The Weekender: Merry Christmas Everyone

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Kaffeetafel mit veganem Quarkstollen-Kuchen, das Rezept gab es hier schon letztes Jahr.

 

Frohe Weihnachten ihr Lieben! Ich hoffe ihr hattet alle einen besinnlichen Heiligenabend im Kreise eurer Liebsten.
Für meinen Teil kann ich sagen, dass ich den gestrigen Tag wirklich sehr genossen habe.

Am Morgen noch habe ich in meinem gemütlichen Weihnachtslook auf dem Heimweg zu meiner Familie nach Berlin den wunderbaren Beitrag von Ju über die Erhlichkeit im Leben gelesen und merkte an dieser Stelle, wie glücklich ich sein darf, in einer Familie aufgewachsen zu sein, in der Konsum nie an erster Stelle stand.
Und auch heute noch geht es darum, dass wir alle zusammen kommen – ein besonderes Geschenk, wenn man bedenkt, dass ich seit 7 Jahren nicht mehr mit der Familie feiern konnte.

Das Leben aber hat uns gerade in diesem Jahr gezeigt, wie kostbar es ist und wieviel Wert im Gegensatz zu materiellen Dingen. Zeit ist kostbar, jede Sekunde ist es, jeder Moment, selbst wenn wir mal traurig sind. Nutzt die Zeit, die ihr auf Erden habt, sinnvoll, denn sie ist viel zu kurz.

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Und sehr viel mehr soll es an dieser Stelle heute auch gar nicht von mir geben.
Ich wünsche euch wundervolle Weihnachtstage mit euren Liebsten!
Alles Liebe!

Kürbis 2.0 – Marbled Pumpkin Spice Brownie

Bevor der Herbst sich allzu schnell dem Ende neigt (Tendenzen zu frostigen Temperaturen und wirklich ungemütlich-feuchtem Wetter zeigten sich dieser Tage ja schon) musste ich die Kürbis-Saison nochmal voll auskosten, denn das orange-rote Gemüse ist definitiv einer meiner liebsten Herbst-Favoriten!IMG_20151025_165838 - Kopie

Nachdem ich in meinen herbstlichen DIY’s bereits Pumpkin Spice Blondies gezeigt und das Rezept verraten habe, versuchte ich mich auch an einer schokoladigen Version. Herausgekommen ist dabei der marmorierte Blondie-Brownie – und mal ehrlich, was gibt es besseres, als Brownie und Blondie in einem und dann auch noch mit spiced Pumpkin-Geschmack?

IMG_20151018_171419 - KopieDas Rezept ist genauso einfach und schnell nachgemacht, denn man benötigt nur den Grundteig und eine kleine Abwandlung:

Zutaten:
Etwa 150 – 200 Gramm Püree vom Hokkaido oder Butternutkürbis
170 Gramm geschmolzene Magarine
Etwa 100 Milliliter (Pflanzen-) Milch (alternativ: Wasser mit Kohlensäure)
350 Gramm Zucker
450 Gramm Mehl
1 Teelöffel Backpulver
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
1 Teelöffel Zimt, ½ Teelöffel Muskat, Vanille, 1 Prise Salz
Etwa 3 Esslöffel Back-Kakao, ggf. etwas Wasser mit Kohlensäure

So geht’s:
Kürbispüree, Magarine und (Pflanzen-) Milch miteinander vermengen; ebenso in einer separaten (größeren) Schüssel Zucker, Mehl, Gewürze, Backpulver und Puddingpulver mischen.
Die Kürbismasse in die trockenen Zutaten geben und miteinander verrühren. Der Teig ist sehr zäh und dick; bei Bedarf noch etwas kohlensäurehaltiges Wasser dazu geben.
Die Hälfte des Kürbisteiges in eine mit Backpapier ausgelegte Brownieform füllen. In die andere Hälfte des Teiges nun den Kakao einrühren und gegebenenfalls etwas kohlensäurehaltiges Wasser unterrühren, falls der Teig zu zäh geworden ist.
Den Brownie-Teig auf den Blondie-Teig geben und beide Teigsorten mit einer Gabel oder einem Messer miteinanderer vermengen, sodass eine leichte Marmorierung entsteht (Achtung: nicht übertreiben, sonst wird der Teig nur hellbraun!).

