How to Take Negative Feedback Like a Pro

Sind wir mal ehrlich, niemand findet es toll negatives Feedback zu bekommen. Ob es vom Chef kommt, von der besten Freundin oder von einer völlig fremden Person, es ist nicht einfach sich die negantiven Dinge über sich selbst anzuhören.
Ich denke aber, viel wichtiger als die tatsächliche Kritik, ist der Punkt, wie man damit umgeht. Die meisten von uns handeln erstmal aus dem Bauch heraus und verteidigen sich selbst. Die einen reagieren mit Wut oder Sarkasmus, während andere einfach dicht machen. Egal welche dieser ersten Reaktionen die eigene ist, es gibt „bessere“ Möglichkeiten mit negativer Kritik umzugehen.

1. Nimm deine eigenen Gefühle zur Kenntnis
Bevor man etwas tut oder sagt, sollte man in sich selbst hineinhören, um zur Kenntnis zu nehmen, wie man sich eigentlich fühlt. Regt dich diese Kritik auf? Fühlst du dich weniger souverän? Willst du dem Kritikgeber am liebsten eine runterhauen? All diese Gedanken und Gefühle sind völlig normal – sei dir dieser Empfindungen aber bewusst und erlaube dir selbst sie zu empfinden ohne irgendeine Maßnahme darauf zu ergreifen.

2. Frag dich, warum du dich so fühlst
Wenn du dir erstmal über deine Gefühle klar geworden bist, frag dich selbst, warum du dich so fühlst. Wenn dein Chef dir beispielsweise nach einem Meeting sagt, du hättest deine Meinung aussprechen sollen, ruft dieses Feedback möglicherweise eine emotionele Reaktion in dir hervor, weil du dir diesen Problems bereits selber bewusst bist. Es ist eine ungemeine Hilfe, die Ursache der eigenen Gefühle zu verstehen, um am eigentlichen Problem, das dahinter steht, zu arbeiten – die eigene Unsicherheit, nicht die aktuelle Situation.

3. Unterscheide zwischen deinen Gefühlen und der Kritik
Nehmen wir dasselbe Beispiel: versuche zwischen deinen eigenen Gefühlen und dem was dein Chef dir gesagt hat zu differenzieren. Der Grund, weshalb du möglicherweise emotional auf diesen Kommentar reagierst, resultiert darin, dass du hörst, du seist schlecht in deinem Job. Realistisch betrachtet, hat dir dein Chef aber nur gesagt, dass du deine eigene Meinung äußern solltest. Und das ist auch alles – er hat nicht mehr oder weniger gesagt. Du hast es nur deshalb so interpretiert, weil du dir des Problems, nicht genügend deine eigene Meinung zu vertreten, bereits bewusst bist.

4. Warte bis deine Gefühle abklingen
Da du nun verstehst warum du gefühlt hast, was du gefühlt hast, ist es gar nicht mehr so schwer mit den eigenen Gefühlen fertig zu werden. Gib dir selbst etwas Zeit und richte deine Gedanken auf etwas anderes bis du merkst, dass diese initial negativen Gefühle vorbei gezogen sind. Das kann abhängig davon wie sehr dich diese Gefühle beeinflussen, zwischen ein paar Minuten dauern oder einige Stunden, bis hin zu Tagen. Aber das ist okay – lass sie einfach vorübergehen, das machen sie letztendlich immer!

5. Kill’em with kindness
Wenn das negative Feedback eine Antwort erfordert – ob persönlich oder per Mail – sei professionell: danke der Person mit Freundlichkeit für ihr Feedback, sag ihr, dass du daran arbeitest und frag am besten auch wie du dich dabei verbessern kannst. Wenn du dein Selbstvertrauen über die vorbeiziehenden negativen Gefühle zurück gewonnen hast, ist es umso einfacher die Antwort auch aufrichtig zu meinen und diese Hilde anzunhemen.

6. Wenn du das Gefühl hast sofort reagieren zu müssen …
Wenn du das Gefühl hast sofort auf negatives Feedback reagieren zu müssen, versuche es so: atme tief ein und packe deine Emotionen für einen Moment zur Seite. Sag dir selbst, dass du mit diesen Gefühlen klar kommst und du später an ihnen arbeiten kannst, wenn du allein bist und Zeit dafür hast. Für diesen Moment aber versuche dir wirklich vorzustellen, wie du sie zur Seite schiebst. Setze dein starkes, selbstbewusstes Gesicht auf, auch wenn du es für den Moment nur vorgibst stark und selbstbewusst zu sein, und antworte minimaslistisch. Wenn du einfach gehen kannst ohne antworten zu müssen, ergreife diese Gelegenheit. Ansonsten versuche es wie 5. mit Freundlichkeit, wissend, dass du später an den eigentlichen negativen Gefühlen arbeiten wirst – und arbeite später wirklich an ihnen! 

Wie geht ihr mit negativem Feedback um? Habt ihr eine ganz eigene Strategie, die ihr teilen möchtet? 

How to Not Be So Hard On Yourself

Wer häufiger hier vorbei schaut weiß, dass ich für gewöhnlich mittwochs, freitags und sonntags einen Beitrag online stelle. Doch besonders in der letzten Woche konnte ich dieser Routine nicht mehr folgen. Die Zeit, das Wetter, persönliche Alltagsumstände, all das arbeitet manchmal einfach gegen einen.
Ich neige oft dazu allzu perfektionisitisch zu sein – und damit bin ich wohl nicht allein. Wenn ich eine Sache gefunden habe, für die ich mich begeistern kann, für die mein Herz schlägt, kann es mich schnell unter Druck setzen für diese Sache immer das Beste geben zu wollen. Und man kann sich wohl vorstellen, dass diese Art Stress auf Dauer nicht wirklich gesund ist.

