Teig, den man wohl am besten mit fudgy und gooey beschreiben kann, einfach verfallen. Das Pendant zu den quadratischen braunen Kuchenstückchen ist der Blondie. Und weil ich von der süßen Pumpkin Spice Latte des Kaffee-Riesen inspiriert war, habe ich kurzerhand ein Pumpkinbread- und ein basic Blondie-Rezept in einen Topf geworfen und daraus eine Kürbis-Blondie-Variation kreiert:

IMG_20151018_171610Zutaten:
Etwa 150 – 200 Gramm Püree vom Hokkaido oder Butternutkürbis (-> dafür Kürbis beispielsweise im Ofen garen)
170 Gramm geschmolzene Magarine
Etwa 100 Milliliter (Pflanzen-) Milch (alternativ: Wasser mit Kohlensäure)
350 Gramm Zucker
450 Gramm Mehl
1 Teelöffel Backpulver
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
1 Teelöffel Zimt, ½ Teelöffel Muskat, Vanille, 1 Prise Salz

So geht’s:
Kürbispüree, Magarine und (Pflanzen-) Milch miteinander vermengen; ebenso in einer separaten (größeren) Schüssel Zucker, Mehl, Gewürze, Backpulver und Puddingpulver mischen.
Die Kürbismasse in die trockenen Zutaten geben und miteinander verrühren. Der Teig ist sehr zäh und dick; bei Bedarf noch etwas kohlensäurehaltiges Wasser dazu geben.
Den Blondieteig in eine mit Backpapier ausgelegte Brownieform füllen und im vorgeheizten Ofen bei 170- 175 Grad Umluft etwa 40- 50 Minuten backen – Stäbchenprobe: der Teig darf noch etwas feucht sein, sollte aber nicht mehr kleben.

IMG_20151021_132443② Pumpkin Spice Latte
Passend dazu gibt es eine würzige Kübis-Latte (klingt doof, ist aber so). Was ich an der selbstgemachten Latte so gern mag ist, dass man Süße und Würze selber bestimmen kann.

IMG_20151021_132454Für die Pumpkin Spice Latte kann man wahlweise übrig gebliebenes Kürbispüree (zum Beispiel vom Blondies-Backen) nehmen oder, für die ganz schnelle Alternative einfach ein Gläschen Kürbis-Babybrei benutzen (der Babybrei ist nämlich nicht gesalzen und besteht nur aus Kürbis und etwas Wasser):
Etwa 100- 150 Milliliter (Pflanzen-) Milch zusammen mit 2- 3 Teelöffel Kürbispüree, Zimt, Vanille und Zucker (oder einer Süßungsalternative/ je nach Geschmack) in einem kleinen Topf erhitzen (nicht kochen!). In ein entsprechendes Gefäß füllen, auschäumen und einen guten Kaffee oder Espresso eingießen.

IMG_20151021_131501③ Apple Pie Latte
Mein letztes DIY ist seit einigen Jahren ein Favorit unter den spiced Lattes. Auch ihn gab es, soweit ich mich erinnern kann, vor längerer Zeit zum Herbst bei Starbucks. Schmeckt nach Apfelkuchen zum Kaffee!

240 Milliliter naturtrüben Apfelsaft mit 100- 120 Gramm Zucker sowie Zimt, Vanille und Muskat zu einem Sirup aufkochen.
Für die Apple Pie Latte, je nach Geschmack, etwa 3 Teelöffel Sirup in die heiße, aufgeschäumte (Pflanzen-) Milch geben und mit Kaffee/ Espresso auffüllen.
Der Sirup hält sich 1- 2 Wochen im Kühlschrank; wenn man ihn direkt in saubere, heiß ausgespülte Einmachgläser abfüllt, hält er sich ungeöffnet wie Marmelade auch über ein Jahr.

IMG_20151021_131451Ich könnte mir gut vorstellen, dass wir noch einige schöne Tage im November abbekommen – das zumindest sagt der Hundertjährige Kalender für den Anfang des Monats voraus.
Wenn ihr eines (oder mehrere) DIY’s nachmacht, würde ich mich freuen, wenn ihr mich dazu via Instagram taggt: @liebewasist.

