Why It’s So Important to Embrace Being Alone

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Es ist schon ein paar Jahre her, da fand ich mich hübsch zurecht gemacht in einem Lokal wieder um auf ein Blinddate zu warten. Er ist nie aufgetaucht. Und ich habe mich plötzlich einsam und armseelig gefühlt, dass ich mich auf so eine Sache eingelassen habe – etwas dass ich normalerweise nie machte. Natürlich rauschen einem erstmal eine Menge negativer Gedanken durch den Kopf. Das Gefühl alleine aus dem Restaurant zu gehen war schon fast demütigend und für diesen Moment wollte ich einfach nur alleine sein. In dem Moment als ich zu Fuß nach hause ging statt die Bahn zu nehmen, die Dunkelheit im Nacken, habe ich tief in mir gemerkt, dass die Einsamkeit genau das war, was ich brauchte.

Während ich FOMO (The Fear Of Missing Out) durchaus als etwas positives erlebt habe und dankbar für die vielen Erlebnisse und Erfahrungen bin, gab es auch immer wieder diese Tage, an denen ich mir wünschte mehr Zeit für mich selbst zu haben.
Einfach mal eine Einladung auszuschlagen und die Zeit lieber für sich selbst zu nutzen und sei es nur um sich die Nägel zu lackieren während man Klischee behaftete Filme schaut.

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Natürlich hassen wir das Gefühl allein zu sein von Zeit zu Zeit – denken wir nur an die Phasen von Liebeskummer nach einer Trennung; gut dass wir da unsere beste Freundin an der Seite haben.
Ich habe aber das Gefühl, dass eine regelrecht Panik herrscht, davor ohne unsere Freunde, die Familie oder einen Partner zu sein – jemanden der unsere Hand hält. Alleine an ferne Orte zu verreisen jagt den meisten von uns Angst ein. Wir haben Angst unser Leben ohne eine greifbare Schulter zum anlehnen zu leben, weil wir Angst haben nicht stark oder gut genug zu sein um auf eigenen Füßen zu stehen.

Ich finde dieses Gefühl von Angst in gewisser Weise völlig normal. Aber dieser Widerstand gegen die Angst vor dem Alleinsein an sich ist oft Ursache für enormen Stress. Um uns nicht alleine zu fühlen haben wir ständig den Drang unter Leute zu kommen und Kontakte zu knüpfen, online wie offline – eine tolle Sache, die aber auch ein Limit hat.
Das Geheimnis um diese Angst ins Gegenteil zu kehren? Erkenntnis und Akzeptanz. Man muss dafür bereit sein.

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Wir neigen dazu die Einsamkeit als Gefängnis zu sehen. Aber ganz im Gegenteil ist sie eine befreiende Möglichkeit für die eigene Entwicklung und Erfahrung – eine Möglichkeit sich selber besser kennen und lieben zu lernen.
Wie wohl so viele musste ich diese Erkenntnis erst auf dem harten Weg gewinnen. Viele Jahre lange habe ich immer Angst davor gehabt alleine zu sein, aber durch dieses Schlüsselerlebnis habe ich allmälig meine emotionale Selbstständigkeit gestärkt und inzwischen liebe ich diese Zeit für mich.
Versteht mich nicht falsch: ich liebe es mit meinen FreundInnen zusammen zu sein und auszugehen, auch die Zeit mit meiner Familie ist mir unglaublich wichtig und nicht minder die wunderbaren Kontakte, die ich durch meine Arbeit am Blog und somit in der sozio-medialen Welt geschlossen habe.
Je mehr ich aber mit dem Gefühl von Unsicherheit und Einsamkeit konfrontiert wurde, desto mehr habe ich auch begriffen wie wichtig es für die eigene Entwicklung ist. Es gibt uns die Möglichkeit herauszufinden, wer wir wirklich sind und was wir im Leben wollen.
Allein zu sein, ist nichts was es zu fürchten gilt, wenn man diese Zeit für sich selbst zu nutzen weiß.

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Fotos via 2 und 4


 
You develop a strengths you need, and didn’t know you had inside
Es ist immer besser auf eigenen Füßen zu stehen, als ständig jemanden an der Seite zu haben, der einen umsorgt. Ist man erst einmal unabhängig, ist es ein Akt der Stärke auf jemand anderen zu vertrauen und keine Schwäche.

Your relationships grow stronger and less codependent
Die Beziehung zu anderen, auch zum eigenen Partner, wird stärker und weniger voneinander abhängig. Wenn wir nicht damit umgehen können alleine zu sein, ist ein harmonisches Miteinander, in dem alle Parteien gleichberechtigt und befriedigt sind, wohl auch kaum möglich.

You learn that aloneness does not mean loneliness
Man lernt, dass Alleinesein nicht gleichbedeutend damit ist, verlassen zu sein. Wir können uns wirklich einsam und verlassen fühlen, wenn wir in einer Menge von Menschen stehen – habt ihr das auch schon mal erlebt? Es ist also weniger die Angst alleine zu sein, die es uns schwer macht, als das Gefühl unter all den anderen da draußen einsam zu sein.

Wie geht ihr mit Einsamkeit um? Habt ihr positive Erfahrungen mit diesem Gefühl gemacht?

I Don’t Know Where I’ll Be In 5 Years (and I’m Okay With It)

Ich bin mir sicher, diese Frage wurde euch allen schon einmal gestellt – von euren Eltern, Freunden oder auch eurem Arbeitgeber: „Wo siehst du dich in fünf Jahren?“. Ehrlich gesagt, hasse ich diese Frage. Es erzeugt so viel Druck genau zu wissen, wo wir in fünf Jahren stehen und einen exakten Plan zu haben um dort hinzukommen. Das Problem dabei ist nämlich, dass es die Erwartungen klein und begrenzt hält und nur zu Schuld und Verwirrung führt, wenn das Leben nicht genau nach diesem Plan zu laufen gedenkt.