IMG_20151124_151056Was für ein Kind recht gewöhnlich scheinen mag, habe ich die Dinge früher schon in schwarz und weiß betrachtet – wenn ich keinen Erfolg hatte, kam schnell das Gefühl auf versagt zu haben … war ich nicht die Beste, fühlte sich das an, als wäre ich nichts.
Ich habe aber gelernt, dass es im Leben auch so viele Graustufen gibt und dass es einem großen Befreiungsschlag gleich kommt, sich von der Schwarz-Weiß-Idee zu distanzieren.
Nicht zuletzt habe ich in den vergangenen zwei Wochen ein paar Erkenntnisse sammeln können, die mir helfen, wenn ich mal wieder zu hart zu mir selber bin …

IMG_20151124_151152Zu hart zu sich selbst zu sein ist kontraproduktiv
Wahrscheinlich hat das jeder schon selber einmal bermerkt. Wenn man zu hart zu sich selbst ist, ruft das noch mehr Stress hervor als ohnehin schon vorhanden ist, der natürlich noch unproduktiver macht. Die erste Sache, der man sich bewusst werden sollte ist, dass diese fiese, fordernde Stimme im Inneren einen nur daran hindert voranzukommen und erfolgreich zu sein. Sei besser dein eigener Cheerleader. Gehe einen Schritt zurück und erinnere dich daran, dass du hart arbeitest, smart und/ oder einfallsreich bist etc. … und bau dich selber auf. Vertraue auch in diese Dinge!

IMG_20151124_151207Definiere dich nicht über Missgeschicke
Ein anderes Problem, das mir lange das Leben schwer machte war, dass ich es als Fehler betrachtete, wenn ich nicht erfolgreich bei einer Sache war. Wenn man sich aber über diese Erfolglosigkeiten definiert, tut das auf Dauer sehr weh – außerdem stimmt es auch einfach nicht! Erinnere dich daran, wer du bist und welche erstaunlichen Eigenschaften du hast. Erinnere dich außerdem daran, dass der „Fehler“ nichts dauerhaftes ist, sondern nur ein kleiner Umstand der Zeit. Mir wurde einmal gesagt, ich solle mich selbst als eine Art Mosaic sehen: wir haben alle verschiedene Seiten an uns und sind aus unterschiedlichen Teilen gemacht. Wenn einer dieser Teile einen Fehler macht, betrifft das aber nicht unsere ganze Person, sondern nur diesen Teil.

IMG_20151124_151121Perfekt gibt es nicht
Ich weiß, das ist ein Klischée, aber wir machen alle Fehler – es ist einfach unmöglich 100 % perfekt zu sein. Und aus diesem Grund existiert so etwas wie „perfekt“ auch nicht – es ist ein reines gedankliches Konstrukt! Es ist viel wichtiger herauszufinden, welche Ziele du für dich selber verfolgen möchtest, die dich wirklich glücklich machen, statt Ziele, die dich erfolgreich oder perfekt nach außen wirken lassen. Glück und Selbstvertrauen sind wahre Ziele, nicht aber „an die Spitze zu kommen“.

IMG_20151124_151445Du musst nicht der/ die Beste sein
Dieser Begriff ist manchmal schwerer umzusetzen, als alles andere. Als ich mich dazu entschloss mein Studium wieder aufzunehmen, weil ich ein klares Ziel vor Augen hatte, hatte ich anfangs das Gefühl die Beste sein zu müssen. Irgendwie hatte ich auch das Gefühl, dass das von mir so erwartet wurde – schließlich bin reifer als der Groteil meiner Kommilitone und bringe schon einige Jahre Berufserfahrung mit. Das ist aber so weit entfernt von der Realität. Und geht man auch hier einen Schritt zurück und wird sich selber darüber klar, dass man nicht die Nummer eins sein muss um seine Ziele zu erreichen, sondern „nur gut genug“, nimmt das eine ganze Menge Druck von den Schultern. Jeder der dir etwas bedeutet, wird dich auch ohne Bestnoten weiterhin lieb haben. Sei dir bewusst, dass glücklich und zufrieden mit dir selbst zu sein, weitaus wichtiger ist. Setz dir also Ziele für dich selbst und dein Leben und nicht dafür, was andere vermeintlich von dir erwarten.

Es dauert eine Weile bis es im Kopf Klick macht und man anfängt sich selbst eine bessere Stütze zu werden. Versuche also genau in den stressigen Momenten diesen kleinen gedanklichen Schritt zurückzugehen, um dir über deine eigenen Stärken klar zu werden und frage dich was zählt und worauf du wirklich hinarbeitest. Gerade in dieser Lebensphase zwischen 20 und 30, wenn wir für uns selbst herusfinden, was wirklich wichtig ist in unserem Leben, ist es eigentlich völlig normal, dass wir uns immer wieder mit diesen „schlechten“ Gefühlen konfrontiert sehen. Da ist Geduld manchmal ein guter Ratgeber.

Seid ihr manchmal zu hart zu euch selbst? Wie geht ihr mit diesem Gefühl am besten um?

Transitioning: Zeit für Veränderungen

Jedes mal, wenn ich durch eine Lebensveränderung gehe, fällt mir ein Muster auf: zuerst fühlt es sich aufregend und inspirierend an, dann folgt eine Art leichte Sorge, die auf eine bestimmte Erwartungshaltung zurück zu führen ist. Weiter geht es mit großem Stress, wenn die Veränderung tatsächlich eintritt und schließlich dem Gefühl von gewisser Aussicht, dass der Stress sich verflüchtigen wird, aber es immer länger dauert, als man dachte. IMG_20151003_123305Nach dem ich meinen Job gekündigt habe, um mein Studium wieder aufzunehmen, würde ich sagen, dass ich mich immer noch in dieser letzten Phase befinde. Sorgen sind immer noch ein beständiger Begleiter in meinem Alltag, auch wenn ich keinen Zweifel daran habe, genau die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Sie halten mich manchmal davon ab, dass der Stress abklingen kann, um mich wieder normal zu fühlen – aber man vergisst viel zu schnell, dass das seine Zeit braucht.
Mit jeder Lebensveränderung, mag sie kleiner oder größer sein, lernt man jedoch etwas dazu, um sich durch solche Situationen zu schlagen. 