IMG_20151025_165855Im vorgeheizten Ofen bei 170- 175 Grad Umluft etwa 40- 50 Minuten backen.
Stäbchenprobe: der Teig darf noch etwas feucht sein, sollte aber nicht mehr kleben.

Dazu passt auch sehr gut eine Schokoglasur aus erhitzer Zartbitterschokolade und einem kleinen Schuss (Pflanzen-) Milch … auch Kürbiskerne, die oben auf den Teig gestreut und mitgebacken werden, sind sehr lecker! Guten Appetit also beim Nachbacken – ich freue mich über Verlinkungen via Instagram @liebewasist! IMG_20151025_165909

Seit ihr noch voll in Kürbis-Stimmung? Welches Obst oder Gemüse kommt als nächstes auf euren Speiseplan?

Äpfel, Kürbis, Zimt … herbstliche DIY-Triologie zum vernaschen

IMG_20151018_171419Auch wenn der Oktober bisher eher kühl und gar nicht so golden daher kam, wie die meisten es sich vielleicht vorgestellt haben, fand ich diesen Monat bisher richtig gut – ist eben auch einer meiner Lieblingsmonate. Zwar vermisse ich die Sonne doch sehr und zu gerne würde ich noch ein paar Stunden auf dem Balkon genießen, kann aber dem rauen Herbstwetter auch etwas abgewinnen. Denn wann schmecken Tee, Kaffee und Kuchen besser, als zuhause in der heimischen Kuschelecke? Am besten mit einem guten Buch, Musik oder einen schönen Film! Und daher gibt es hier auch einige Do it yourself’s, die sich definitiv lohnen nachzumachen.

IMG_20151018_171439① Pumpkin Spice Blondies
Bei Brownies werde ich wirklich schwach. Ich bin dem leicht zäh-klebrig-karamelligen Teig, den man wohl am besten mit fudgy und gooey beschreiben kann, einfach verfallen. Das Pendant zu den quadratischen braunen Kuchenstückchen ist der Blondie. Und weil ich von der süßen Pumpkin Spice Latte des Kaffee-Riesen inspiriert war, habe ich kurzerhand ein Pumpkinbread- und ein basic Blondie-Rezept in einen Topf geworfen und daraus eine Kürbis-Blondie-Variation kreiert:

IMG_20151018_171610Zutaten:
Etwa 150 – 200 Gramm Püree vom Hokkaido oder Butternutkürbis (-> dafür Kürbis beispielsweise im Ofen garen)
170 Gramm geschmolzene Magarine
Etwa 100 Milliliter (Pflanzen-) Milch (alternativ: Wasser mit Kohlensäure)
350 Gramm Zucker
450 Gramm Mehl
1 Teelöffel Backpulver
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
1 Teelöffel Zimt, ½ Teelöffel Muskat, Vanille, 1 Prise Salz

So geht’s:
Kürbispüree, Magarine und (Pflanzen-) Milch miteinander vermengen; ebenso in einer separaten (größeren) Schüssel Zucker, Mehl, Gewürze, Backpulver und Puddingpulver mischen.
Die Kürbismasse in die trockenen Zutaten geben und miteinander verrühren. Der Teig ist sehr zäh und dick; bei Bedarf noch etwas kohlensäurehaltiges Wasser dazu geben.
Den Blondieteig in eine mit Backpapier ausgelegte Brownieform füllen und im vorgeheizten Ofen bei 170- 175 Grad Umluft etwa 40- 50 Minuten backen – Stäbchenprobe: der Teig darf noch etwas feucht sein, sollte aber nicht mehr kleben.

IMG_20151021_132443② Pumpkin Spice Latte
Passend dazu gibt es eine würzige Kübis-Latte (klingt doof, ist aber so). Was ich an der selbstgemachten Latte so gern mag ist, dass man Süße und Würze selber bestimmen kann.

