Liebe Woche: #shadeson

Ich hoffe, bei euch ist auch endlich der Frühling angekommen. Im Moment kann man sich ja doch auch endlich wieder mal ohne dicken Mantel und Boots an die Frischluft trauen – so zumindest am Rhein in der vergangenen Woche. Sogar ein paar schöne Sonnenstunden haben wir hier abbekommen!

IMG_20160403_095525.jpgIch habe diese kurze Woche vor allem für den Frühjahrsputz genutzt: Kleiderschrank ausmisten, Bürokram durchsortieren, den Boden und das Bad, die Küche mal wieder richtig tiefenrein schrubben. Und vor allem, den Balkon auf Vordermann bringen!
Mit tatkräftiger Unterstützung von meiner lieben Ma wurde auch hier der Boden geschrubbt und auch das Geländer. Und natürlich durften jede Menge neuer Pflanzen einziehen. Das Ergebnis ist noch nicht ganz fertig, aber mit meinen Kräutertöpfchen, den kleinen Babysalatpflanzen und den Stiefermütterchen bin ich schon ganz glücklich. Bald sollen noch Lavendel und ein schöner blauer Hortensienstrauch folgen. Ich mag ein zartes Frühlingsblau-Violett dieses Jahr auf meiner acht Quadratmeter-Oase sehr gerne. Dazu ein paar Textilien in blau und weiß, vielleicht auch ein wenig mint, auf den Balkonmöbeln … ich kann mir mein Balkonien schon ganz gut bildlich vorstellen. Ganz soweit ist es aber leider doch noch nicht.
Zu meiner frühlingshaften Stimmung passen aber diese Woche auch meine Favoriten:

IMG_20160403_095551.jpg① Allen voran stehen natürlich meine kleinen Stiefmütterchen, die hier auch exemplarisch für die Balkonumgestaltung stehen. Sie schauen jetzt immer zum Fenster herein, wenn ich an meinem Schreibtisch sitze und zum Beispiel für euch Blogbeiträge tippe oder Kommentare beantworte. So also auch jetzt. Und ich finde, man hat direkt ein so positives Gefühl bei der Arbeit. So gerne ich Tulpen in meinem Appartement auch habe, die Blumen im Topf, wo sie noch in der Erde stecken und an der frischen Luft stehen, mag ich deutliche lieber.

IMG_20160403_095806.jpg② Kurz vor Ostern brachte Essie die Frühlingskollektion „Lounge Lover“ heraus. Ihr kennt mich, ich konnte natürlich nicht wiederstehen! Mit in das Einkaufskörbchen durfte der wunderbare Lilaton „Shades On“, der nun hervorragend zu meinen Stiefmütterchen passt – oder passen die Stiefmütterchen so gut zum Lack? Ich habe ihn diese Woche auf jeden Fall sehr gerne getragen und mochte besonders mittelblaue Jeans dazu.
Essie „Shades On“ aus der „Lounge Lover“- Frühlingskollektion, ca. 8 Euro

IMG_20160403_095701.jpg③ Und zu guter Letzt durfte bei den ersten Sonnenstrahlen auch meine neue Sonnenbrille ausgeführt werden. Jahrelang habe ich ein Wayfarer-Modell von Tommy Hilfiger mit einer braunen Tortoiseshell-Fassung getragen und sie geliebt, auch wegen ihrer Gläserstärken bei meiner Weitsichtigkeit. Accessoires aber können ein Outfit so gut verwandeln, wie ihr vielleicht im Outfitpost von Freitag gesehen habt. Immer ein und dieselbe Sonnenbrille kann also ganz schön eintönig sein. Die rosa-farbene „Hey Macarena“ von Le Specs mit den silber verspiegelten Gläsern ist ein schöner Kontrast dagegen. Außerdem bin ich sehr glücklich mal eine Sonnenbrille gefunden zu haben, die meiner eher schmalen Gesichtsform auch steht und nicht direkt von der Nase rutscht.
„Hey Macarena“ Sonnenbrille von Le Specs, ca. 60 Euro

Und damit wünsche ich euch einen sonnigen Start in die neue Woche. Habt ihr Lust mehr von meinem Balkon-Makeover zu sehen, dann lasst es mich in den Kommentaren wissen!