Wenn der Plan zu spezifisch ist
Nun behaupte ich keinesfalss, dass man sich selbst keine Ziele setzen oder völlig unambintioniert durch Leben stolpern soll. Wenn diese Ziele jedoch bis ins kleinste Deteil geplant sind, kann das am Ende sehr enttäuschend werden. Ich kenne einige Frauen, darunter auch Freundinnen, die sich mit Mitte zwanzig zum Ziel gesetzt haben verheiratet zu sein, ihr Eigenheim und am besten schon das erste Kind zu haben bis sie dreißig geworden sind. Das ist ein wunderbares Ziel. Das Problem ist nur, dass dieses Ziel nicht berücksichtig, wieviel Veränderung und Wachstum wir in unseren Zwanzigern erfahren.

Die Dinge ändern sich, du veränderst dich
Die Antwort darauf, wo du dich in fünf Jahren siehst, ist ganz einfach eine wohlbegründete Vermutung. Und wenn deine Vermutung falsch ist, dann bedeutet das nicht zwangsweise, dass du versagt hast. Es zeigt, dass du Erfahrungen gesammelt und dich dabei verändert hast, was dich wiederum an ein anderes Ziel führt, dass viel mehr Sinn für dich ergibt, als jenes, dass du vor fünf Jahren vor Augen hattest.

Wie ich meine Zukunft sehem
Mit gefällt der Gedanke, mir Ziele zu setzen, die vor allem auf mein Wohlbefinde im Allgemeinen basieren. In fünf Jahren möchte ich immer noch mit der Entscheidung glücklich sein, wieder mit dem Studium begonnen zu haben. Ich möchte immer noch so glückliche Beziehungen zu Eltern und Freunden führen, auf die vergangenen fünf Jahre zurückblicken können und sehen wie weit ich gekommen bin und stolz darauf sein. Ich setze mir zum Ziel eine stärkere und überzeugendere Frau zu sein und möchte mich selbst noch besser kennen als heute. Ich hoffe die Fähigkeit auf meine Instinkte und mein Bauchgefühl zu vertrauen noch weiter zu verbessern, weil ich gerade erst gelernt habe, wie weit mich das bringen kann.

Wie haltet ihr es mit einem „Fünf-Jahresplan“? Wisst ihr wo ihr in fünf Jahren steht?

3 Reasons it’s Great to be Single on Valentine’s Day

Ich war in meinem Erwachsenenleben oft genug in Beziehungen, doch nun, seit einiger Zeit wieder allein, habe ich gelernt es auch zu schätzen ein Singleleben zu führen. Was ich schon letztes Jahr für mich entdeckt habe ist es nämlich, dass es wirklich fantastisch sein kann am Valentinstag Single zu sein.

Tatsächlich gibt es, warum auch immer, so viele negative Stigmen darum am Valentinstag Single zu sein. Es geht doch um Liebe, richtig? Und die kommt in verschiedensten Formen, nicht nur in der einer festen Beziehung. Man liebt seine Eltern, seine Freunde und noch am wichtigsten, sollte man sich selbst lieben!
Wenn ihr also den Valentinstags-Blues verspürt, setzt dem am besten sofort eine Ende! Hier sind die drei besten Gründe, warum es großartig ist, am 14. Februar Single zu sein!

IMG_20160211_125641Erstens: die beste Nacht um auszugehen
Denkt mal darüber nach: so ziemlich jeder, der am Valentinstag ausgeht, ist Single und sucht klassischerweise nach Liebe. Macht euch also hübsch  und plant mit den Mädels  eine unterhaltsame Nacht in Bars und Clubs. Trefft neue Leute, flirtet und vor allem: genießt diese unabhängige Singlezeit.
Und wer weiß schon, ob du nicht genau an diesem Abend Mr. Right triffst?!

IMG_20160211_125815.jpgZweitens: kein Druck
Das Problem daran, am Valantinstag in einer Beziehung zu sein, ist der Druck, diesen Tag ganz besonders romantisch und unvergleichlich gestalten zu müssen. Freut euch also, diesen hohen Erwartungen dieses Jahr einfach aus dem Weg gehen zu können und macht eure eigenen neuen Erfahrungen an diesem Abend, ganz ohne Druck.

IMG_20160211_125731.jpgDrittens: Liebe bedeutet auch Selbstliebe
Wie ich schon betont habe, geht es am Valentinstag um Liebe. Und Selbstliebe ist meiner Meinung nach eine der wichtigsten Arten zu lieben. Bevor du mit irgendetwas zufrieden sein kannst – ob es eine erfolgreiche Karriere, eine gesunde Beziehung oder eine lebensverändernde Entscheidung ist – musst du gelernt haben, dich selbst zu lieben. Selbst wenn du dich also entscheidest deinen Valentinstag zu Hause zu verbringen, genieße diese Zeit alleine mit dir zu sein und setze deinen Fokus darauf, was dich glücklich macht.

Nicht, dass mich jemand falsch versteht, ich war auch am Valentinstag in all meinen Beziehungen glücklich und dankbar dafür, diesen Tag mit einem ganz besonderen Menschen zu verbringen. Das heißt aber eben nicht, dass wir Single-Ladies dabei immer den Kürzeren ziehen! Ich hoffe, ihr genießt euren Valentinstag, egal welchen Beziehungsstatus ihr habt!

Habt ihr den Valentinstag auch schon einmal alleine verbracht – wie sind eure Erfahrungen damit an diesem Tag?