IMG_20151021_132454Für die Pumpkin Spice Latte kann man wahlweise übrig gebliebenes Kürbispüree (zum Beispiel vom Blondies-Backen) nehmen oder, für die ganz schnelle Alternative einfach ein Gläschen Kürbis-Babybrei benutzen (der Babybrei ist nämlich nicht gesalzen und besteht nur aus Kürbis und etwas Wasser):
Etwa 100- 150 Milliliter (Pflanzen-) Milch zusammen mit 2- 3 Teelöffel Kürbispüree, Zimt, Vanille und Zucker (oder einer Süßungsalternative/ je nach Geschmack) in einem kleinen Topf erhitzen (nicht kochen!). In ein entsprechendes Gefäß füllen, auschäumen und einen guten Kaffee oder Espresso eingießen.

IMG_20151021_131501③ Apple Pie Latte
Mein letztes DIY ist seit einigen Jahren ein Favorit unter den spiced Lattes. Auch ihn gab es, soweit ich mich erinnern kann, vor längerer Zeit zum Herbst bei Starbucks. Schmeckt nach Apfelkuchen zum Kaffee!

240 Milliliter naturtrüben Apfelsaft mit 100- 120 Gramm Zucker sowie Zimt, Vanille und Muskat zu einem Sirup aufkochen.
Für die Apple Pie Latte, je nach Geschmack, etwa 3 Teelöffel Sirup in die heiße, aufgeschäumte (Pflanzen-) Milch geben und mit Kaffee/ Espresso auffüllen.
Der Sirup hält sich 1- 2 Wochen im Kühlschrank; wenn man ihn direkt in saubere, heiß ausgespülte Einmachgläser abfüllt, hält er sich ungeöffnet wie Marmelade auch über ein Jahr.

IMG_20151021_131451Ich könnte mir gut vorstellen, dass wir noch einige schöne Tage im November abbekommen – das zumindest sagt der Hundertjährige Kalender für den Anfang des Monats voraus.
Wenn ihr eines (oder mehrere) DIY’s nachmacht, würde ich mich freuen, wenn ihr mich dazu via Instagram taggt: @liebewasist.

Welche Heißgetränke bevorzugt ihr in den kühleren Jahreszeiten? Welche Naschereien kommen bei euch auf den Kaffeetisch?

Zwetschgenkuchen, nicht Datschi

Und es geht hier weiter festlich in den Herbst: am Sonntag habe ich bereits verraten, dass ich ein altes Rezept meiner Ma ausprobiert habe; ein Rezept für Zwetschgenkuchen nämlich.

IMG_20150920_181201Über Pflaumen und Zwetschgen und vor allem dem Mus und Kuchen, die daraus gemacht werden, lässt sich nun vermutlich streiten. Im Süden heißt er Zwetschgendatschi, weiter östlich ist es der Pflaumenkuchen. Und dabei unterscheidet sich der Belag genauso wie sein kuchenhaftes Unterbett voneinander wie Äpfel und Birnen. Die echte Zwetschge ist im eigentlichen Sinne nämlich eine ganz bestimmte Pflaumenart, eine viel kleinere und leicht säuerlich schmeckende, die sich deshalb hervorragend als Kuchenbelag eignet. Während die allgemeinen Kulturpflaumen sehr süß schmecken.
IMG_20150920_181218Spätestens bei der Kuchenart trifft man aber auf sehr regionale Unterschiede. Denn die „normale“ Gartenpflaume kommt meistens auf einem „normalen“ Kuchen daher, der in der Regel aus einem Mürbeteigboden besteht. Die feine Zwetschge aber macht es sich lieber auf einem weichen, warmen Hefeteig, dem Datschi, gemütlich.