Welche Heißgetränke bevorzugt ihr in den kühleren Jahreszeiten? Welche Naschereien kommen bei euch auf den Kaffeetisch?

Zwetschgenkuchen, nicht Datschi

Und es geht hier weiter festlich in den Herbst: am Sonntag habe ich bereits verraten, dass ich ein altes Rezept meiner Ma ausprobiert habe; ein Rezept für Zwetschgenkuchen nämlich.

IMG_20150920_181201Über Pflaumen und Zwetschgen und vor allem dem Mus und Kuchen, die daraus gemacht werden, lässt sich nun vermutlich streiten. Im Süden heißt er Zwetschgendatschi, weiter östlich ist es der Pflaumenkuchen. Und dabei unterscheidet sich der Belag genauso wie sein kuchenhaftes Unterbett voneinander wie Äpfel und Birnen. Die echte Zwetschge ist im eigentlichen Sinne nämlich eine ganz bestimmte Pflaumenart, eine viel kleinere und leicht säuerlich schmeckende, die sich deshalb hervorragend als Kuchenbelag eignet. Während die allgemeinen Kulturpflaumen sehr süß schmecken.
IMG_20150920_181218Spätestens bei der Kuchenart trifft man aber auf sehr regionale Unterschiede. Denn die „normale“ Gartenpflaume kommt meistens auf einem „normalen“ Kuchen daher, der in der Regel aus einem Mürbeteigboden besteht. Die feine Zwetschge aber macht es sich lieber auf einem weichen, warmen Hefeteig, dem Datschi, gemütlich.

IMG_20150922_161016Und wie auch meine Mutter und ihre Mutter schon fanden, hielt der eine das feine Obst zwar lange saftig, war aber auch schwer und fettig; der Datschi wiederum wurde schnell trocken. Um sich quasi die „Rosinen“ im Kuchen herauspicken zu können, entstand so ein ganz eigenes Rezept: ein feiner Rührteig auf dem sie die Zwetschgen aneinander reihten und ihnen ein Krönchen aus knusprigen Streuseln aufsetzten.
Weil auch ich meinen „Senf“ zu dieser Kuchen-Debatte dazugeben wollte, kommt die Zwetschge noch mit einem Begleiter unter die Haube.

IMG_20150920_181237(Für eine 16- 20 cm große Kuchenform)
Streusel:
8 gehäufte Esslöffel Mehl, 4 gehäufte Esslöffel Zucker, 4 gute Esslöffel Magarine und 2 gute Hand voll zerkleinerte Walnüsse miteinander zu Streuseln vermengen.

Rührteig:
120 Gramm Zucker, 175 Milliliter (Pflanzen-) Milch, 75 Milliliter Pflanzenöl cremig rühren und anschließend 180 Gramm Mehl, 1/2 Päckchen Vanillepuddingpulver, einen gestrichenen Teelöffel Backpulver und ein Prise Salz einrühren.

Den Rührteig in eine mit Backpapier ausgelegte Form (hier 16 x 16 cm Brownieform) füllen. Darauf ca. 8 halbierte Zwetschgen verteilen, ebenso wie die beiseite gestellten Streusel.
Bei 170 Grad ca. 40 Minuten backen.

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Dirndl – Anna Field/ Riemchenpumps – Tamaris/ Nagellack – Essie „Happy wife Happy life“

Die Streusel statt mit Walnüssen mit Kürbiskernen zu verfeinern, ist übrigens auch eine sehr leckere Alternative!

Wie genießt ihr Pflaumen am liebsten? Und steht ihr auf der Seite des Zwetschgendatschi oder des Pflaumenkuchens?

Liebe Woche,

Und schon haben wir den September wieder nahezu halbiert! Ich weiß nicht wie es euch da draußen geht … liegt es am Alter? Oder vergeht die Zeit wirklich schneller? Eben noch lag ich doch wie Gott mich schuf auf meinem Handtuch am Strand, eben noch stand ich mit dem SUP-Board aufrecht auf dem See, gerade erst plante ich meine Reisen für dieses Jahr. Und bums esse ich Äpfel, trage festes Schuhwerk und Hut und es ist Herbst.