Wenn Eltern zu Freunden werden

Über mein Verhältnis zu meinen Eltern und vor allem meine tiefe Verbindung zu meiner Mama, habe ich ja schon einige Worte verloren.
Während es eine Menge von lebensverändernden Ereignissen und Erfahrungen gibt, die man vor allem in den Zwanzigern durchmacht, erfährt auch die Beziehung zu den eigenen Eltern eine große Veränderung: der Altersunterschied wir immer geringer, irrelevanter und man beginnt in ihnen mehr als nur  Erziehungsberichtigte zu sehen, die einen jahrelang groß gezogen haben; es entsteht so etwas wie Freundschaft. Das ist etwas einzigartig und wichtiges und ich denke, wert genauer betrachtet zu werden, damit es einem nützlich ist, statt dem eigenen Reifeprozess hinderlich zu sein.

IMG_20150923_174230Wenn Papa von seiner Coolness erzählt …
Selbst wenn man es gar nicht hören will, die Eltern beginnen einem selbst offener gegenüber zu werden je älter und reifer man wird und dann fangen sie an über sich selbst zu erzählen, über die Familie und all die Dinge, von denen man niemals gedacht hätte, dass man sie je zu hören bekommt. Das sind dann zum Beispiel diese kleinen lustigen Geheimnisse über „Papa, der in den 70ern Gras durch seine Pfeife geraucht hat, weil er das unglaublich cool fand“ oder die ernsteren von „Großmutter, die ihre beiden Söhne getrennt hat, als sie sich von Großvater scheiden ließ“ – lauter vertrauliche Details, die man mehr oder weniger gern hören möchte. Aber das gute daran, dass deine Eltern dir diese Dinge anvertrauen, ist, dass sie anfangen dich als erwachsenen Menschen zu sehen.

IMG_20150923_174157Wenn du entscheidest, nicht ins Familienunternehmen einzusteigen …
In der Kindheit und während der Oberschule oder der Ausbildung, hat man seine Eltern für jede Entscheidung, die es zu treffen galt, um ihre Meinung gefragt. Das ist absolut normal und wird sich vermutlich auch nie ganz verlieren. Was sich aber verändert ist, dass man eine Art inneren Kampf für wichtige Entscheidungen mit sich selbst austrägt – und vielleicht auch, dass man etwas ganz anderes möchte, als die lieben Eltern. Sich bewusst zu machen, dass man nun erwachsen ist, macht das ganze leichter. Man wird zu einer selbstständig denkenden und handelnden Person, die eigene Entscheidungen trifft. Nur du selbst weißt, was das beste für dich ist – höre also auf dein Bauchgefühl, auch wenn es etwas anderes sagt, als deine Eltern vielleicht sagen würden. Am Ende haben diese Entscheidungen Auswirkung auf dein eigenes Leben, also entscheide selbst.
Ich selbst empfinde das als unglaublich befreiend. Anfangs kann es schwer sein, den eigenen Weg zu wählen, obwohl man weiß, die Eltern hätten einen anderen für ihr Kind gewählt – wenn man aber immer mehr ein Gefühl dafür entwickelt, auf dieses Bauchgefühl zu hören, dass zeigt, was gut für einen selbst ist, wird es einfacher.

IMG_20150923_174507Wenn Mama fragt, ob ihr der Egg-shaped Coat steht …
Die größte Überraschung war für mich, dass meine Eltern anfingen sich auch Beistand und Rat bei mir zu holen – und sie vertrauen darauf. All die Jahre, in denen sie uns geholfen haben Entscheidungen zu treffen und Probleme zu überwinden, können wir schließlich ein Stück „zurück“ geben. Ihnen einen Rat zu geben ist merkwürdig, aber fühlt sich positiv zugleich an. Die Beziehung, die man zu ihnen hat, wird mehr ein Geben und Nehmen, ausgewogener und ich persönlich genieße das sehr. Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass ihre Probleme nicht die eigenen sind und sie am Ende selbst erwachsen und fähig sind, ihre Entscheidungen zu treffen. Ihnen Rat und Beistand zu leisten, ist aber ein sehr bestärkendes Gefühl und schweißt die Bindung noch enger.

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Hut – Orchestra/ Dirndl – s. Oliver/ Riemchenpunps – Tamaris

Ich weiß, dass meine Eltern diesen Beitrag lesen (weil sie mich schon immer unterstützt haben und in mir ihre erwachsene Tochter sehen, zu der ich durch ihre Hilfe geworden bin).
Danke dafür, dass ihr es mir möglich gemacht habt, zu der Person zu werden, die ich heute bin. Dass ihr durch dick und dünn mit mir gegangen seit. Dass ihr für mich da wart, wenn ich Hilfe brauchte und euch zurückgehalten habt, wenn nicht. Ich freue mich über jedes Telefonat, jedes Wiedersehen, weil ich euch liebe.

Welche Veränderung(en) habt ihr in der Beziehung zu euren Eltern gemerkt? War es schwierig damit umzugehen?

Wenn Leute fragen, warum ich Single bin …

Grundsätzlich habe ich überhaupt kein Problem damit Single zu sein. Ich habe dank Arbeit und Studium immer viel zu tun, treffe mich gerne FreundInnen und genieße es auch immer wieder einfach für mich zu sein, ein gutes Buch zu lesen – oder einfach nur zu schlafen.IMG_20150819_145132Doch kürzlich beim Kaffee kam genau diese Frage von einer guten Freundin: 26, Rheinländerin und bei einem medizinischen Dienstleister arbeitend – bisher eine beachtliche berufliche Entwicklung, doch immer wieder bekommt sie Bemerkungen, warum sie seit über einem Jahr Single ist. Und wie sollte sie überhaupt einen neuen Freund finden, wenn sie mehr als vierzig Stunden die Woche arbeitet und schon ihre eigenen Freunde nur am Wochenende sieht, wenn sie dann nicht gerade auch arbeitet?
Was sollte sie auf diese Bemerkungen zu ihrem Singledasein antworten, wenn sie eigentlich mit ihrer derzeitigen Situation zufrieden ist (auch wenn sie langfristig ihr Glück wieder mit einem Partner teilen möchte)?
Und wie sollte sie diesen Partner überhaupt kennenlernen?