IMG_20150922_161016Und wie auch meine Mutter und ihre Mutter schon fanden, hielt der eine das feine Obst zwar lange saftig, war aber auch schwer und fettig; der Datschi wiederum wurde schnell trocken. Um sich quasi die „Rosinen“ im Kuchen herauspicken zu können, entstand so ein ganz eigenes Rezept: ein feiner Rührteig auf dem sie die Zwetschgen aneinander reihten und ihnen ein Krönchen aus knusprigen Streuseln aufsetzten.
Weil auch ich meinen „Senf“ zu dieser Kuchen-Debatte dazugeben wollte, kommt die Zwetschge noch mit einem Begleiter unter die Haube.

IMG_20150920_181237(Für eine 16- 20 cm große Kuchenform)
Streusel:
8 gehäufte Esslöffel Mehl, 4 gehäufte Esslöffel Zucker, 4 gute Esslöffel Magarine und 2 gute Hand voll zerkleinerte Walnüsse miteinander zu Streuseln vermengen.

Rührteig:
120 Gramm Zucker, 175 Milliliter (Pflanzen-) Milch, 75 Milliliter Pflanzenöl cremig rühren und anschließend 180 Gramm Mehl, 1/2 Päckchen Vanillepuddingpulver, einen gestrichenen Teelöffel Backpulver und ein Prise Salz einrühren.

Den Rührteig in eine mit Backpapier ausgelegte Form (hier 16 x 16 cm Brownieform) füllen. Darauf ca. 8 halbierte Zwetschgen verteilen, ebenso wie die beiseite gestellten Streusel.
Bei 170 Grad ca. 40 Minuten backen.

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Dirndl – Anna Field/ Riemchenpumps – Tamaris/ Nagellack – Essie „Happy wife Happy life“

Die Streusel statt mit Walnüssen mit Kürbiskernen zu verfeinern, ist übrigens auch eine sehr leckere Alternative!

Wie genießt ihr Pflaumen am liebsten? Und steht ihr auf der Seite des Zwetschgendatschi oder des Pflaumenkuchens?

Gib dem Affen Zucker! Chunky-Monkey-Brownies!

Bananen im Kuchen sind wunderbar! Sie sorgen für eine ganz besondere Konsistenz, lockern ihn zum Beispiel auf, wie im Bananenkuchen oder machen ihn gooey, wie die Amerikaner sagen – das, was man von einem guten Brownie erwartet: ein perfektes Zusammenspiel aus Klebrigkeit, Vollmundigkeit und Schmelz. Und selbst Menschen, die Bananen (zumindest im rohen Zustand) nicht mögen, finden sie in verbackener Form appetitlich, weil sie das Gebäck mit einer vanille-artigen Note unterstreichen.

IMG_20150502_102922_editDie Baumfrucht, altertümlich auch Paradisfeige genannt, enthält eine ideale Mischung aus Kohlehydraten, die den Körper schnell mit Energie versorgen und Mineralstoffem wie Kalium und Magnesium, die gut für die reibungslose Funktion der Muskeln sind. Außerdem kurbeln die Kohlehydrate über ein kompliziertes Wechselspiel mit Aminosäuren im Gehirn die Produktion von Serotonin an – gute Laune in gelber Verpackung also!DSCF0332.1Weitere Mineralstoffe wie Eisen, Fluor, Kupfer, Vitamin E und C, Beta-Carotin und alle acht lebenswichtigen Aminosäuren machen das gelbe Kraftpaket zu einem wahren Superfood … reif sind sie übrigens erst, wenn sie schon braune Punkte, wie ein Tiger haben – dann erst hat sich die Stärke in Zucker umgewandelt, die Frucht wird schön süß und sehr leicht verdaulich.
Ich finde das sind genug Gründe um der Banane häufiger den Vorzug in Kuchen und Co. zu geben!