IMG_20151003_123949Nur weil eine Sache schwierig ist, bedeutet das nicht, dass sie falsch ist!
Wir fangen oft genug im Leben an uns zu fragen, ob wir die richtigen Entscheidungen getroffen haben, wenn etwas anfängt schwierig oder stressig zu werden. Ich denke es ist wichtig, sich vor allem bei großen Veränderungen, wie einem Umzug, Jobwechsel oder auch den Beginn einer neuen Beziehung, daran zu erinnern, dass nicht automatisch eine Entscheidung falsch ist, nur weil sie schwierige oder stressige Konsequenzen nach sich zieht. Es scheint mir unmöglich einen Umzug zu meistern, ohne dabei Stress zu haben – trotzdem heißt das ja nicht automatisch, dass der Umzug falsch war. Der Schlüssel liegt darin, diese völlig gegensätzlichen Empfindungen isoliert von einander zu betrachten: Ich bin gestresst und ich bin glücklich über diese Entscheidung! Beides kann man zur gleichen Zeit fühlen, ohne dass es sich gegenseitig beeinflusst.

IMG_20151003_123320Jeder Stress geht vorbei!
Es ist mindestens genauso hilfreich sich daran zu erinnern, dass Stress endlich ist. Wenn ich unruhig bin und Bedenken habe, ist es schwer nach vorne zu schauen in eine Zeit, in der der Stress vorbei ist – oder sich daran zu erinnern, wie es sich anfühlt entspannt und zuversichtlich zu sein. Sich darüber klar zu sein, dass der Stress nur ein Ausdruck einer Lebensphase, nämlich der Veränderung, ist, kann dabei sehr entlastend sein. Bedenken und Sorgen hindern häufig bei der Verrichtung der alltäglichsten Dinge – es fehlt an Inspiration und Motivation – aber das ist eine Momentaufnahme. Die Motivation wird zurück kommen und es ist wichtig daran zu glauben und zu vertrauen.

IMG_20151003_123545Sei geduldig!
Geduld: ehrlich gesagt, bin ich nicht die Geduld in Person, dabei könnte man genau davon eine ordentliche Portion gebrauchen, wenn es um diese Veränderungen geht.
Als ich die Immatrikulation wieder unterschrieb und einsendete, war ich voller Motivation und wollte am liebsten sofort wieder im Hörsaal sitzen und meinen Kulli über das weiße Papier ziehen. Oder zumindest wollte ich meine Seminare und Kurse online belegen, meinen Kalender mit der Uni koordinieren und meine Kommilitonen kennen. Bedauerlicherweise funktionieren die Dinge aber nicht so. Ich musste mich selber daran erinnern, dass sich alles zusammenfügen wird, auch wenn es länger dauert als ich es gerne hätte. So wie die Dinge jetzt sind, werden sie später nicht mehr sein, denn auch das ist eine Momentaufnahme. Man befindet sich immer noch mitten in der Veränderung. Das Leben wird sich zusammenfügen, man muss nur geduldig damit sein.

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Strickjacke überm Pulli, eine Mütze gegen den Herbstwind, Sonnenbrille für die letzten intensiven Sonnenstrahlen und ein Heißgetränk in der Hand – auch der Herbst ist eine Zeit der Veränderungen, der modischen nämlich. Wie schön, dass man bei diesen milden Temperaturen in der Herbstsonne trotzdem cropped Jeans tragen kann. Cashmerebeanie – Benetton/ Sonnenbrille – Liebeskind/ Strickoberteil – Vila/ Oversized-Cardigan – Vila/ Jeans – Global Funk Two Jeans/ Schuhe – Converse All Star

Was hilft euch, wenn große Veränderungen anstehen? Mit welchem Teil wird in eurem Kleiderschrank der Herbst eingeläutet?

Wenn Leute fragen, warum ich Single bin …

Grundsätzlich habe ich überhaupt kein Problem damit Single zu sein. Ich habe dank Arbeit und Studium immer viel zu tun, treffe mich gerne FreundInnen und genieße es auch immer wieder einfach für mich zu sein, ein gutes Buch zu lesen – oder einfach nur zu schlafen.IMG_20150819_145132Doch kürzlich beim Kaffee kam genau diese Frage von einer guten Freundin: 26, Rheinländerin und bei einem medizinischen Dienstleister arbeitend – bisher eine beachtliche berufliche Entwicklung, doch immer wieder bekommt sie Bemerkungen, warum sie seit über einem Jahr Single ist. Und wie sollte sie überhaupt einen neuen Freund finden, wenn sie mehr als vierzig Stunden die Woche arbeitet und schon ihre eigenen Freunde nur am Wochenende sieht, wenn sie dann nicht gerade auch arbeitet?
Was sollte sie auf diese Bemerkungen zu ihrem Singledasein antworten, wenn sie eigentlich mit ihrer derzeitigen Situation zufrieden ist (auch wenn sie langfristig ihr Glück wieder mit einem Partner teilen möchte)?
Und wie sollte sie diesen Partner überhaupt kennenlernen?

IMG_20150819_145040Als erstes habe ich geantwortet, dass ich es vollkommen normal finde mit 26 Single zu sein, auch über ein Jahr lang – das ist keinesfalls zu lang!
Ich denke, es ist wichtig sich selber mit dieser Situation des Single-Daseins wohl zu fühlen bevor man andere davon überzeugen kann. Die Leute denken was sie wollen – solange man selber happy ist und nicht unglücklich darüber, Single zu sein, spielt alles andere keine Rolle.

Ich würde einfach mit der Wahrheit antworten: das Leben ist so busy und der Richtige ist einem einfach noch nicht über den Weg gelaufen. Das ist absolut normal! Wenn dich jemand danach beurteilt, ist es sein Problem!

IMG_20150819_145009Um tatsächlich einen neuen Freund zu finden – ja überhaupt neue Männer kennenzulernen – gibt es ein paar Optionen …
Hat man wenig Zeit durch einen vollen Wochenplan mit Arbeit, Erledigungen und Verpflichtungen, Sport etc., kann Onlinedating ein gutes Zeitersparnis bringen. Ich habe selber zwar keine Erfahrungen damit gemacht, aber auch in meinem Umfeld gibt es dieses eine Paar, dass sich so gefunden hat – einen Versuch wäre es also wert.