Habt ihr die dicken Jacken und Schuhe auch endlich ganz nach hinten in den Schrank geräumt? Und wie schaut es bei euch mit dem Frühjahrsputz aus?

The Vegan Easter Brunch

Was passt zu Ostern besser als langes Ausschlafennd ein ausgedehntes Frühstück am Sonntag? Ich kann mir jedenfalls nur wenig Schöneres vorstellen, als die Zeit zusammen mit meinem Lieben an einem Tisch zu verbringen, nach Herzenslaune zu schlemmen und einfach mal das Nichts-tun zu genießen.

IMG_20160320_114022.jpgFrüher hätte es auf unserer Frühstückstafel, bunte, hart gekochte Eier, eine riesige Auswahl an Käse und Wurst und wohl viele ungesunde Süßigkeiten gegeben. Doch mittlerweile gibt es so viele pflanzliche Alternativen, da dürfen Hase und Küken gerne weiter an der Möhre mümmeln und Körner picken.
Im letzten Jahr habe ich euch hier ein Rezept für veganen Käsekuchen gepostet. Dieses Jahr bin ich beim Stöbern im Internet auf einige vegane Frühstücksideen gestoßen, die es auf unserem Sonntagsfrühstückstisch geben wird und die ich euch entsprechend verlinkt habe.

IMG_20160320_114121.jpgBrötchenrezepte gibt es im World-Wide-Web zuhauf. Ich war allerdings auf der Suche nach einem Rezept, dass Joghurt (veganen natürlich!) beinhaltet und zudem ein schönes rustikales Ergebnis liefert, als hätte es die Oma selbst gebacken. Bei diesem Rezept habe ich also einfach den Joghurt mit zuckerfreiem Sojajoghurt ersetzt und heraus kamen ein wirklich fluffiger Teig und noch fluffigere Brötchen.
Da ich schon immer ein Süßfrühstücker war, wollte ich dazu unbedingt eine Chia-Marmelade ausprobieren, statt einfach nur ein gekauftes Glas auf den Tisch zu stellen. Unglaublich fruchtig und ohne Zuckerzusatz!

IMG_20160320_114945.jpgFür alle Müsli-Fans am Frühstückstisch gibt es dieses vegane Schoko-Granola mit zarter Kokosnote und viel Nüssen. Hier habe ich es mit Sojajoghurt und der Chia-Marmerlade zu einem Dessert im Glas geschichtet.

IMG_20160320_114152.jpgSo ganz ohne „Eierspeise“ sollte der Brunch doch nicht auskommen. Für den herzhaften Gaumen gibt es daher eine Rührtofu-Variante. Sieht dem Original zum Verwechseln ähnlich, wenn es auch nicht ganz genauso zum Verwechseln schmeckt.

IMG_20160320_070849.jpgUnd zum Schluss habe ich noch einen süßen Quick-Tipp für euch: ich habe aus fertigem, gekauftem Hefeteig mit Ausstechformen diese kleinen Osterlämmer ausgestochen und dann bei 180° C zart goldbraun gebacken. Das geht natürlich auch mit Osterhasen, Ostereiern und allen möglichen anderen Formen, die man zuhause hat.

Ich wünsche euch und euren Lieben wunderbare und genussvolle Ostertage!

Wie verbingt ihr die Ostertage? Was kommt bei euch auf den Tisch?

K3 – Karfreitag, Kirche … Käsekuchen

IMG_20150403_135648_editDass der Osterhase zu Ostern Eier versteckt kann man als kindliche Erzählung abtun oder als traditionellen Brauch werten. Wie aber kam Meister Lampe eigentlich zu diesem Job?