IMG_20150819_145040Als erstes habe ich geantwortet, dass ich es vollkommen normal finde mit 26 Single zu sein, auch über ein Jahr lang – das ist keinesfalls zu lang!
Ich denke, es ist wichtig sich selber mit dieser Situation des Single-Daseins wohl zu fühlen bevor man andere davon überzeugen kann. Die Leute denken was sie wollen – solange man selber happy ist und nicht unglücklich darüber, Single zu sein, spielt alles andere keine Rolle.

Ich würde einfach mit der Wahrheit antworten: das Leben ist so busy und der Richtige ist einem einfach noch nicht über den Weg gelaufen. Das ist absolut normal! Wenn dich jemand danach beurteilt, ist es sein Problem!

IMG_20150819_145009Um tatsächlich einen neuen Freund zu finden – ja überhaupt neue Männer kennenzulernen – gibt es ein paar Optionen …
Hat man wenig Zeit durch einen vollen Wochenplan mit Arbeit, Erledigungen und Verpflichtungen, Sport etc., kann Onlinedating ein gutes Zeitersparnis bringen. Ich habe selber zwar keine Erfahrungen damit gemacht, aber auch in meinem Umfeld gibt es dieses eine Paar, dass sich so gefunden hat – einen Versuch wäre es also wert.

Man kann keine neuen Menschen kennenlernen, wenn man in seinen eigenen vier Wänden bleibt oder Tag ein, Tag aus immer an den selben Orten verweilt! Ich würde empfehlen einfach rauszugehen und ein paar Aktivitäten in der Stadt zu unternehmen – das kann ein Kochkurs, eine Yogastunde oder ein Konzertbesuch sein … man trifft aber auch auf Menschen, wenn man sich mit anderen Menschen trifft, den eigenen Freunden zum Beispiel. Nehmt euch die Zeit am Wochenende zum Cocktailtrinken in die hippe Bar zu gehen, die gerade erst eröffnet hat oder den Sonntags-Flohmarkt zu besuchen …

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Kurzpullover – kauf dich glücklich/ black Jeans – Global Funk/ Zehentrenner-Sandalen – Pier One (alt)/ Denimjacke – H&M

Das Entscheidende ist, darauf zu vertrauen, dass man jemanden treffen wird – und das wird man, früher oder später. Vielleicht nicht in einem Monat oder dieses Jahr. Dabei muss man geduldig sein und sich auf all die anderen Dinge im Leben konzentrieren, die einem wichtig sind. Und es hat auch Vorteile, die das Singleleben mit sich bringt – man sollte sie genießen, solange sie bestehen. Ich kenne eine Reihe Freunde, die in Beziehungen stecken, bei denen sie manchmal diese Vorzüge des Singleseins vermissen.

Welche Vorteile seht ihr darin Single zu sein? Und was ist eure beste Antwort auf solche Bemerkungen?

Advice to my future-self

IMG_20150826_154452In den vergangenen acht Jahren hat sich mein persönliches wie berufliches Leben stark weiterentwickelt. Ich erlangte meinen Schulabschluss, zog von zuhause aus, machte die erste berufliche Ausbildung, ein Studium folgte, Jobs, Beziehungen wie Trennungen, ich war Single. Ich hatte auch mit einer Art Depression zu tun und lernte wie ich damit umzugehen habe. Ich habe neue, wertvolle Freundschaften gebildet und gelernt wie man Konflikte in diesen Beziehungen auflöst. Alles in allem wurde ich ein gutes Stück erwachsen. Und ich finde, das ist die Zeit, sich selbst zu ermutigen Ziele für das eigene Zukunfts-Ich zu setzen und die bisherigen Leistungen zu feiern.

Dieses Thema passt perfekt in diesen alles verändernden August, in dem ich  Entscheidungen für meinen weiteren (beruflichen) Lebensweg getroffen habe.
Es ist in jedem Fall interessant sich beruflich weiterzuentwickeln, ob man nun einen ganz anderen Weg einschlägt als bisher oder seinen derzeitigen Weg weiter ausdifferenziert.IMG_20150826_154524Jetzt wo eine neuer Abschnitt beginnt, habe ich mich gefragt wie anders ich mich dabei fühlen würde. Werde ich Freundschaften mit neuen Menschen schließen, an den selben Plätzen verweilen, die selben Probleme bekämpfen? Ich denke nicht – aber bevor ich diesen neuen Abschnitt beginne, gibt es noch ein paar Ratschläge für die Zukunft mit auf den Weg.IMG_20150826_154611

Du bist nicht mehr Zweiundzwanig
Ich denke das wichtigste, an das man sich nach so einem Abschnitt erinnern sollte ist, dass man nicht mehr dieselbe Person ist wie zuvor. Man ist stärker, selbstbewusster und kennt sich selber viel besser. Man hat gelernt mit Ängsten und Konflikten klarzukommen. Es wird Momente geben, in denen eine Unsicherheit aufkommen kann, die einem bekannt vorkommt. Aber es ist dabei wichtig sich selbst daran zu erinnern, wer man jetzt ist und darauf auch zu vertrauen!