Man kann keine neuen Menschen kennenlernen, wenn man in seinen eigenen vier Wänden bleibt oder Tag ein, Tag aus immer an den selben Orten verweilt! Ich würde empfehlen einfach rauszugehen und ein paar Aktivitäten in der Stadt zu unternehmen – das kann ein Kochkurs, eine Yogastunde oder ein Konzertbesuch sein … man trifft aber auch auf Menschen, wenn man sich mit anderen Menschen trifft, den eigenen Freunden zum Beispiel. Nehmt euch die Zeit am Wochenende zum Cocktailtrinken in die hippe Bar zu gehen, die gerade erst eröffnet hat oder den Sonntags-Flohmarkt zu besuchen …

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Kurzpullover – kauf dich glücklich/ black Jeans – Global Funk/ Zehentrenner-Sandalen – Pier One (alt)/ Denimjacke – H&M

Das Entscheidende ist, darauf zu vertrauen, dass man jemanden treffen wird – und das wird man, früher oder später. Vielleicht nicht in einem Monat oder dieses Jahr. Dabei muss man geduldig sein und sich auf all die anderen Dinge im Leben konzentrieren, die einem wichtig sind. Und es hat auch Vorteile, die das Singleleben mit sich bringt – man sollte sie genießen, solange sie bestehen. Ich kenne eine Reihe Freunde, die in Beziehungen stecken, bei denen sie manchmal diese Vorzüge des Singleseins vermissen.

Welche Vorteile seht ihr darin Single zu sein? Und was ist eure beste Antwort auf solche Bemerkungen?

Sollte ich meinen „Ex“ kontaktieren?

Durch meine Erfahrung mit Männern – gute und noch mehr von der schlechten Sorte – habe ich gelernt eine ziemlich unabhängige Frau zu sein und war nie wirklich angestrengt auf der Suche nach einem Partner. Den letzten Mann, mit dem ich meine Zeit intensiv verbrachte, kannte ich bereits 2 Jahre über die Arbeit bevor wir anfingen uns privat zu treffen. Wie dieses Zusammensein geendet ist, hatte ich bereits erwähnt – wir beschieden unsere tiefe Zuneigung nicht in einer Fernbeziehung enden zu lassen und gingen auf getrennten Wege weiter.

IMG_20150810_153312Nach unserer Trennung tat es fast mehr weh diesen, für mich so besonderen Menschen zu verlieren – als Freund, mit all unseren guten Gesprächen – als dass wir uns nicht mehr dateten.

Doch kürzlich, nach über 10 Monaten gar keinen Kontakts, kam schließlich eine Nachricht von ihm – nicht, als ich zu Besuch in der Stadt war, in der er sein Leben führt, auch nicht, als ich in Nepal war oder nur kurze Zeit vor den Erdbeben von dort wiederkehrte. Inhalt waren zwei kurze, simple Fragen: „Wie geht’s dir? Was machst du?“. Nun habe ich mich erstmal entgegen all meiner „Prinzipien“ verhalten – zu meiner Verteidigung sehe ich diese Art von Kontaktaufnahme nicht als dating-relevant an – und nicht geantwortet (die elektronische Benachrichtung sozialer Kanäle via E-Mail machte es mir sogar möglich, diese Nachricht ungeöffnet zu „lesen“).
Es kam mir ziemlich plausibel vor, dass er in diesem Monat in „unsere“ Stadt zurückkehrte, mich vielleicht von der anderen Straßenseite gesehen hatte und sich daher der Impuls aufdrängte nach mir zu fragen – wenn ich doch ein Weiteres aus meinen Erfahrungen mit Männern gelernt habe, dann, dass sich kein Mann (wieder) meldet, einfach so!
IMG_20150810_153440Wie sich herausstellte, lag ich damit gar nicht so falsch – jedoch anders als gedacht … er kontaktierte mich wohl nur aus dem einen Grund, dass er ein Wiedersehen auf „unserer“ Arbeitsstelle (die ich mittlerweile jedoch nicht mehr innehabe) scheut, da er die nächsten Wochen dort eingesetzt ist, nicht aber aus echtem Interesse. Man kann das als feige ansehen oder nicht – ich betrachte es als eine Art Schutzmechanismus …

Ich machte mir mehr Gedanken darüber, dass mich die gemischten Gefühle ihm gegenüber runterziehen würden, wo ich mich in einer Phase befinde, in der sich mein (berufliches) Leben noch ungeordnet anfühlt und in der ich mich weiterentwickeln, nur forwärts bewegen möchte.

IMG_20150810_153341Sollte ich meinen „Ex“ kontaktieren?
Mein Rat an mich selbst und alle, die sich in einer ähnlichen Situation befinden: versuche dein bestes nicht die Hand nach ihm auszustrecken – vorerst.
Es ist viel wichtiger das eigenen Leben aufzubauen und sich dahin weiterzuentwickeln, wo man hin will – besonders, wenn man sich in Gedanken immer noch mit diesem (einst) so wichtigen Menschen konfrontiert sieht. Wenn du an den Punkt gekommen bist, an dem sich das Chaos beruhigt hat, du das Gefühl hast angekommen zu sein und dich geerdet und in deinem sozialen Umfeld verwurzelt fühlst, ist die richtige Zeit Kontakt aufzunehmen und vielleicht auch herauszufinden, ob eine Freundschaft machbar wäre. Dazu muss man sich doch im Inneren sehr stark fühlen, sonst kommt man den eigenen Gefühlen in die Quere.

Abgesehen davon, dass wir uns zu diesem Zeitpunkt (geografisch gesehen) so nah beieinander befinden, ist es nach jeder Art von Trennung ratsam, den Kontakt zunächst vollkommen aufzugeben um sich unabhängig von einander weiterzuentwickeln. Die Gefühle füreinander könnten sonst allzu leicht verwirrend und kompliziert werden. Sich die Zeit getrennt von einander zu nehmen um dann die Lage neu abzuschätzen, wenn man sich stabil und stark genug fühlt, ist ein guter Weg um an sich selber zu wachsen und selbstbewusster zu werden!

Würdet ihr den Ex kontaktieren? Was sagt ihr zu Freundschaft nach der Trennung?

