Liebe Woche: Christmas Roundup

Nach dem es in den letzten Tagen schon genug Favoriten von mir zu sehen gab, möchte ich diesem Sonntags-Post eine kleines Weihnachts-Resümee widmen.

IMG_20151212_184731Ich habe versucht die Kamera häufiger auf ein paar schöne Motive zu richten, aber wie  wohl bei den meisten ist Weihnachten die Zeit für Familie und Freunde und denen schenkt man gerne mehr Aufmerksamkeit als der eigenen Kamera. Und das ist auch gut so.
Eine richtige Weihnachtstradition haben wir an sich nicht, aber trotzdem ist es jedes Jahr das Gleiche – das hat sich auch in den vier Jahren, die ich Weihnachten wegen der Arbeit nicht mehr zuhause verbringen konnte, nicht geändert. Es kommt, wer kommen kann und mag, denn Essen gibt es immer genug für alle.

IMG_20151212_184708.jpgDen vierundzwanzigsten starten wir alle mit einem frühen Frühstück, bevor der Baum von meinem Papa aufgestellt und mit Lichterketten behangen wird. Meine Mama schmückt den Baum jedes Jahr ein bisschen anders und wenn wir zu Besuch sind, helfen meine Schwester und ich natürlich mit.
Den restlichen Vormittag bis frühen Nachmittag nutzt jeder wie er mag und es braucht und das heißt für mich, meine besten Freunde in der Stadt zu treffen. Wenn alle fertig, wieder zu hause sind und es sich gemütlich gemacht haben, bereiten wir zusammen das Essen vor.

IMG_20151212_184445Es gibt verschiedenes Brot und Aufstriche sowie belegte Baguette und Pickles, gefolgt von Kuchen (Apfel-Streusel), anderen Süßigkeiten und der Bescherung. Das kann sich eine Weile ziehen bis wir meistens auf die Couch wechseln und irgendwann alle schlafen gehen. IMG_20151212_184434

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IMG_20151212_184553Ich habe die Weihnachtstage wirklich sehr genossen und hoffe ihr hattet auch ein besinnliches und schönes Fest.

Wie habt ihr Weihnachten verbracht – habt ihr feste Traditionen oder läuft es jedes Jahr anders?

K3 – Karfreitag, Kirche … Käsekuchen

IMG_20150403_135648_editDass der Osterhase zu Ostern Eier versteckt kann man als kindliche Erzählung abtun oder als traditionellen Brauch werten. Wie aber kam Meister Lampe eigentlich zu diesem Job?

Der Allgemeinheit dürfte bekannt sein, dass mit Karfreitag der Kreuzigung Jesu Christi gedacht wird (daher auch der ableitende Name von „kara“ der Klage/Trauer/ Kummer). Nach Karfreitag endet mit dem Ostersonntag als Auferstehungstag des Erlösers zudem die vorangegangene Fastenzeit, die vierzig Tage bis zum letzten Sonntag vor Ostern, dem Palmsonntag, einschließlich der Karwoche dazwischen, dauert. Während dieser abstinenten Zeit verzichten gläubige Katholiken neben Süßigkeiten und Alkohol unter anderem auch auf Fleisch- und Milchspeisen. Im früheren Mittelalter verzichteten sie auf jegliche tierische Produkte wie zum Beispiel auch Eier. Da die biologische Uhr eines Huhns jedoch wenig beeinflusst von einer solchen Enthaltsamkeit ist, legten die Federviecher ihre Eier fleißig weiter. Die waren als Lebensmittel viel zu kostbar um sie verkommen zu lassen, also wurden sie gekocht um sie bis zum Ende der österlichen Fastenzeit haltbar zu machen – denn Kühlschränke gab es wie die Elektrizität damals nicht. IMG_20150403_140223Später kam auch die Farbe ins Spiel: um die rohen Eier von den gekochten unterscheiden zu können, wurden diese rot eingefärbt. Zusätzlich wurden die Eier, die während der Karwoche gelegt wurden, außerdem geweiht und verschenkt. Die ursprünglich funktionelle Tradition des Eiereinfärbens ist bis heute erhalten geblieben und wird sogar auf die bunten Alu- und Folienverpackungen von Schokoladeneiern übertragen. IMG_20150403_140402Da ich mich pflanzlich basiert ernähre und zum größten Teil auf tierische Produkte verzichte, kam mir eine Abstinenz von Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten etwas witzlos vor … ich habe mir dagegen für die vierzigtägige Fastenzeit ein Konsum- und Alkoholverbot auferlegt – und bis jetzt auch eingehalten. Nicht, dass ich mich nicht auf den ersten Shopping-Bummel nach Ostern freue, zumal mit besser werdendem Wetter auch die Lust auf frühlingshafte Kleidung steigt, nicht wahr?! IMG_20150403_140424_edit_editHeutzutage sind wir ohnehin nicht mehr von den Eiern der Hühner abhängig und dank umfangreicher Studien über Cholesterin und dem Wissen, den eine pflanzliche Ernährung bietet, darf ich heute einen Käsekuchen präsentieren, der ganz ohne Ei- und Milchprodukte auskommt. Vom Schutz der kleinen Häschen und Küken mal abgesehen, kommt der so nah an das Original ran, dass mein lieber Vater (der normalerweise so gar nicht für Sojaprodukte zu haben ist) anerkennend sein Gefallen daran bekundet hat, als ich ihn zu Weihnachten bereitete.

Rezept
Für den Boden:
6 gehäufte Esslöffel Mehl
3 gehäufte Esslöffel Zucker
ca. 2 Esslöffel Backkakao
3 gehäufte Esslöffel Margarine

Zu einem krümmeligen Teil verarbeiten, anschließend in eine Springform (20 cm Ø) drücken, dabei einen kleinen Rand ziehen.

Für die Käsemasse:
120 Gramm geschmolzene, leicht abgekühlte Margarine
80 Gramm Zucker
Abrieb einer unbehandelten Zitrone
40 Gramm (entspricht einem Päckchen) Vanillepudding-Pulver 600 Gramm Seidentofu (die Flüssigkeit aus der Verpackung sollte gut abgetropft sein!)

Alle Zutaten gut mit einem Pürrierstab mixen. Anschließend auf den vorbereiteten Boden geben und bei 170 °C (Umluft) circa 1 Stunde backen – Holzstäbchenprobe machen, um gegen Ende der Backzeit die Festigkeit des Kuchens zu prüfen: das Stäbchen sollte sauber sein beim herausziehen. Der Kuchen sollte vollständig ausgekühlt sein, am besten schmeckt er am nächsten Tag!

Sehr gut passt zum Kuchen eine Fruchtsauce, zum Beispiel aus Himbeeren oder Blaubeeren. Super auch, direkt Blaubeeren mit hineinzubacken. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. IMG_20150403_100854IMG_20150403_100918

Hinsichtlich des zweitägigen großen Essens bis hin zum Osterbrunch hoffe ich, dass sich die Feiertage in euren Küchen nicht als Stressfaktor breit machen und einer frühjährlichen Weihnachtsvariante zu gleichen drohen. Vor allem, wenn es nochmal zu schneien beginnt … Zum Glück sorgt die Kälte im Kühlschrank bei den beliebten Schokohasen tendenziell für eine verlängerte Haltbarkeit – wenn sie nicht vorher vernascht werden.

Ich hoffe ihr könnt es ruhig angehen lassen, genießt die Zeit mit der Familie an den freien Tagen.