IMG_20150522_102419_editDas Rezept:
220 Gramm Zucker, am besten eine Mischung aus Rohrohrzucker und weißem Zucker
350 Milliliter Sojamilch
175 Milliliter Pflanzenöl, neutral
2 sehr reife Bananen, grob mit der Gabel zermatscht
360 Gramm Mehl
40 Gramm Vanillepuddingpulver (entspricht einem Päckchen)
1 Teelöffel Backpulver oder Natron
1 Prise Salz
ca. 2- 4 Esslöffel Kakao
100 Gramm Walnüsse, grob gehackt

Zucker, Öl und Pflanzenmilch mit den Bananen verrühren.
Mehl einsieben, sowie Puddingpulver, Backpulver/ Natron und Salz dazugeben und mit dem Schneebesen oder Handrührgerät vermengen. Den Kakao einrühren, bis ein schöner, dunkler Schokoteig entsteht. Die Walnüsse unterheben. Den Teig in eine mit Backpapier ausgekleidete Brownieform geben.
Bei ca. 190 °C je nach Ofen 20- 35 Minuten backen. Stäbchenprobe machen: der Teig darf noch etwas klebrig sein, aber nicht mehr feucht. Den Kuchen bei ausgeschaltetem Ofen mit geöffneter Tür abkühlen lassen.

DSCF0336Dass die Banane krumm ist, liegt nebenbei bemerkt daran, dass der Fruchtstand beim Wachstum immer schwerer wird und nach unten sinkt, wohingegen die einzelnen Bananenfrüchte der Sonnen entgegen, also nach oben wachsen.

Wie steht es mit euch, seid ihr pro Banane? Was stellt ihr sonst noch mit den gelben Superfrüchten an?

Ein halber Quadratmeter Küche … Bananabread

IMG_20150123_164119Ich mag Bananen eigentlich überhaupt nicht. Ich weiß nicht genau ob es der Geschmack ist, der Geruch oder die Konsistenz, die mich abstößt. In jedem Fall bringe ich es schon seit meiner Kindheit nicht über mich sie zu essen.

Während meiner praktischen Ausbildung musste ich für einige Zeit mit einem zehn Quadratmeter großen Wohnheimzimmer Vorlieb nehmen. Bett, Tisch, Stuhl und ein Wandschrank hatten darin Platz, wenn man sich noch einmal im Kreis drehen wollte. Ich schaffte es noch einen kleinen quadratischen Kühlschrank und einen elektronischen Grillofen unterzubringen, damit waren alle kulinarischen Möglichkeiten ausgereizt. Viel Platz bot der Ofen nicht, aber er buk jeden Abend zuverlässig mein Brot auf.

Als Tochter einer gelernten Köchin, die nebenbei auch noch fantastische Kuchen zubereitete, lernte ich früh was Butter, Zucker und Mehl für einen Variationsreichtum boten. Im Zusammenspiel unterschiedlicher Mengen dieser Basiszutaten resultierten so viele verschiedene Kuchen, Kekse und Törtchen. Kuchen zu backen ist eine Wissenschaft: jedes Detail, von der Technik wie man den Teig rührt bis zur Mehlsorte, die verwendet wird, macht einen Unterschied. Eine Prise Salz im Schokoladenkuchen lässt ihn singen, ein Hauch Zimt zaubert Weihnachten in eine Keks.

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Während der Zeit im Wohnheim habe ich an den Wochenenden häufig Kollegen auf der Arbeit besucht um mit ihnen die Pause zu verbringen und zu quatschen. Mit den Jahren an Lebenserfahrung, die sie mir voraus hatten, sprachen wir viel über den Arbeitsalltag, aber auch über privates. Eine sehr liebe Kollegin erzählte mir gern von ihren vielen Reisen. So zum Bespiel über Sydney. Sie erwähnte Kängurus, Koalas, das Australian Ballet im Sydney Opera House, Barbecues und Bananenbrot. Was ich wohl mit ihr gemein hatte, war die Abneigung gegen Bananen … ihre Konsistenz, der Geruch, der Geschmack. Doch das australische Bananabread hatte es ihr so angetan, dass es mitunter ein Grund war, noch einmal nach Down-Under zu reisen. Aufgebacken mit einem Stück salziger Butter, die darauf zerschmolz … ich musste dieses Brot probieren! Es war nur etwas zu kostspielig dafür gut dreiundzwanzig Stunden Flug in Kauf zunehmen.