Wann es Zeit ist sich selbst auf die Schulter zu klopfen – 5 Zeichen, dass du genau da stehst, wo du solltest

1Wenn wir in die Erwachsenenwelt eintreten, haben wir in der Regel mit einer Reihe von Probleme zu kämpfen, die uns das Leben zuteilt, durch die wir aber auch reifer und hoffentlich weiser werden und die uns zeigen wo unsere Reise hingehen soll, bzw. welche Rolle wir dabei spielen möchten. Das macht diesen Lebenabschnitt zu einer ganz besonderen und nicht unbedingt einfachen Zeit – vor allem, weil niemand einen darauf vorbereitet.
Wenn ich mich mit gleichaltrigen Freunden und Bekannten unterhalte, merke ich oft, dass wir zumeist das Gefühl haben im Leben hinterher zu sein …  mehr Geld verdienen, eine feste Beziehung führen oder für unseren Job brennen zu müssen. Die Wahrheit ist aber, dass wir in diesem Alter oft immer noch dabei sind all diese Dinge für uns herauszufinden. Genau dafür ist dieser Lebensabschnitt gut und Zukunftsangst sollte in weiter Ferne liegen …

Wenn du anfängst wirklich zu wissen wer du bist …
Herauszufinden wer man wirklich ist, was man wirklich mag und wo man sich im Leben sieht, ist das Grundlegendste, über das man sich mit Mitte Zwanzig Gedanken macht. Man wird weniger beeinflussbar von seinen Mitmenschen und richtet die Aufmerksamkeit  zunehmend auf sich selbst. Je mehr man sich mit sich selber auseinandersetzt und herausfindet, wer man ist und sein möchte, desto eher trifft man die richtigen Entscheidungen im Leben – die, die einem wirklich Hezren liegen.2Wenn du herausfindest was du nicht willst …
Selbst wenn du denkst bereits zu wissen was du willst (vor allem beruflich) … die meisten unserer Generation sind immer noch dabei das zu ergründen. Und das ist auch völlig okay! Wie sollten wir das auch wissen, nach gerade mal ein paar Jahren in der Erwachsenenwelt, in der Realität? Jetzt ist die Zeit diese entscheidenden Dinge herauszufinden. Und dabei herausgefunden zu haben was man nicht machen will, ist schon die halbe Miete!

Wenn du eine handvoll wirklich enger Freund hast …
In der Schule und auch noch auf der Uni finden wir uns zu Grüppchen von Freundkreisen zusammen – man findet sich zwangsweise aus Zweckgründen. Mit dem Erwachsenwerden legen wir jedoch immer mehr Gewicht auf individualisierte Beziehungen zu unseren Mitmenschen. Wir finden uns zu verschiedenen Freundschaften in verschiedenen Bereichen unseres Lebens, die nach gegenseitigen Interessen und Bedüfnissen gerichtet sind. Diese Freundschaften sind daher viel wertvoller für unsere Persönlichkeitsentwicklung, als ein Netzwerk von Zweckgemeinschaften, die man nach Erfüllung ihrer jeweiligen Funktion gerademal in Facebook und Co. aufrecht erhält.3Wenn du gerade genug verdienst um auszukommen …
Mit Anfang zwanzig denkt wohl noch keiner ernsthaft über die „hohe Kante“ für den Lebensabend nach. Wir befassen uns lediglich damit genug Geld zu verdienen, dass es zum Leben mit all seinen Facetten namens Reisen, Hobby, Ausgehen, Shoppen usw. reicht. Wenn wir an dem Punkt in unserem Leben stehen, wo alles in geordneten Bahnen läuft, fangen wir an uns über Sparkonten Gedanken zu machen … doch für den Moment ist es absolut okay, genau das zu verdienen, was man braucht.

Wenn es dir nicht unangenehm ist allein irgendwo zu erscheinen …
Unabhängiger zu werden ist eine Eigenschaft, auf die wir in dieser Phase des Lebens einen verstärkten Fokus setzen und das beeinflusst alle Lebensbereiche. Wir sind weniger auf unsere Freunde angewiesen und müssen nicht alles zusammen unternehmen. Alleine ins Kino zu gehen oder auf einer Veranstaltung aufzutauchen wird immer selbsverständlicher und macht uns auch selbstsicherer. Für diesen Zugewinn dürften wir uns gerne auf die Schulter klopfen. 4

Wir sollten uns immer daran erinnern: es gibt kein „normal“! Jedermanns Lebenweg ist unterschiedlich und deshalb gibt es auch keine Generalantwort auf die Frage, wann man wo in seinem Leben stehen sollte. Wann immer wir uns diese Frage stellen, sollten wir die zermarternden Gedanken darüber einfach von uns werfen – sie sind unproduktiv und erzeugen Ängste. Vertraue deinem Bauchgefühl und deiner Ehrlichkeit dir selbst gegenüber – dann gibt es keinen Zweifel, dass du genau das stehst, wo du solltest.

In welchen Lebenssituationen kommen bei euch Zweifel auf und wo lasst ihr euch stärker beeinflussen, als es euch lieb wäre?

Vom Suchen und Finden des Glücks

IMG_20150722_134618Wenn wir erwachsen werden erfahren wir zwangsläufig eine ganze Menge Wachstum. Nicht nur, dass das unserer menschliches Gehirn sein volles Potential entwickelt. Wir erleben echte Unabhänhigkeit und machen eine Reihe neuer Erfahrungen zum allerersten mal. Was ich während dieser Zeit gemerkt habe ist, dass das einizge das wirklich zählt, Glück ist. Glück zu finden ist jedoch eine ganze andere Geschichte für sich.

Ich würde mich selbst inzwischen als eine optimistisch denkende Person bezeichnen, aber es gibt natürlich auch diese Momente im Leben, wo ich total gestresst, überwältigt von Gefühlen und Eindrücken bin und dazu tendiere nur an die negativen Aspekte zu denken. An dem Punkt aber, an dem man lernt diese Empfindungen zu kontrollieren und seine Perspektive zu ändern, beginnt man sich auf das eine Ziel zu konzetrieren, Glück zu finden. Und dabei ist egal, ob es das Glück ist, dass man tagtäglich zu empfinden strebt oder das Gefühl das große ganze erreicht zu haben.