IMG_20150913_165004Auch wenn diese Jahreszeit eher mit dem Reifen und Altern in Verbindung gebracht wird, für mich ist der Herbst eine Zeit für Neues. Ich mochte schon als Kind die Bücher und Schreibhefte, die es im Herbst mit Beginn des neuen Schuljahres gab … die neuen, noch langen und frisch gespitzten Buntstifte waren mein Highlight! Dieses Jahr kann ich mich besonders gut in diese Erinnerung zurück versetzen, denn ich nehme im Oktober mein Studium wieder auf – auch wenn ich mir dafür keine neuen Buntstifte oder Schreibblöcke kaufen werde.

IMG_20150913_165106① Ich bin definitiv ein Bootie-Mädchen: sobald das Wetter zu rau und ungemütlich wird um Sandaletten zu tragen, schlüpfe ich ohne Umwege in meine Stiefelletten, Ankle- oder Cut Out-Boots, mit oder ohne Absatz, aber immer schwarz. Dieser Sneaker ist eine der wenigen Ausnahmen, die in meinem Kleiderschrank zu finden ist. Ich habe ihn (zugegeben schon im letzten Winter) gesehen, mich verliebt und ihn nach der Anprobe sofort gekauft. Bis auf den sauberen Messefußboden eines Kongresses, den ich noch Ende letzten Jahres besucht habe, fristeten sie allerdings weiter ihr Dasein in meiner Schuh-Schublade. Doch jetzt durften sie ihr Debut auf der Straße feiern und wurden mit reichlich Komplimenten belohnt – von fremden Passanten, denen ich leider auch mitteilen musste, dass es dieses Modell wohl nicht mehr im Handel gibt. Ich habe dieses Modell im Internet zumindest in einer anderen sehr schönen grauen Farbkombination gefunden, die ich (wenn ich nicht schon mein beiges Paar hätte) genauso gerne tragen würde!
Nike Internationalist Mid – zwischen 50- 99 Euro

IMG_20150913_165132② Manchmal ist mein Kopf ein Sieb – nur mit umgekehrter Funktion: er selektiert all die wichtigen Aufgaben, die ich zu erledigen habe, aus und behält sich das Erinnerungsvermögen für die vielen kleinen, unwichtigen Dinge vor. Ich war also schon immer ein Typ für To Do-Listen. Lege ich die jedoch in meinem Kalender ab, gehen sie schnell unter, auch eine Erinnerung via Smartphone klicke ich schnell mal weg, weil mich das Geblinke und Gepiepse bei der Arbeit schnell nervt. Mit den klassischen Post-Its kam ich schon immer am besten aus. Dieser wunderschöne Post-It-Block mit Klebezetteln in unterschiedlichen Designs und Größen ist genau das richtige. Und ich kann bestätigen, dass ich diese Woche deutlich mehr abhaken konnte.
Selbstklebende Notizzettel „MAN MUSS IMMER…“ Räder Design – ca. 12,40 Euro

IMG_20150913_165036③ Ich gehöre zu der Kategorie „Zimt-Liebhaber“, die dieses Gewürz nicht das ganze Jahr über „ertragen“ können. Für mich gehört es ganz entschieden in die kühleren Jahreszeiten. Und jetzt wo eben genau das mit dem Wetter passiert, kann ich mir nichts schöneres vorstellen, als ein gemütliches Glas Chai Latte und eines dieser wunderbaren zimtig, knusprigen Franzbrötchen. Ich muss dabei gestehen, ich habe noch nie ein Hamburgisches Original gegessen … dafür aber seit Ewigkeiten ein Rezept von Nicole Just parat zu liegen, um sie endlich mal selber zu backen. Sollte das Experiment gelingen, könnte ich mir vorstellen, es auch hier zu teilen.