Ich durchforstete also das Internet nach meinen Möglichkeiten. Und stieß zu leisem Bedauern nur auf Rezepte und hatte keine Ahnung wie ich die in meiner „Küche“ umsetzen sollte. Ich hatte nicht mal eine Kuchenform! Doch Probleme sind bekanntlich da um gelöst zu werden, also nahm ich Maß an meinem kleinen Elektro-Ofen und marschierte in die Stadt um eine passende Kastenform zu kaufen.

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Das Ergebnis des Rezeptes – das zudem auf Anhieb gelang! – war ein saftig, weicher Kuchen mit einer knusprigen Krume und gerösteten Walnüssen darauf. Wir trafen uns an einem Samstag während ihrer Schicht gegen Nachmittag, setzten uns in den kleinen Aufenthaltsraum neben den Dienstzimmern und krümelten das halbe Brot weg. Ein leicht vanilliges Aroma unterstrich die Süße des klebrigen und zugleich fluffigen Teiges. Er schmeckte nach Bananen. Und er schmeckte gut. Nicht getoastet und auch ohne salzige Butter, kam das Ergebnis dem Original wohl recht nah. In jedem Fall aber kann ich nun behaupten, dass ich Bananen esse.

Das Rezept: IMG_20150123_170635
3 (sehr) reife Bananen
75 Gramm geschmolzene Magarine
160 Gramm Zucker
180 Gramm Mehl
40 Gramm Vanillepudding-Pulver (entspricht einem Päckchen)
1 Teelöffel Backpulver
1 Prise Salz
Nüsse als Topping

Bananen mit einer Gabel zermatschen, leicht abgekühlte Magarine und Zucker damit vermengen. Mehle, Puddingpulver, Backpulver und Salz unterheben. Masse ich eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform geben, Nüsse darauf verteilen.

Bei 170 Grad (Umluft) etwa 40- 50 Minuten backen. Gegen Ende eine Holzstäbchenprobe machen um zu testen ob der Teig durch ist  – er darf noch leicht klebrig, aber nicht mehr feucht sein!

Liebe Woche,

… du hast mich ein Jahr älter werden lassen. Es gab fulminanten Kuchen, natürlich Geschenke und einiges mit auf den Lebensweg. Als Wassermann-Frau hat man es ja nicht immer leicht, wie uns das Jahreshoroskop verriet –  Zeit sich seinen eigenen großen Kuchen zu backen! 

IMG_20150131_135550① Dieser Kuchen darf diese Woche nicht unerwähnt bleiben! Schnapskuchen. Er ist Kindheitserinnerung und Kalorienbombe zugleich, und das gehört an Geburtstagen beides dazu. Das Rezept ist uralt – ein großmütterliches, wenn auch nicht das meiner Großmutter. „Oma-los“, wie ich aufgewachsen bin, wurde es von der Omi einer Sandkasten-Freundin in meine Familie getragen und ist seitdem nicht mehr aus der letzten Januarwoche wegzudenken.

 

10520664_10202740548700583_7711189994833814396_o② Ich liebe die Wiesn und freue mich jedes Jahr wie ein kleines Kind auf den Besuch in München. Die vielen bunten Farbtupfen der Trachten, die Flechtfrisuren und Blumen im Haar. Eines der schönsten Geschenke, das ich dieses Jahr bekommen habe, ist ein Gutschein von meiner lieben Schwester für ein maßgeschneidertes Dirndl. Ich habe bereits zwei „von der Stange“ im Kleiderschrank hängen, dieses wird wohl aber ein Hingucker werden … mir schwebt etwas in Blau-, Grün- und Cremetönen vor.

 
IMG_20150130_175501③ Das Glück deen Ehrentag im Kreise der Familie verbringen zu dürfen, habe ich diese Woche besonders genossen – ganz entspannt zusammen kochen, ein Gläschen Wein genießen und einfach beisammen sitzen. Vielleicht bin ich wirklich „alt“ geworden. Oder die Prioritäten haben sich verschoben. In jedem Fall war es schön, sich auf die wichtigen Dinge des Lebens zu besinnen.

Die ganze große Party steigt dann in zwei Wochen mit Freunden und Kollegen.