Ich bin davon überzeugt, dass es zu gleichermaßen erfüllend ist so ein Ziel zu definieren, wie s zu erreichen. Es geht darum nach dem Sinne des Lebens zu streben – für manche mag das etwas sehr extravagant sein, zum Beispiel jedes Land der Welt zu bereisen, für andere wiederum – und für mich – geht es nur darum das Glück im Leben zu finden.
Natürlich habe ich keine Master-Formel für das Erreichen dieses Ziel, aber ich habe zumindest einen Plan dafür, wobei mir das Buch The Happiness of Pursuit von Chris Guillebeau ein ganzes Stück weiter geholfen hat:

Finde heraus was dich glücklich macht!
Die Fähigkeit herauszufinden was dich wirklich glücklich macht ist schwieriger, als es auf den ersten Blick scheint. Viele Menschen denken, dass dieses oder jenes sie glücklich machen sollte, vergessen dabei aber sich selbst zu fragen, ob es auch genau das ist, was sie glücklich macht. Frage dich von Zeit zu Zeit, ob das, was du tust, dich wirklich glücklich macht. Ob es die Frage um den Job, die Beziehung oder die eigenen Freunde ist, du solltest Gegebenheiten nicht einfach akzeptieren wie sie sind, sondern die verschiedenen Aspekte deines Lebens immer wieder hinterfragen. Vielleicht ist dein Job nicht dein Traumberuf (was in unserem Alter so ziemlich normal zu sein scheint), aber macht er dich glücklich? Denke immer daran, dass Glück nicht mit Perfektion gleichzusetzen ist. Deine Beziehung muss also nicht perfekt sein um dich glücklich zu machen. Du solltest nur hinterfragen, ob dieser Teil deines Lebens dir Freude bereitet.IMG_20150722_134557Hör auf deinen Bauch!
Diesen Spruch hören wir immer wieder, aber was bedeutet es eigentlich auf seinen Bauch zu hören? Für mich bedeutet das alle Gedanken, Ängste und Sorgen in ihrer Gesamtheit zu betrachten und herauszufinden, was ich im Inneren wirklich fühle. Ich dachte zum Beispiel immer, dass eine sehr unentschlossene Person, doch ich habe erkannt, dass der Grund für mich Schwierigkeiten dabei zu haben Entscheidungen zu treffen darin lag, dass ich zu viele ungeordenete, beeinflussende Gedanken in mir trug – ob das nun die Meinung anderer war oder meine eigenen darüber, ob ich etwas tun oder lassen sollte. Wenn man einen Weg gefunden hat diese Gedanken zu beruhigen – durch Meditation, Sport, jeder empfindet etwas anderes dabei als hilfreich – ist so viel einfacher auf den eigenen Instikt zu hören und zu vertrauen.IMG_20150722_134500Vertraust du in dich selbst?
In Selbstvertrauen entsteht eine gewisse Kraft, die es einem erlaubt auf seinen Instinkt zu hören, an sich selbst zu glauben und sich selbst eine Stütze zu werden. Dieses Vertrauen hilft nicht nur dabei entscheidungsfreudiger zu sein, so kitschig es klingt, es hilft dir dich selbst zu lieben. Wenn du darüber nachdenkst: du selbst bist das einzige, das du wirklich hast. Wenn du es gut hast, steht dir eine liebende Familie, die immer für dich da ist, beiseite. Aber du selbst bist eben immer für dich da! Deswegen solltest du selbst dein eigener Befürworter sein. Das ist ein gutes Gefühl und führt zwangsläufig zu Glück.IMG_20150722_134651Zoom out!
Wenn wir uns in irgendeiner Weise negativ oder gestresst fühlen, ist es immer ein guter Rat mal rauszuzoomen.
Und was heißt das genau? Das ist eine andere Art dafür auszudrücken, die Welt aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Betrachte das große Ganze und erinnere dich daran, dass diese negativen Gefühlen nur ein winziger Teil dieses Plans sind. Solche Schwierigkeiten bestehen nicht permanent, sie kommen und gehen. Ob es dabei um etwas simples wie die unhöfliche Bemerkung eines Fremden ist oder so einschneidend wie eine Kündigung, den Ausschnitt zu vergrößern und daran zu denken, dass so ein negantiver Moment wieder davon ziehen wird, ist der Schlüssel zum Glück!

Seit ihr glücklich? Und was macht ihr, wenn ihr es mal nicht seit, was hilft euch von den negativen Aspekten des Lebens Abstand zu gewinnen?

Im Augenblick haben wir alle Zeit der Welt

Wir leben in einer Welt voll von „Was wenn“s und „Ich kann nicht“s. So ist es manchmal schwer den Fokus auf das Hier und Jetzt zu legen, wenn es viel einfacher ist auf die Erinnerungen der Vergangenheit oder die Besorgnisse, die in der Zukunft liegen, zu schauen.

Der Schlüssel mit genau diesen negativen Beeinflussungen des Lebens zurechtzukommen liegt aber darin, mit Haut und Haaren in der Gegenwart zu leben, um sich selber zu erlauben Glück zu erleben. Ich habe schon viel Zeit meines Lebens damit verbracht in die Vergangenheit zurückzublicken und mich selbst dann noch, wenn es längst geschehen war, zu fragen, ob ich dieses oder jenes richtig gemacht oder anders hätte entscheiden sollen. Als ich aber gelernt habe wirklich in diesem Hier und Jetzt zu leben, bemerkte ich, wieviel mehr ich mir über meine eigenen Empfindungen bewusst wurde, was wiederum dazu führte, dass ich glücklicher werden konnte. Das Leben kann wirklich schwer genug sein, aber es in der Gegenwart zu leben, macht einen riesigen Unterschied dabei aus, wie wir uns damit fühlen. Deswegen möchte ich einige Tipps vorstellen, die dabei helfen mehr im Augenblick zu leben.IMG_20150426_142354

Bewusstwerden
Wie oft hast du dich verärgert oder traurig gefühlt und an diesen Gefühlen festgehalten, nur um daraus später einen Konflikt für dich selber oder andere entstehen zu lassen? Wenn du mit einer negativen Emotion konfrontiert wirst, nimm dir 5 Minunten Zeit, um dir ihrer bewusst zu werden. Atme einmal tief durch und versuche herauszufinden, warum sie aufgekommen ist, warum sie dich tangiert und was du dafür tun kannst, um sie in etwas positiveres zu verwandeln.
Es ermöglicht einem seine eigenen Gefühlen zu erkennen und am Ende glücklicher damit zu werden, wenn man einfach damit aufhört darüber nachzudenken, was man in diesem Moment wirklich fühlt.

