Should You Move to Were Your Friends Live and Leave Your Job?

Der bevorstehende Umzug einer lieben Freundin und auch einige Umstände in meinem eigene (Berufs-) Leben haben mich zuletzt über eine ganz bestimmte Frage nachdenken lassen.
Sollte man dort hinziehen, wo die eigene Familie und Freunde wohnen und dafür möglicherweise seinen Job aufgeben? Oder andersrum auch gerfagt: sollte man ein gutes Jobangebot abschlagen, weil das möglicherweise bedeutet, dass man die Stadt und Familie und Freunde verlassen muss?

Ich habe nach meinem Abitur vor gut acht Jahren meine Familie und meine Freunde in Berlin hinter mich gelassen um einen Beruf zu ergreifen – von dem ich zumindest dachte, dass es genau der richtige wäre, aber das ist eine ganz andere Geschichte …
Mit damals Anfang zwanzig war ich jung und ungebunden und super mutig, 550 Kilometer weit entfernt von zuhause allein klar zu kommen. Im Nachhinein war das auch defintitiv eine tolle Entscheidung, die ich um kein Haar bereue. Ich bin wirklich erwachsen geworden in dieser Zeit. Und natürlich blieben mir die Familie und meine wirklich wahren Freunde auch über diese Distanz treu. Außerdem lernte ich neue Menschen in diesem ganz selbstständigen Leben kennen. Menschen, die ich heute aus meinem Leben nicht mehr wegdenken möchte!

Should You Move to Were Your Friends Live and Leave Your Job. Inspiration. Advice, Friendship. NYC. Freepeople. Blogger Liebe was ist 3.jpgDoch wie das im Leben so ist, man hat nicht immer das Glück auf dem beruflichen und privaten Weg 100% gerade ausgehen zu können. Manchmal mag man sich dann wie ein Outsider an einem Ort fühlen, den man eigentlich wie seine eigene Hosentasche kennt. Vielleicht bewirbt man sich für Stellenanzeigen, die einem wie auf den Leib geschneidert scheinen und wagt diesen Schritt doch nicht ganz zu gehen, weil das private Glück damit ins Wanken zu drohen gerät. Oder aber man ist beruflich so unzufrieden und unerfüllt, dass man blindlings eine Stelle annimmt ohne die anderen Konsequenzen adäquat einzuschätzen.

Das Timing bei solchen Entscheidungen scheint irgendwie nie gut zu sein. Doch wann ist die richtige Zeit dafür die eigene Comfort-Zone zu verlassen um andere Möglichkeiten wahrnehmen zu können? Nun, die Wahrheit und Schwierigkeit zugleich bei dieser Frage ist, dass man sie nur für sich selber beantworten kann! Man muss gezielt darüber nachdenken, was aktuell im Leben wichtiger ist: die Karriere oder der sozio-familiäre Backround? Persönlich denke ich, wenn man noch in den Zwanzigern und jung ist, nimmt die Karriere einen höheren Stellenwert ein (und es ist völlig ok, wenn das nicht jeder gleich sieht). Man fängt gerade erst an sich auf den beruflichen Weg zu machen. Freunde und Familie werden einem immer an der Seite stehen – auch wenn das 550 Kilometer weit entfernt sein mag – und es ist ganz normal, dass man es nicht leicht ist, in einer neuen Stadt neue Freunde zu finden; damit ist man auch nicht allein.

Should You Move to Were Your Friends Live and Leave Your Job. Inspiration. Advice, Friendship. NYC. Freepeople. Blogger Liebe was ist 2Und andererseits ist es auch ziemlich normal für Twenty-Somethings zu denken, dass ein Umzug, einem alle Probleme aus der Welt schafft – was eben auch nicht immer so ganz wahr ist.

Die Antwort liegt wieder einmal im eigenen Bauchgefühl: meistens erzählt einem das eigene Gefühl für eine Sache ganz genau was zu tun ist. Es ist zwar nicht einfach, sich nicht von tollen Stellenangeboten beeinflussen zu lassen, aber wenn man an Ort und Stelle für den Moment die genau passende Stelle hat, dann ist es völlig okay, ein „besseres“ Angebot sausen zu lassen. Und genauso sollte man sich (zu-) trauen für eine neues Jobangebot die gewohnten vier Wände zu verlassen – gute Freunde hat man nämlich auch dann noch, wenn man sich nicht fünf mal die Woche sehen kann! Außerdem denke ich, sollte man sich selber nicht darauf reduzieren oder gar dafür schämen „keine Freunde“ zu haben. Es ist nicht einfach neue Freunde außerhalb der gewohnten Umgebung zu finden. Und es ist auch völlig ok, an einem Freitag Abend einfach zu Hause zu bleiben.

Should You Move to Were Your Friends Live and Leave Your Job. Inspiration. Advice, Friendship. NYC. Freepeople. Blogger Liebe was ist 1Schlussendlich ist es wichtig zu wissen, dass alles seine zeitliche Begrenzung hat – nichts ist für immer, schon gar nicht im 21. Jahrhundert, in dem Arbeitsverträge kaum mehr über 24 Monate Laufzeit ausgeschrieben werden! Mit vielen kleinen Schritten zum Ziel wird man Freunde finden, den passenden Beruf oder die richtige Distanz zwischen Leben und Heimat. Es erwartet schließlich keiner von einem, die Antworten auf all die Vielleichts schon zu haben, bevor man es überhaupt ausprobieren konnte.

Würdet ihr für den passenden Job in eine andere Stadt ziehen? Oder würdet ihr andersrum kündigen um näher zu Familie und Freunden ziehen zu können?