Seit ihr schon in Herbststimmung und was verbindet ihr mit dieser Jahreszeit? Wie erinnert ihr euch an all die wichtigen Dinge, die ihr erledigen müsst?

Gib dem Affen Zucker! Chunky-Monkey-Brownies!

Bananen im Kuchen sind wunderbar! Sie sorgen für eine ganz besondere Konsistenz, lockern ihn zum Beispiel auf, wie im Bananenkuchen oder machen ihn gooey, wie die Amerikaner sagen – das, was man von einem guten Brownie erwartet: ein perfektes Zusammenspiel aus Klebrigkeit, Vollmundigkeit und Schmelz. Und selbst Menschen, die Bananen (zumindest im rohen Zustand) nicht mögen, finden sie in verbackener Form appetitlich, weil sie das Gebäck mit einer vanille-artigen Note unterstreichen.

IMG_20150502_102922_editDie Baumfrucht, altertümlich auch Paradisfeige genannt, enthält eine ideale Mischung aus Kohlehydraten, die den Körper schnell mit Energie versorgen und Mineralstoffem wie Kalium und Magnesium, die gut für die reibungslose Funktion der Muskeln sind. Außerdem kurbeln die Kohlehydrate über ein kompliziertes Wechselspiel mit Aminosäuren im Gehirn die Produktion von Serotonin an – gute Laune in gelber Verpackung also!DSCF0332.1Weitere Mineralstoffe wie Eisen, Fluor, Kupfer, Vitamin E und C, Beta-Carotin und alle acht lebenswichtigen Aminosäuren machen das gelbe Kraftpaket zu einem wahren Superfood … reif sind sie übrigens erst, wenn sie schon braune Punkte, wie ein Tiger haben – dann erst hat sich die Stärke in Zucker umgewandelt, die Frucht wird schön süß und sehr leicht verdaulich.
Ich finde das sind genug Gründe um der Banane häufiger den Vorzug in Kuchen und Co. zu geben!

IMG_20150522_102419_editDas Rezept:
220 Gramm Zucker, am besten eine Mischung aus Rohrohrzucker und weißem Zucker
350 Milliliter Sojamilch
175 Milliliter Pflanzenöl, neutral
2 sehr reife Bananen, grob mit der Gabel zermatscht
360 Gramm Mehl
40 Gramm Vanillepuddingpulver (entspricht einem Päckchen)
1 Teelöffel Backpulver oder Natron
1 Prise Salz
ca. 2- 4 Esslöffel Kakao
100 Gramm Walnüsse, grob gehackt

Zucker, Öl und Pflanzenmilch mit den Bananen verrühren.
Mehl einsieben, sowie Puddingpulver, Backpulver/ Natron und Salz dazugeben und mit dem Schneebesen oder Handrührgerät vermengen. Den Kakao einrühren, bis ein schöner, dunkler Schokoteig entsteht. Die Walnüsse unterheben. Den Teig in eine mit Backpapier ausgekleidete Brownieform geben.
Bei ca. 190 °C je nach Ofen 20- 35 Minuten backen. Stäbchenprobe machen: der Teig darf noch etwas klebrig sein, aber nicht mehr feucht. Den Kuchen bei ausgeschaltetem Ofen mit geöffneter Tür abkühlen lassen.

DSCF0336Dass die Banane krumm ist, liegt nebenbei bemerkt daran, dass der Fruchtstand beim Wachstum immer schwerer wird und nach unten sinkt, wohingegen die einzelnen Bananenfrüchte der Sonnen entgegen, also nach oben wachsen.

Wie steht es mit euch, seid ihr pro Banane? Was stellt ihr sonst noch mit den gelben Superfrüchten an?