Loslassen
Das ist oft leichter gesagt, als getan. Um wirklich loszulassen, musst du deine eigenen Gedanken und Emotionen erst verarbeiten, indem du dir erlaubst sie wirklich zu empfinden. Akzeptiere diese Empfindugen und wenn du damit fertig bist, lass sie los und in der Vergangenheit hinter dir.
Es gibt eine Reihe von Wegen um das zu bewerkstelligen, aber persönlich habe ich es immer als hilfreich empfunden, sie aufzuschreiben – in dem ich das Buch, in das ich schreibe, zuklappe, den Zettel beiseite lege oder die Datei schließe, kann ich zudem dieses „hinter mir lassen“ visualisieren und es hilft in der Gegenwart forwärts zu kommen.IMG_20150421_130507

Verändern
Du bist die einzige Person, die dafür Verantwortung trägt, wo du dich hier und jetzt befindest. Sich dieser Sache bewusst zu werden, es zu genießen, dass man immer eine Wahl hat um seinen Weg zu ändern, kann viel dazu beitragen sich in der Gegenwart wohler und glücklicher zu fühlen. Anstatt nur darüber zu reden etwas zu verändern oder, dass man es in der Zukunft tun würde, verändere genau jetzt! Es gibt keinen besseren Zeitpunkt um die Kontrolle über das eigene Leben zu gewinnen, um es genau dazu zu machen, was man möchte, als jetzt.

Wertschätzen
Es scheint ziemlich normal zu sein den negativen Dingen, die im Leben geschehen, mehr Bedeutung beizumessen als den positiven.
Als ich anfing mir bewusst zu werden – und aufzuschreiben – für was ich in meinem Leben dankbar bin, änderte sich die Persepktive, die ich auf mich selbst und damit auf mein Glück oder Unglück hatte, immens! Es erlaubt dir die wirklich positiven Aspekte des Lebens, deines Lebens, zu würdigen und sie in vollen Zügen wertzuschätzen. Ein guter Start ist es, jeden Tag über nur 5 Dinge nachzudenken, für die man dankbar ist! Die Perpektive wird sich vermutlich schnell ändern und man beginnt sich selbst und das Leben deutlich zufriedenstellender wahrzunehmen.IMG_20150421_130433

Genießen
Ob du eine Runde laufen gehst, ein fesselndes Buch beendest oder Omas altem Kirschkuchenrezept nochmal eine Chance gibst. Sich für eine Sache wirklich zu begeistern, die im Hier und Jetzt stattfindet, kann ein wertvolles Instrument dafür sein, sich in der Gegenwart wohlzufühlen. Man verliert völlig das Zeitgefühl und vergisst alles andere um sich herum und kann den eigentlichen Moment voll auskosten. Es kann sich beinahe wie eine Art Meditation anfühlen, bei der man den Geist vollkommen entspannt und alle Sorgen vorbeiziehen lässt.

Lebt ihr in der Gegenwart? Für welche fünf Dinge seit ihr heute dankbar?

If you can not decide between the blue one and the red one, get them both

Als Teenager und auch noch Anfang zwanzig war es für mich mindestens genauso schwierig auch nur kleine Entscheidungen zu treffen, zum Beispiel ein Restaurant auszuwählen oder auch nur ein Gericht auf der Speisekarte, wie viel bedeutendere, zum Beispiel den Studienort festzulegen. In meinem Kopf fuhren die Pros und Kontras Achterbahn und selbst, wenn ich sie dann getroffen hatte, hinterfragte ich immer noch, ob es die richtigen waren. IMG_20150529_180123

Die erste Entscheidung, die ich wirklich ganz alleine treffen musste, war die, mich von einer langjährigen, bis in den Sandkasten reichenden Freundschaft zu trennen. Diese Freundschaft hatte sich über die Jahre des Erwachsenwerdens einfach so sehr in unterschiedliche Richtungen verändert, dass sie mir die meiste Zeit des Zusammenseins nicht mehr gut tat. Am liebsten wollte ich meine Mitmenschen nach Rat fragen, doch letztenendes merkte ich, dass ich nur darauf hoffte, jeder würde mir raten sie zu beenden und dann würde alles gut werden. Wenn das also das war, was ich hören wollte, ist es genau das, was ich wollte.

Nach dieser Erfahrung merkte ich eine entscheidende Sache: ich war nie unschlüssig! Ich hatte nur immer Schwierigkeiten darauf zu hören, was ich wirklich wollte und mich nicht von den Ansichten und Bewertungen anderer einnehmen zu lassen. Ich realisierte, dass meine Angst Entscheidungen zu treffen nur daraus resultierte, was meine Umwelt möglicherweise über mich dachte. Um (wichtige) Entscheidungen zu treffen halte ich mich daher an ein paar Basics …IMG_20150529_180158Einen klaren Kopf bekommen
Das klingt viel zu einfach, aber manchmal vergessen wir Entscheidungen besser erst zu treffen, wenn Emotionen, Stress und Ängste unseren Verstand nicht beeinträchtigen. Manchmal reicht es schon eine Nacht darüber zu schlafen um klar im Kopf zu werden … oder man probiert es mit Meditationstechniken, einer Auszeit für den Kopf.

Ängste, Bewertungen und die Ansichten anderer ingnorieren
Ob es darum geht, welches Outfit du wählst oder welchem Beruf du nachgehen willst, es ist absolut normal darüber nachzudenken, was andere davon halten. Es hat eine Weile gedauert, bis ich selbst bemerkte wie wichtig mir die Meinung meiner Eltern war, wenn ich Entscheidungen traf … eine ganze Reihe davon nur, um sie glücklich zu machen. Dabei bin ich am Ende die Person, die mit diesen Entscheidungen leben muss und das einzige, was meine Eltern für mich wollten, war, dass ich glücklich wurde.
IMG_20150529_180204Einfach mal reinschlüpfen
So einfach wie man ein neues Kleid nicht kaufen sollte bevor man es anprobiert hat, sollte man es auch mit Entscheidungen halten. Probiere jede Situation in deinem Kopf aus … wie ist dein erstes Gefühl dabei? Wenn du dich selbst in einer dieser Optionen sehen kannst und dich dabei wohl fühlst, stehen die Chancen gut, dass es die richtige Entscheidung wäre.