Nichts ist auf ewig
Das wahrscheinlich schwerste in meinem ersten Job war es mit harten Situationen umgehen zu müssen. Ich hatte in diesen ersten Jahren u.a. mit einer Phase von Depression zu kämpfen und das schwerste dabei war wohl mich selbst davon zu überzeugen, dass diese Phase vorbeigehen wird. Nachdem ich inzwischen noch schwerere Situationen gemeistert und mir selbst bewiesen habe, dass ich damit zurecht komme, ist es einfacher geworden darin zu vertrauen, dass nichts von Dauer ist. Das mag sich anfühlen als wäre man an einem dunklen Ort, aber irgendwan ist wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Wenn Situationen schwierig werden, sei dir bewusst, dass du darüber hinwegkommst, so wie du es immer konntest!

Es gibt keine falschen Entscheidungen
Gibt es Entscheidungen, die du bereust?
Ich denke, jede Entscheidung, die man trifft, führt zu einem Nutzen. Wenn du einen Job beginnst, der sich als unpassend für dich herausstellt, macht es das noch lange nicht zu einer falschen Entscheidung, denn du hast so die Möglichkeit herauszufinden was du in deinem Beruf erreichen willst oder nicht willst. Wenn du das nächste mal dabei auf deinen Bauch hörst, wirst du die richtige Entscheidung treffen können. Erinnere dich also, dass jede Entscheidung, gut oder schlecht, dir die Chance zum lernen gibt.

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Denim-Jacke – H&M/ Lace-Top – Zara/ Lace-Shorts – H&M Concious/ Sandalen – Kauf dich glücklich/ Tasche – Fritzi aus Preußen/ Sonnenbrille – Liebeskind/ Nagellack – Essie „chillato“

Euer Zukunfts-Ich soll euch zeigen wie stolz ihr auf euer Erreichtes und euch selbst sein könnt. Schau dir an wie weit du es gebracht hast, wie erwachsen du dabei geworden bist und stelle es nicht in Frage!

Was würdet ihr eurem Zukunfts-Ich raten?

Sollte ich meinen „Ex“ kontaktieren?

Durch meine Erfahrung mit Männern – gute und noch mehr von der schlechten Sorte – habe ich gelernt eine ziemlich unabhängige Frau zu sein und war nie wirklich angestrengt auf der Suche nach einem Partner. Den letzten Mann, mit dem ich meine Zeit intensiv verbrachte, kannte ich bereits 2 Jahre über die Arbeit bevor wir anfingen uns privat zu treffen. Wie dieses Zusammensein geendet ist, hatte ich bereits erwähnt – wir beschieden unsere tiefe Zuneigung nicht in einer Fernbeziehung enden zu lassen und gingen auf getrennten Wege weiter.

IMG_20150810_153312Nach unserer Trennung tat es fast mehr weh diesen, für mich so besonderen Menschen zu verlieren – als Freund, mit all unseren guten Gesprächen – als dass wir uns nicht mehr dateten.

Doch kürzlich, nach über 10 Monaten gar keinen Kontakts, kam schließlich eine Nachricht von ihm – nicht, als ich zu Besuch in der Stadt war, in der er sein Leben führt, auch nicht, als ich in Nepal war oder nur kurze Zeit vor den Erdbeben von dort wiederkehrte. Inhalt waren zwei kurze, simple Fragen: „Wie geht’s dir? Was machst du?“. Nun habe ich mich erstmal entgegen all meiner „Prinzipien“ verhalten – zu meiner Verteidigung sehe ich diese Art von Kontaktaufnahme nicht als dating-relevant an – und nicht geantwortet (die elektronische Benachrichtung sozialer Kanäle via E-Mail machte es mir sogar möglich, diese Nachricht ungeöffnet zu „lesen“).
Es kam mir ziemlich plausibel vor, dass er in diesem Monat in „unsere“ Stadt zurückkehrte, mich vielleicht von der anderen Straßenseite gesehen hatte und sich daher der Impuls aufdrängte nach mir zu fragen – wenn ich doch ein Weiteres aus meinen Erfahrungen mit Männern gelernt habe, dann, dass sich kein Mann (wieder) meldet, einfach so!
IMG_20150810_153440Wie sich herausstellte, lag ich damit gar nicht so falsch – jedoch anders als gedacht … er kontaktierte mich wohl nur aus dem einen Grund, dass er ein Wiedersehen auf „unserer“ Arbeitsstelle (die ich mittlerweile jedoch nicht mehr innehabe) scheut, da er die nächsten Wochen dort eingesetzt ist, nicht aber aus echtem Interesse. Man kann das als feige ansehen oder nicht – ich betrachte es als eine Art Schutzmechanismus …

Ich machte mir mehr Gedanken darüber, dass mich die gemischten Gefühle ihm gegenüber runterziehen würden, wo ich mich in einer Phase befinde, in der sich mein (berufliches) Leben noch ungeordnet anfühlt und in der ich mich weiterentwickeln, nur forwärts bewegen möchte.

IMG_20150810_153341Sollte ich meinen „Ex“ kontaktieren?
Mein Rat an mich selbst und alle, die sich in einer ähnlichen Situation befinden: versuche dein bestes nicht die Hand nach ihm auszustrecken – vorerst.
Es ist viel wichtiger das eigenen Leben aufzubauen und sich dahin weiterzuentwickeln, wo man hin will – besonders, wenn man sich in Gedanken immer noch mit diesem (einst) so wichtigen Menschen konfrontiert sieht. Wenn du an den Punkt gekommen bist, an dem sich das Chaos beruhigt hat, du das Gefühl hast angekommen zu sein und dich geerdet und in deinem sozialen Umfeld verwurzelt fühlst, ist die richtige Zeit Kontakt aufzunehmen und vielleicht auch herauszufinden, ob eine Freundschaft machbar wäre. Dazu muss man sich doch im Inneren sehr stark fühlen, sonst kommt man den eigenen Gefühlen in die Quere.