Liebe Woche,

Ich muss doch zugeben, ich bin mal wieder überrascht wie schnell der Monat rum war. Hatte ja auch nur dreißig Tage, aber trotzdem, es fühlte sich im Nachhinein an wie mit dem Finger zu schnipsen und schon fand ich mich im Mai wieder.
Die letzten Apriltage habe ich mich mit all dem organisatorischen Chaos zuschlagen gegeben, das man als gewissenhafte Trauzeugin auf sich nimmt … angefangen von der Junggesellinnenabschiedsparty (was für ein Wort!) über Hochzeitsgeschenke und (ich bin wie immer spät dran) der Herausforderung, ein Kleid zur Feierlichkeit zu finden. Das alles ist schlussendlich geglückt. Es kann geheiratet werden!
Nebenbei fanden sich aber auch diese Woche wieder ein paar Favoriten:

IMG_20150502_164300① Gehört zum Mai, wie wechselhaftes Wetter im April: der erste Spargel! Ich bevorzuge ihn vor allem in der grünen Variante und das am liebsten mit etwas Salz und Olivenöl im Ofen gebacken, dazu ein paar Spritzer Zitrone. Simpel und pur.

 

 

 

IMG_20150429_181547② Diese Woche hat neben den Frühlingsblühern auch ein neues Kraut auf meinem Balkon Einzug gehalten, die Hugominze. Wie nicht anders zu erwarten, passt sie perfekt zur Mischung aus Holunderblütensirup, Prosecco und Limette. Übrigens war Hugo lange Zeit ein favorisierter Jungenname für mich.

 

 

IMG_20150503_123642_edit③ Das erste mal gebacken, zusammen mit meiner Mama und auch vegan, haben wir Nuss-„Butter“-Kuchen. Dieser traditionelle Blechkuchen gelang viel einfacher als gedacht. Und davon abgesehen, dass er richtig gut schmeckte, habe ich es so sehr genossen mal wieder Zeit mit meiner lieben Mama in der Küche zu verbringen.

 

 

Ich habe ein ganz besonderes Verhältnis zu meiner Mutter. Nächsten Sonntag ist schließlich auch Muttertag! Wie ehrt ihr eure Mütter an diesem Tag?

Ich wünsche euch eine liebevolle Woche. Möge die Maisonne ihre wärmenden Strahlen über uns strecken, fürs Gemüt, die Vitamin D-Synthese … und damit ich am Hochzeitsmittwoch in meinem Kleidchen nicht allzu sehr frieren muss!

K3 – Karfreitag, Kirche … Käsekuchen

IMG_20150403_135648_editDass der Osterhase zu Ostern Eier versteckt kann man als kindliche Erzählung abtun oder als traditionellen Brauch werten. Wie aber kam Meister Lampe eigentlich zu diesem Job?

Der Allgemeinheit dürfte bekannt sein, dass mit Karfreitag der Kreuzigung Jesu Christi gedacht wird (daher auch der ableitende Name von „kara“ der Klage/Trauer/ Kummer). Nach Karfreitag endet mit dem Ostersonntag als Auferstehungstag des Erlösers zudem die vorangegangene Fastenzeit, die vierzig Tage bis zum letzten Sonntag vor Ostern, dem Palmsonntag, einschließlich der Karwoche dazwischen, dauert. Während dieser abstinenten Zeit verzichten gläubige Katholiken neben Süßigkeiten und Alkohol unter anderem auch auf Fleisch- und Milchspeisen. Im früheren Mittelalter verzichteten sie auf jegliche tierische Produkte wie zum Beispiel auch Eier. Da die biologische Uhr eines Huhns jedoch wenig beeinflusst von einer solchen Enthaltsamkeit ist, legten die Federviecher ihre Eier fleißig weiter. Die waren als Lebensmittel viel zu kostbar um sie verkommen zu lassen, also wurden sie gekocht um sie bis zum Ende der österlichen Fastenzeit haltbar zu machen – denn Kühlschränke gab es wie die Elektrizität damals nicht. IMG_20150403_140223Später kam auch die Farbe ins Spiel: um die rohen Eier von den gekochten unterscheiden zu können, wurden diese rot eingefärbt. Zusätzlich wurden die Eier, die während der Karwoche gelegt wurden, außerdem geweiht und verschenkt. Die ursprünglich funktionelle Tradition des Eiereinfärbens ist bis heute erhalten geblieben und wird sogar auf die bunten Alu- und Folienverpackungen von Schokoladeneiern übertragen. IMG_20150403_140402Da ich mich pflanzlich basiert ernähre und zum größten Teil auf tierische Produkte verzichte, kam mir eine Abstinenz von Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten etwas witzlos vor … ich habe mir dagegen für die vierzigtägige Fastenzeit ein Konsum- und Alkoholverbot auferlegt – und bis jetzt auch eingehalten. Nicht, dass ich mich nicht auf den ersten Shopping-Bummel nach Ostern freue, zumal mit besser werdendem Wetter auch die Lust auf frühlingshafte Kleidung steigt, nicht wahr?! IMG_20150403_140424_edit_editHeutzutage sind wir ohnehin nicht mehr von den Eiern der Hühner abhängig und dank umfangreicher Studien über Cholesterin und dem Wissen, den eine pflanzliche Ernährung bietet, darf ich heute einen Käsekuchen präsentieren, der ganz ohne Ei- und Milchprodukte auskommt. Vom Schutz der kleinen Häschen und Küken mal abgesehen, kommt der so nah an das Original ran, dass mein lieber Vater (der normalerweise so gar nicht für Sojaprodukte zu haben ist) anerkennend sein Gefallen daran bekundet hat, als ich ihn zu Weihnachten bereitete.