Hör auf deinen Körper
Es ist wirklich erstaunlich wie sehr unserer Körper mit unserem Geist verbunden ist … Menschen, die sich in ihrem Job nicht wohl fühlen bekommen oft Kopfschmerzen oder gehen mit Bauchweh auf die Arbeit. Sie werden krank davon. So teilt uns der Körper mit, wie wir uns fühlen. Es ist also wichtig auf diese Symptome zu hören – erhöht sich der Druck bei einer Option, fühlt es sich befreiend an bei einer anderen?IMG_20150529_180256Es gibt keine „richtige“ oder „falsche“ Antwort
Es gibt keine falsche Entscheidung! Triffst du eine Entscheidung und bemerkst im Nachhinein, dass sie dir Schwierigkeiten bereitet, musst du die Richtung ändern und eine neue Entscheidung treffen. Wir selbst haben die Kontrolle über unser Leben und es gibt kaum eine Entscheidung, die du treffen kannst, die dich in einen Abgrund stürzen würde, aus dem du nicht mehr herauskommst. Die Vorstellung es gibt nur richtig oder falsch, schwarz und weiß, versetzt uns nur in noch mehr Stress. Die richtige Antwort aber ist die, die deinem Instikt folgt … und manchmal braucht das einfach ein, zwei Anläufe mehr um sie zu finden.

Habt ihr Probleme bei Entscheidungsfragen? Und was hilft euch dabei sie zu klären?

Drama, Baby!

IMG_20150214_171450Erst kürzlich hatte ich einen Disput mit einer wirklich guten Freundin. Das heißt, bevor es dazu gekommen ist, herrschte erst mal zwei Wochen Funkstille, weil weder die eine noch die andere von uns das Thema auf den Tisch brachte. Ich meinerseits war leicht verstimmt, weil sie sich nicht mehr meldete und sah überhaupt nicht ein, warum ich diejenige welche sein sollte. Sie hingegen hatte wirklich etwas auf dem Herzen, was sie beschäftigte. Wenn es um Probleme derart geht, fühle ich mich immer total unter Druck gesetzt. Sie rauben mir den Schlaf, weil die Gedanken darum in meinem Hirn Achterbahn fahren. Ich bin schon immer dafür gewesen, das Unausgesprochene schnellst möglich an die Luft zu bringen. Es mag Menschen geben, die Konfrontationen lieber aus dem Weg gehen, in der Hoffnung, dass sich die Probleme irgendwann von allein bereinigen. Ich denke aber, dass sie auf irgendeine Art und Weise zwischen den Beteiligten bestehen bleiben und so nachhaltig das Beziehungsverhältnis beeinträchtigen.

Wie also geht man am besten mit solchen Konflikten um?

IMG_20150214_171404Zunächst sollte wenigstens einer den ersten Schritt unternehmen und ein Gespräch initiieren. Erwachsen zu sein und sich ein Herz zu fassen heißt nicht, dass man das Problem bei der nächstbesten Gelegenheit ins Gesicht geschleudert bekommen möchte! Viel mehr geht es darum, das Thema subtil anzusprechen. Ein Treffen dafür zu vereinbaren scheint die beste Möglichkeit um beiden Parteien einen Raum frei von emotionalem Balast zu geben.

Womit wir zum nächsten Punkt kommen: das persönliche Gespräch. Aus Erfahrung weiß ich, dass Konflikte sich schlecht per WhatsApp klären lassen – wie schnell werden Textnachrichten anders interpretiert als sie tatsächlich gemeint sind, weil so viele Aspekte der non-verbalen Kommunikation fehlen. Selbst ein Telefonat verschluckt Mimik und Gestik. Der beste Weg ein ernstes Thema anzugehen ist von Angesicht zu Angesicht.

Steht der Termin erst einmal, ist es wichtig ruhig zu bleiben. Natürlich bringen Auseinandersetzungen auch immer eine Reihe von Emotionen mit sich – Ärger, Enttäuschung, manchmal Verzweiflung. Keiner will aber von einer aufgebrachten Furie beschimpft werden! Sich im Vorfeld genau zu überlegen welche Punkte man vertreten will, hilft diese Emotionen außen vor zu lassen und schafft Platz für eine angenehme Atmosphäre, bei der offen und ehrlich miteinander gesprochen werden kann. Anschuldigungen, die nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun haben, gehören ebenso wenig in diesen emotionsfreien Raum.

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Eine der größten Hürden in einem solchen Gespräch scheint manchmal die Einsicht etwas falsch gemacht zu haben. Oft fällt es leichter Fehler zuzugeben, wenn auch der Gesprächspartner Einsicht zeigt. Nur, weil man etwas falsch gemacht hat, heißt das noch lange nicht, dass man Verantwortung für den ganzen Konflikt trägt – dazu gehören immer zwei Seiten – und es macht einen noch lange nicht zu einem schlechten Menschen. Ganz im Gegenteil: es zeigt, dass man sich der Gesamtsituation bewusst ist und Verständnis aufbringt.

Es nutzt dabei allerdings nichts nur zu sagen, was der andere vermutlich hören möchte. Bei Konflikten habe ich gemerkt, dass manchmal meine eigenen Krisenpunkte in den Hintergrund treten, weil ich so sehr bemüht bin mich zu entschuldigen, schnell wieder Friede, Freude, Eierkuchen zu schließen. Um nicht unzufrieden aus der Sache herauszugehen, ist es also wichtig auch die eigenen Bedürfnisse anzusprechen. 

Am Ende der Konversation sollte zudem immer klar sein, wie es weiter geht – bedarf das Thema einer Pause, anschließend eines neuen Gespräches oder verabredet ihr euch für Mittwochnachmittag zum Kaffee? Nicht zu wissen, was als nächstes passiert, ist für keine Beziehung förderlich. Ließ sich der Konflikt bereinigen und alles ist am Ende gut, ist es schön ein leichteres Thema anzuschlagen, ein wenig zusammen zu lachen, sich vielleicht zu umarmen.
Wir haben nach zwei Wochen Sendpause wieder regelmäßig Kontakt und auch der Kaffee mittwochnachmittags schmeckt genauso gut wie vor unserem Unfrieden, vielleicht sogar noch ein bisschen besser.

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