Der Allgemeinheit dürfte bekannt sein, dass mit Karfreitag der Kreuzigung Jesu Christi gedacht wird (daher auch der ableitende Name von „kara“ der Klage/Trauer/ Kummer). Nach Karfreitag endet mit dem Ostersonntag als Auferstehungstag des Erlösers zudem die vorangegangene Fastenzeit, die vierzig Tage bis zum letzten Sonntag vor Ostern, dem Palmsonntag, einschließlich der Karwoche dazwischen, dauert. Während dieser abstinenten Zeit verzichten gläubige Katholiken neben Süßigkeiten und Alkohol unter anderem auch auf Fleisch- und Milchspeisen. Im früheren Mittelalter verzichteten sie auf jegliche tierische Produkte wie zum Beispiel auch Eier. Da die biologische Uhr eines Huhns jedoch wenig beeinflusst von einer solchen Enthaltsamkeit ist, legten die Federviecher ihre Eier fleißig weiter. Die waren als Lebensmittel viel zu kostbar um sie verkommen zu lassen, also wurden sie gekocht um sie bis zum Ende der österlichen Fastenzeit haltbar zu machen – denn Kühlschränke gab es wie die Elektrizität damals nicht. IMG_20150403_140223Später kam auch die Farbe ins Spiel: um die rohen Eier von den gekochten unterscheiden zu können, wurden diese rot eingefärbt. Zusätzlich wurden die Eier, die während der Karwoche gelegt wurden, außerdem geweiht und verschenkt. Die ursprünglich funktionelle Tradition des Eiereinfärbens ist bis heute erhalten geblieben und wird sogar auf die bunten Alu- und Folienverpackungen von Schokoladeneiern übertragen. IMG_20150403_140402Da ich mich pflanzlich basiert ernähre und zum größten Teil auf tierische Produkte verzichte, kam mir eine Abstinenz von Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten etwas witzlos vor … ich habe mir dagegen für die vierzigtägige Fastenzeit ein Konsum- und Alkoholverbot auferlegt – und bis jetzt auch eingehalten. Nicht, dass ich mich nicht auf den ersten Shopping-Bummel nach Ostern freue, zumal mit besser werdendem Wetter auch die Lust auf frühlingshafte Kleidung steigt, nicht wahr?! IMG_20150403_140424_edit_editHeutzutage sind wir ohnehin nicht mehr von den Eiern der Hühner abhängig und dank umfangreicher Studien über Cholesterin und dem Wissen, den eine pflanzliche Ernährung bietet, darf ich heute einen Käsekuchen präsentieren, der ganz ohne Ei- und Milchprodukte auskommt. Vom Schutz der kleinen Häschen und Küken mal abgesehen, kommt der so nah an das Original ran, dass mein lieber Vater (der normalerweise so gar nicht für Sojaprodukte zu haben ist) anerkennend sein Gefallen daran bekundet hat, als ich ihn zu Weihnachten bereitete.

Rezept
Für den Boden:
6 gehäufte Esslöffel Mehl
3 gehäufte Esslöffel Zucker
ca. 2 Esslöffel Backkakao
3 gehäufte Esslöffel Margarine

Zu einem krümmeligen Teil verarbeiten, anschließend in eine Springform (20 cm Ø) drücken, dabei einen kleinen Rand ziehen.

Für die Käsemasse:
120 Gramm geschmolzene, leicht abgekühlte Margarine
80 Gramm Zucker
Abrieb einer unbehandelten Zitrone
40 Gramm (entspricht einem Päckchen) Vanillepudding-Pulver 600 Gramm Seidentofu (die Flüssigkeit aus der Verpackung sollte gut abgetropft sein!)

Alle Zutaten gut mit einem Pürrierstab mixen. Anschließend auf den vorbereiteten Boden geben und bei 170 °C (Umluft) circa 1 Stunde backen – Holzstäbchenprobe machen, um gegen Ende der Backzeit die Festigkeit des Kuchens zu prüfen: das Stäbchen sollte sauber sein beim herausziehen. Der Kuchen sollte vollständig ausgekühlt sein, am besten schmeckt er am nächsten Tag!

Sehr gut passt zum Kuchen eine Fruchtsauce, zum Beispiel aus Himbeeren oder Blaubeeren. Super auch, direkt Blaubeeren mit hineinzubacken. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. IMG_20150403_100854IMG_20150403_100918

Hinsichtlich des zweitägigen großen Essens bis hin zum Osterbrunch hoffe ich, dass sich die Feiertage in euren Küchen nicht als Stressfaktor breit machen und einer frühjährlichen Weihnachtsvariante zu gleichen drohen. Vor allem, wenn es nochmal zu schneien beginnt … Zum Glück sorgt die Kälte im Kühlschrank bei den beliebten Schokohasen tendenziell für eine verlängerte Haltbarkeit – wenn sie nicht vorher vernascht werden.

Ich hoffe ihr könnt es ruhig angehen lassen, genießt die Zeit mit der Familie an den freien Tagen.