Abgesehen davon, dass wir uns zu diesem Zeitpunkt (geografisch gesehen) so nah beieinander befinden, ist es nach jeder Art von Trennung ratsam, den Kontakt zunächst vollkommen aufzugeben um sich unabhängig von einander weiterzuentwickeln. Die Gefühle füreinander könnten sonst allzu leicht verwirrend und kompliziert werden. Sich die Zeit getrennt von einander zu nehmen um dann die Lage neu abzuschätzen, wenn man sich stabil und stark genug fühlt, ist ein guter Weg um an sich selber zu wachsen und selbstbewusster zu werden!

Würdet ihr den Ex kontaktieren? Was sagt ihr zu Freundschaft nach der Trennung?

Wann es Zeit ist sich selbst auf die Schulter zu klopfen – 5 Zeichen, dass du genau da stehst, wo du solltest

1Wenn wir in die Erwachsenenwelt eintreten, haben wir in der Regel mit einer Reihe von Probleme zu kämpfen, die uns das Leben zuteilt, durch die wir aber auch reifer und hoffentlich weiser werden und die uns zeigen wo unsere Reise hingehen soll, bzw. welche Rolle wir dabei spielen möchten. Das macht diesen Lebenabschnitt zu einer ganz besonderen und nicht unbedingt einfachen Zeit – vor allem, weil niemand einen darauf vorbereitet.
Wenn ich mich mit gleichaltrigen Freunden und Bekannten unterhalte, merke ich oft, dass wir zumeist das Gefühl haben im Leben hinterher zu sein …  mehr Geld verdienen, eine feste Beziehung führen oder für unseren Job brennen zu müssen. Die Wahrheit ist aber, dass wir in diesem Alter oft immer noch dabei sind all diese Dinge für uns herauszufinden. Genau dafür ist dieser Lebensabschnitt gut und Zukunftsangst sollte in weiter Ferne liegen …

Wenn du anfängst wirklich zu wissen wer du bist …
Herauszufinden wer man wirklich ist, was man wirklich mag und wo man sich im Leben sieht, ist das Grundlegendste, über das man sich mit Mitte Zwanzig Gedanken macht. Man wird weniger beeinflussbar von seinen Mitmenschen und richtet die Aufmerksamkeit  zunehmend auf sich selbst. Je mehr man sich mit sich selber auseinandersetzt und herausfindet, wer man ist und sein möchte, desto eher trifft man die richtigen Entscheidungen im Leben – die, die einem wirklich Hezren liegen.2Wenn du herausfindest was du nicht willst …
Selbst wenn du denkst bereits zu wissen was du willst (vor allem beruflich) … die meisten unserer Generation sind immer noch dabei das zu ergründen. Und das ist auch völlig okay! Wie sollten wir das auch wissen, nach gerade mal ein paar Jahren in der Erwachsenenwelt, in der Realität? Jetzt ist die Zeit diese entscheidenden Dinge herauszufinden. Und dabei herausgefunden zu haben was man nicht machen will, ist schon die halbe Miete!

Wenn du eine handvoll wirklich enger Freund hast …
In der Schule und auch noch auf der Uni finden wir uns zu Grüppchen von Freundkreisen zusammen – man findet sich zwangsweise aus Zweckgründen. Mit dem Erwachsenwerden legen wir jedoch immer mehr Gewicht auf individualisierte Beziehungen zu unseren Mitmenschen. Wir finden uns zu verschiedenen Freundschaften in verschiedenen Bereichen unseres Lebens, die nach gegenseitigen Interessen und Bedüfnissen gerichtet sind. Diese Freundschaften sind daher viel wertvoller für unsere Persönlichkeitsentwicklung, als ein Netzwerk von Zweckgemeinschaften, die man nach Erfüllung ihrer jeweiligen Funktion gerademal in Facebook und Co. aufrecht erhält.3Wenn du gerade genug verdienst um auszukommen …
Mit Anfang zwanzig denkt wohl noch keiner ernsthaft über die „hohe Kante“ für den Lebensabend nach. Wir befassen uns lediglich damit genug Geld zu verdienen, dass es zum Leben mit all seinen Facetten namens Reisen, Hobby, Ausgehen, Shoppen usw. reicht. Wenn wir an dem Punkt in unserem Leben stehen, wo alles in geordneten Bahnen läuft, fangen wir an uns über Sparkonten Gedanken zu machen … doch für den Moment ist es absolut okay, genau das zu verdienen, was man braucht.

Wenn es dir nicht unangenehm ist allein irgendwo zu erscheinen …
Unabhängiger zu werden ist eine Eigenschaft, auf die wir in dieser Phase des Lebens einen verstärkten Fokus setzen und das beeinflusst alle Lebensbereiche. Wir sind weniger auf unsere Freunde angewiesen und müssen nicht alles zusammen unternehmen. Alleine ins Kino zu gehen oder auf einer Veranstaltung aufzutauchen wird immer selbsverständlicher und macht uns auch selbstsicherer. Für diesen Zugewinn dürften wir uns gerne auf die Schulter klopfen. 4

Wir sollten uns immer daran erinnern: es gibt kein „normal“! Jedermanns Lebenweg ist unterschiedlich und deshalb gibt es auch keine Generalantwort auf die Frage, wann man wo in seinem Leben stehen sollte. Wann immer wir uns diese Frage stellen, sollten wir die zermarternden Gedanken darüber einfach von uns werfen – sie sind unproduktiv und erzeugen Ängste. Vertraue deinem Bauchgefühl und deiner Ehrlichkeit dir selbst gegenüber – dann gibt es keinen Zweifel, dass du genau das stehst, wo du solltest.