Rezept
Für den Boden:
6 gehäufte Esslöffel Mehl
3 gehäufte Esslöffel Zucker
ca. 2 Esslöffel Backkakao
3 gehäufte Esslöffel Margarine

Zu einem krümmeligen Teil verarbeiten, anschließend in eine Springform (20 cm Ø) drücken, dabei einen kleinen Rand ziehen.

Für die Käsemasse:
120 Gramm geschmolzene, leicht abgekühlte Margarine
80 Gramm Zucker
Abrieb einer unbehandelten Zitrone
40 Gramm (entspricht einem Päckchen) Vanillepudding-Pulver 600 Gramm Seidentofu (die Flüssigkeit aus der Verpackung sollte gut abgetropft sein!)

Alle Zutaten gut mit einem Pürrierstab mixen. Anschließend auf den vorbereiteten Boden geben und bei 170 °C (Umluft) circa 1 Stunde backen – Holzstäbchenprobe machen, um gegen Ende der Backzeit die Festigkeit des Kuchens zu prüfen: das Stäbchen sollte sauber sein beim herausziehen. Der Kuchen sollte vollständig ausgekühlt sein, am besten schmeckt er am nächsten Tag!

Sehr gut passt zum Kuchen eine Fruchtsauce, zum Beispiel aus Himbeeren oder Blaubeeren. Super auch, direkt Blaubeeren mit hineinzubacken. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. IMG_20150403_100854IMG_20150403_100918

Hinsichtlich des zweitägigen großen Essens bis hin zum Osterbrunch hoffe ich, dass sich die Feiertage in euren Küchen nicht als Stressfaktor breit machen und einer frühjährlichen Weihnachtsvariante zu gleichen drohen. Vor allem, wenn es nochmal zu schneien beginnt … Zum Glück sorgt die Kälte im Kühlschrank bei den beliebten Schokohasen tendenziell für eine verlängerte Haltbarkeit – wenn sie nicht vorher vernascht werden.

Ich hoffe ihr könnt es ruhig angehen lassen, genießt die Zeit mit der Familie an den freien Tagen.

Ein halber Quadratmeter Küche … Bananabread

IMG_20150123_164119Ich mag Bananen eigentlich überhaupt nicht. Ich weiß nicht genau ob es der Geschmack ist, der Geruch oder die Konsistenz, die mich abstößt. In jedem Fall bringe ich es schon seit meiner Kindheit nicht über mich sie zu essen.

Während meiner praktischen Ausbildung musste ich für einige Zeit mit einem zehn Quadratmeter großen Wohnheimzimmer Vorlieb nehmen. Bett, Tisch, Stuhl und ein Wandschrank hatten darin Platz, wenn man sich noch einmal im Kreis drehen wollte. Ich schaffte es noch einen kleinen quadratischen Kühlschrank und einen elektronischen Grillofen unterzubringen, damit waren alle kulinarischen Möglichkeiten ausgereizt. Viel Platz bot der Ofen nicht, aber er buk jeden Abend zuverlässig mein Brot auf.