Freundschaft auf Distanz – wie man FreundInnen über alle Berge hält

Während ich in Berlin zur Schule ging und aufwuchs, habe ich nie ernsthaft darüber nachgedacht, wo ich nach dem Abitur landen würde. Ich war mir eigentlich immer sicher, dass ich in der Hauptstadt studieren oder aber wenigstens in eine Stadt in der näheren Umgebung ziehen würde, sodass ich Familie und Freunde ganz nah bei mir habe und wir unsere Beziehungen zueinander weiterführen konnten wie zuvor – nur mit eigenen Jobs und Wohnungen. Das Leben macht es einem aber nicht so einfach. Für Studienplätze und Jobs oder manchmal auch einfach der Liebe wegen, zieht es einen in eine andere Stadt, vielleicht auch ein anderes Land. Das hatte ich selbst bei meinen eigenen Eltern gesehen, die sich im Leben nicht dachten einmal ihr eigenes Haus am Berliner Stadtrand zu bauen … Während meine Freundschaften also in Berlin, München und Düsseldorf verwurzelt sind, führe ich inzwischen Fern-Freundschaften und das bereits über mehrere Jahre. Das ist zwar traurige Realität, aber zumindest finde ich diese Freundschaften deutlich einfacher als Fernbeziehungen. Immerhin wurde ich auch Trauzeugin meiner besten Freundin, obwohl wir uns nicht jede Woche sehen können …

IMG_20150603_162602_editDu zu mir, ich zu dir
Sich abwechselnd zu besuchen ist der fairste Weg um sich regelmäßig zu sehen. Je weiter die Entfernung, desto größer ist wahrscheinlich der Abstand zwischen den Treffen. In jedem Fall hilft eine gewisse Routine, ein Regelhaftigkeit in der Folge der Besuche. Innerhalb Deutschlands sind Entfernungen überschaubar, daher empfiehlt sich ein Abstand von maximal drei Monaten. Bei Distanzen über die Landesgrenze hinaus, sollte es machbar sein, dass jeder es wenigestens einmal im Jahr schafft, die Strecke aufzunehmen, zum Beispiel zum Geburtstag. So sieht man sicher immerhin zweimal im Jahr.
IMG_20150602_180450CARE-Pakete
Meine erste Fern-Freundschaft – ich war zehn, als meine Eltern in die große Stadt zogen – überbrückte ich mit Briefen. Es waren sicher zwei die Woche, oft richtig lange, mit kleinen Extras wie selbstgeknüpften Armbändern oder Fotos im Umschlag. Heute mache ich es quasi noch genauso, aber doch mit deutlich mehr Raffinesse. Ein paar von den Keksen, die ich neulich zum ersten mal ausprobiert habe … ihren Lieblingstee … eine von diesen Postkarten, die man in Lokalen und Clubs bei der Toilette bekommt mit einem witzigen Spruch … einen Nagellack, dem sie seit Tagen hinterherjagt, aber in ihrer Stadt nicht mehr bekommt. Es gibt so viele liebevolle Kleinigkeiten, die das Herz der besten Freundin höher schlagen lassen, ja manchmal sogar Freudentränen in die Augen treiben, weil man sich so über diese Geste freuen kann!IMG_20150602_180553_editNur mal ihre Stimme hören
Wenn der Zeitplan es mal wieder nicht zulässt oder die Zeitverschiebung in die Quere kommt, kann es manchmal recht schwer sein sich am Telefon zu erwischen. Die Lösung liegt in der Technik unserer Zeit: Voice Messages! Whatsapp hat wohl inzwischen jeder (selbst ich, die sich bis letzten Oktober noch wehement dagegen wehrte) und es ist so einfach, den kleinen Mikrofon-Button zu drücken und einen lieben Gruß zu versenden oder einfach mal kurz was neues zu erzählen. Das tolle ist, dass die Beste auf der anderen Seite jederzeit auf Play drücken kann.
IMG_20150602_181333_editVirtueller Mädelsabend
Wieder greift das technische Know-How unserer Generation uns unter die Arme: Skype! Hat man sich früher jeden Freitagabend auf ein Glas Wein beim Italiener ums Eck getroffen, findet man bei einer Fern-Freundschaft einfach eine neue passende Mädelszeit und verabredet sich zum videotelefonieren. Das kann so simpel sein, sich beim Abendessen montagabends virtuell Gesellschaft zu leisten oder einen Disneyfilm bei einem Glas Rotwein „zusammen“ zu sehen. Das fühlt sich fast genauso an, wie einer dieser Abende früher …IMG_20150602_181255_editFotografisches Uptdate
Ich bin ein absoluter Fan von Foto Updates! Egal ob ich gerade Einkaufen bin und etwas lustiges sehe oder mir mal wieder nicht über mein Outfit für das Date am Freitagabend klar bin. Selbst, wenn ich neue Bettwäsche gekauft habe oder vom frisch Friseur komme! Fotos zu versenden ist eine tolle Art um der Freundin am anderen Ende das Gefühl zu geben am eigenen Alltag ganz nah dran zu sein. Snapchat funtkioniert da genauso gut.IMG_20150602_181224_editJe öfter, desto besser

Ich finde es außerdem einfacher den Kontakt zu halten, je öfter man sich gegenseitig auf dem Laufenden hält. Jeden Tag oder jeden zweiten Neuigkeiten via Whatsapp, SMS oder auch Instagram miteinander zu teilen, fällt oft deutlich leichter, als alle paar Wochen lange Telefonate zu führen, um die andere auf den Stand der Dinge zu bringen. Man fühlt sich viel näher dran am Geschehen, viel näher bei einander, als würde man immer noch dieselbe Stadt miteinander teilen.

Führt ihr Fern-Freundschaften? Wie haltet ihr den Kontakt zu weit entfernten FreundInnen am besten?