In welchen Lebenssituationen kommen bei euch Zweifel auf und wo lasst ihr euch stärker beeinflussen, als es euch lieb wäre?

Warum ich nicht an Dating-Regeln glaube …

Als mich eine gute Freundin vor kurzem nach ihrem ersten Date mit einem neuen Mann fragte, wie lange sie wohl am besten warten sollte, bis sie ihm wieder schreiben könnte und ob sie überhaupt als erste schreiben oder eher auf seine Nachricht warten sollte, musste ich erstmal die Stirn runzeln. Brauchen wir wirklich Regeln fürs Daten?IMG_20150729_154750Ich hinterfrage Regeln ja grundsätzlich … Wozu sind sie gemacht? Wovor sollen sie mich schützen? Welchen Zweck erfüllen sie?
Warum sollte ich nicht meine eigenen Snacks und Getränke mit ins Kino schmuggeln? Das kam mir schon immer albern vor – es sind ja nur Lebensmittel, was macht es für einen Unterschied sie selbst mitzubringen?
Warum nicht bei Rot über die Straße gehen? Wenn da kein Auto weit und breit ist und auch kein Kind, dem ich ein Vorbild sein müsste … ignorieren wir das mal!
Einfach ausgedrückt, wenn sie keinen Sinne für mich ergeben, folge ich Regeln nicht – natürlich nur, wenn ich dafür keine Straftat beginge, auch ich kenne schließlich Grenzen.
Wenn ich also von Dating-Spielchen und Beziehungsregeln höre, fragt mein Instinkt sich automatisch, ob sie wirklich Sinn ergeben oder nicht … in den meisten Fällen tun sie es nämlich nicht, hier verrate ich warum:

Aufrichtigkeit ist die beste Taktik
Man kann mich als gerade heraus bezeichnen, manchmal vielleicht ein bissen zu gerade … Ich sage etwas direkt, so wie es ist, denn ich bin der Meinung, dass alles andere unproduktiv ist. Es ist also kein Wunder, dass ich diesen Charakterzug mit in mein Liebesleben bringe. Es ist besser der Mann weiß genau was er mit mir bekommt. Erlaube dir also, dein wahres Ich zu zeigen, statt zu versuchen jemand zu sein, von dem du denkst, dass es deinem Date gefallen würde. Diesen Fehler habe ich vor allem am Anfang meines Datinglebens häufiger begangen, aber das führt zu nichts. Du möchtest, dass dein Gegenüber DICH mag und du möchtest auch, dass er genau diese Qualitäten, die du zu bieten hast, zu schätzen weiß. IMG_20150729_154938

Spielchen sind Zeitverschwendung
Ich bin sicher, jede/r hat das schon erlebt, wenn man mit einem neuen Date textet und abwägt auf eine Nachricht direkt oder später zu antworten oder sich das Gehirn darüber zermartert, warum er nicht direkt antwortet?! Versuch diese Spielchen beiseite zu werfen und antworte sobald du die Nachricht liest und antworten kannst! Er soll dein wahres Ich ohne Gedankenchaos sehen. So lernt man sich besser und vor allem schneller besser kennen und kann herausfinden, ob man zusammen passt, ohne Zeit zu verschwenden.

Es ist etwa ein Jahr her, dass ich einen wirklich tollen Mann gedatet habe, doch mit der Zeit hat er sich immer seltener gemacht. Zunächst habe ich dem nicht viel beigemessen, denn wir hatten beide viel zu tun und hatten uns noch genug zu sagen, wenn wir uns trafen, da war das Texten nicht so wichtig. Aber als auch das Treffen schwieriger zu werden schien, begann ich nicht erst groß mich zu wundern, was eigentlich los sei, sondern fragte ihn direkt, ob er an mir interessiert sei. Es stellte sich heraus, dass er nicht nach einer Beziehung suchte oder zumindest keine Fernbeziehung führen wollte, wenn er einige Monate später in eine andere Stadt ziehen würde … vielleicht wollte er aber auch nur mich nicht. Egal warum, ich fand es schnell genug heraus bevor ich in echte Gefühle verwickelt war. IMG_20150729_154915

Zeitpläne sind willkürlich und unnötig
Es ergibt für mich keinen Sinn zu sagen, „Ich würde nie mit meinem Partner zusammen ziehen, bevor wir nicht wenigstens 2 Jahre zusammen waren.“
Warum? Weil sich nicht jede Beziehung mit demselben Tempo entwickelt. Sechs Monate mit der ersten großen Lieben mögen sich viel länger angefühlt haben, als eine sechs-monatige Beziehung, wenn wir erwachsen geworden sind. Jede Beziehung entwickelt sich unterschiedlich schnell. Die Entscheidung, wann der Zeitpunkt gekommen ist zusammenzuziehen – oder jeden anderen Schritt zu gehen – ist also maßgeblich davon abhängig, was sich richtig anfühlt.