Als Tochter einer gelernten Köchin, die nebenbei auch noch fantastische Kuchen zubereitete, lernte ich früh was Butter, Zucker und Mehl für einen Variationsreichtum boten. Im Zusammenspiel unterschiedlicher Mengen dieser Basiszutaten resultierten so viele verschiedene Kuchen, Kekse und Törtchen. Kuchen zu backen ist eine Wissenschaft: jedes Detail, von der Technik wie man den Teig rührt bis zur Mehlsorte, die verwendet wird, macht einen Unterschied. Eine Prise Salz im Schokoladenkuchen lässt ihn singen, ein Hauch Zimt zaubert Weihnachten in eine Keks.

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Während der Zeit im Wohnheim habe ich an den Wochenenden häufig Kollegen auf der Arbeit besucht um mit ihnen die Pause zu verbringen und zu quatschen. Mit den Jahren an Lebenserfahrung, die sie mir voraus hatten, sprachen wir viel über den Arbeitsalltag, aber auch über privates. Eine sehr liebe Kollegin erzählte mir gern von ihren vielen Reisen. So zum Bespiel über Sydney. Sie erwähnte Kängurus, Koalas, das Australian Ballet im Sydney Opera House, Barbecues und Bananenbrot. Was ich wohl mit ihr gemein hatte, war die Abneigung gegen Bananen … ihre Konsistenz, der Geruch, der Geschmack. Doch das australische Bananabread hatte es ihr so angetan, dass es mitunter ein Grund war, noch einmal nach Down-Under zu reisen. Aufgebacken mit einem Stück salziger Butter, die darauf zerschmolz … ich musste dieses Brot probieren! Es war nur etwas zu kostspielig dafür gut dreiundzwanzig Stunden Flug in Kauf zunehmen.

Ich durchforstete also das Internet nach meinen Möglichkeiten. Und stieß zu leisem Bedauern nur auf Rezepte und hatte keine Ahnung wie ich die in meiner „Küche“ umsetzen sollte. Ich hatte nicht mal eine Kuchenform! Doch Probleme sind bekanntlich da um gelöst zu werden, also nahm ich Maß an meinem kleinen Elektro-Ofen und marschierte in die Stadt um eine passende Kastenform zu kaufen.

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Das Ergebnis des Rezeptes – das zudem auf Anhieb gelang! – war ein saftig, weicher Kuchen mit einer knusprigen Krume und gerösteten Walnüssen darauf. Wir trafen uns an einem Samstag während ihrer Schicht gegen Nachmittag, setzten uns in den kleinen Aufenthaltsraum neben den Dienstzimmern und krümelten das halbe Brot weg. Ein leicht vanilliges Aroma unterstrich die Süße des klebrigen und zugleich fluffigen Teiges. Er schmeckte nach Bananen. Und er schmeckte gut. Nicht getoastet und auch ohne salzige Butter, kam das Ergebnis dem Original wohl recht nah. In jedem Fall aber kann ich nun behaupten, dass ich Bananen esse.

Das Rezept: IMG_20150123_170635
3 (sehr) reife Bananen
75 Gramm geschmolzene Magarine
160 Gramm Zucker
180 Gramm Mehl
40 Gramm Vanillepudding-Pulver (entspricht einem Päckchen)
1 Teelöffel Backpulver
1 Prise Salz
Nüsse als Topping

Bananen mit einer Gabel zermatschen, leicht abgekühlte Magarine und Zucker damit vermengen. Mehle, Puddingpulver, Backpulver und Salz unterheben. Masse ich eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform geben, Nüsse darauf verteilen.

Bei 170 Grad (Umluft) etwa 40- 50 Minuten backen. Gegen Ende eine Holzstäbchenprobe machen um zu testen ob der Teig durch ist  – er darf noch leicht klebrig, aber nicht mehr feucht sein!