Meine beste Freundin ist mit ihrer großen Liebe tatsächlich nach sechs Monaten zusammen gezogen – und 2 Jahre später war ich ihre Trauzeugin! IMG_20150729_154802

Normal gibt es nicht. Es gibt keine Regeln.
Wenn du dich fragst, ob er an einem bestimmten Punkt die drei „magischen“ Worte sagen sollte oder ob ihr euren gemeinsamen Urlaub zu schnell plant, rufe dir folgendes ins Gedächtnis: Normal gibt es nicht! Es gibt keine Regeln!
Jedes Individuum auf dieser Welt ist einzigartig, mit verschiedenen Erfahrungen, Gedanken, Gefühlen und Thesen. Wenn man also zwei dieser Individuen zusammennimmt, sind die Chancen recht groß, dass jedes Paar anders ist als das andere. Hör auf damit dich selbst oder deine Beziehung mit anderen zu vergleichen. Du bist einzigartig im Vergleich zu jedem anderen, der existiert, ebenso wie deine Beziehung. Folge dem, was sich richtig anfühlt und stelle deine eigenen Regeln auf. IMG_20150729_155001

Was haltet ihr von Dating-Regeln? Gibt es Regeln, denen ihr in Sachen Dating felsenfest folgt?

Warum der Freund-Freund nicht die beste Freundin ersetzen kann!

Wir haben uns deswegen vermutlich alle schon mal schlecht der besten Freundin gegenüber gefühlt:
Wenn man anfängt einen neuen Typen zu daten, ist das ziemlich aufregend, man möchte die ganze Zeit aufeinanderhängen um das neue Gefühl von Zweisamkeit gemeinsam zu erkunden. Dann passiert es schon mal, dass wir darüber völlig vergessen, dass wir lange nichts mehr mit „den anderen“, unseren FreundInnen, unternommen haben.
Als ich in der Oberstufe meinen ersten festen Freund hatte, war das bei mir genauso. Ich hatte einer Freundin viel zu lange nicht mehr die nötige Zeit „für uns“ eingeräumt und irgendwann äußerte sie ihre Enttäuschung darüber. Jetzt wo ich älter – und wohl klüger – bin, bin ich mir darüber bewusst, wie wichtig es vor allem am Anfang einer Beziehung ist, eine Balance zwischen FreundInnen und Freund zu finden …IMG-20141106-WA017
Dein Partner ist NICHT dein bester Freund!
Das haben wir alle schon mal gehört – dein Freund/ Partner/ Eheman ist dein bester Freund! Auf eine Art ist er das auch, aber er kann dir nicht dasselbe geben, was Freunde dir geben. Man kann nicht alles, was man braucht, von ein und der selben Person bekommen – meiner Meinung nach ist das auch der Grund, warum wir in der Regel mehrere unterschiedliche Freundschaften führen, jede „befriedigt“ ein anderes Bedürfnis oder zumindest auf unterschiedliche Weise. Oder wie stellt man sich einen Mädelsabend in Pyjama und mit Maniküre, Gesichtsmaske, Liebesschnulze mit dem Freund vor? FreundInnen begreifen einen auf eine andere Weise und bringen auch andere Seiten an einem zum Vorschein, die genauso viel Aufmerksamkeit bedürfen wie jene Seiten, die beim festen Freund die Beziehung begleiten. Die Balance zwischen der Zeit mit wichtigen FreundInnen und der Zeit mit dem Partner wirkt sich positiv auf das mentale und emotionale Gleichgewicht aus.

Nimm Rücksicht auf dich selbst!
Es kann schnell geschehen, dass man seine eigenen Bedürfnisse vergisst, wenn man mit jemandem zusammen ist, den man wirklich gern hat. Es ist toll Dinge zu tun, die die andere Person glücklich machen, aber man sollte dabei nicht vergessen auch an sich selbst zu denken – ganz so, wie man es vor dem Start in einem Flugzeug vorgeführt bekommt: du musst zuerst selber deine Maske aufsetzen, bevor du anderen hilfst. Anders ausgedrückt, als erstes solltest du sicherstellen, dass es dir selber gut geht und, dass du glücklich bist, bevor du jemand anderem irgendetwas geben kannst. Auf sich selbst Rücksicht zu nehmen, ist der Schlüssel um eine gesunde Beziehung mit jemand anderem zu führen. Zeit mit den besten FreundInnen zu verbringen, ist etwas, dass man nur für sich selbst macht und sollte daher genauso wichtig sein, wenn man eine Beziehung eingeht.

Erhalte dir deine Freiheit!
Da wir gerade in den Zwanzigern herausfinden, wer wir wirklich sind, kann man sich schnell in einer Beziehung verlieren. Es ist auch zu verführerisch mit in die Pläne des anderen einbezogen zu werden, den anderen Freundeskreis kennenzulernen, und an erster Stelle an den Partner zu denken, bevor man an sich selbst denkt. Es ist ziemlich normal für ein Paar zu „wir“ als eine Person zu werden, aber dadurch besteht auch die Gefahr für beide, etwas von sich selbst zu verlieren, ein Stück Persönlichkeit, durch die man sich definiert. Starke, haltende Freundschaften zu führen und aufrechtzuerhalten ist ein sehr guter Weg sich selber treu und individuell zu bleiben. Die eigene Persönlichkeit sollte nicht durch eine Beziehung bestimmt werden. Zeit für Freunde (und alles andere, dass glücklich macht) zu finden, erlaubt es einem die beste, stärkste Version seiner selbst zu sein – was sich sicherlich nur positiv auf die Beziehung auswirkt.

Nachdem ich nun verraten habe, warum es so wichtig ist den besten FreundInnen genügend Zeit einzuräumen, schwinge ich mich auf’s Fahrrad und starte einen Mädels-Grillabend mit meinen zwei besten. Denn auch wenn derzeit kein er zuhause auf mich wartet, wenn ich zurückkomme, sind mir diese Treffen bei all den To do’s in Job und Alltag super wichtig geworden.

Habt ihr schonmal soviel Zeit in eine Beziehung investiert, dass Freundschaften auf der Strecke blieben? Was sind eure Tipps um FreundInnen trotzdem gerecht zu werden?