The Weekender : Then and Now

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Da ist er nun, der erste Advent. Dezember steht vor der Tür und Weihnachten ist somit auch zum greifen nah. Die Zeit rennt. Ihr wisst vermutlich genau wovon ich schreibe.
Ich hatte mich schon riesig auf diese vorweihnachtliche Zeit gefreut, denn seit der Sommer endgültig vorbei ist und der Herbst mit mehr schlechtem als sonnigem Wetter aufgewartet hat, war das doch mein einziges Highlight. Bis für mich diese glänzende Zeit aber wirklich beginnt, heißt es immer noch fleißig am Schreibtisch zu sitzen und zu lernen. Denn nächste und übernächste Woche stehen erstmal wieder Prüfungen an der Uni an. 

Ein Jahr zuvor

Wenn ich mich an ein Jahr zuvor zurück erinnere, dem ersten Jahr meines Blogs, dann stellte  genau dieser vorweihnachtliche Dezember eine große Herausforderung für mich dar. Ich hatte erst Mitte Oktober wieder mein Studium aufgenommen und es standen ebenfalls Prüfungen an und am Ende war ich dieser Herausforderung zwischen Uni, Arbeit und Bloggen nicht gewachsen. Schweren Herzens habe ich mich vor einem Jahr entschieden, den Blog nicht wie gewohnt wöchentlich mit drei Beiträgen zu füllen, sondern auf Sparflamme zu fahren. So gab es nur einen kurzen Beitrag an den Adventssonntagen, bis die die Prüfungen geschafft waren. Erst danach konnte ich mit dem Countdown2Christmas die Weihnachtszeit einläuten.

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Solche stilvollen Damenstrümpfe und -Strumpghosen findet ihr im Hudson-Onlineshop – und ihr könnt sie heute bei mir gewinnen. Alle Infos zum Gewinnspiel findet ihr unten.


 

Heute ist es ganz anders.

In diesem Jahr bin ich dieser Herausforderung bereits gewachsen. Es brauchte wohl einfach seine Zeit, bis ich meinen Weg durch diese Situation gefunden haben und ich kann behaupten, es klappt besser denn je. Mein Alltag ist gut organisiert und alles findet seinen Platz und seine Zeit.
Warum ich euch das alles schreibe ist vor allem, dass ich euch Mut machen möchte. Mut machen, nicht aufzugeben, sich auch durch schwierige Situationen zu kämpfen und nicht aufzugeben. Manchmal muss einen Teil seines Lebens ein wenig zurück schrauben, das bedeutet aber nicht, dass man ihn oder dass man überhaupt aufgeben muss!

Wenn ich noch an „früher“ denke, dann fällt noch etwas ein, das dieses Jahr für mich ganz besonders ist. In den vergangenen 7 Jahren habe ich an Weihnachten immer arbeiten müssen, doch dieses Jahr verbringe erstmals wieder zuhause bei meiner Familie. Nicht dass wir in den vergangenen Jahren nicht trotzdem Weihnachten gefeiert hätten, aber eben immer verspätet, meistens im neuen Jahr.
Umso mehr freue ich mich daher, dass für mich am Freitag in zwei Wochen die Vorweihnachtszeit so richtig los geht. Weihnachtsmärkte, gemütliche Filmeabende mit Freundinnen auf der Couch, Plätzchen backen und Glühwein trinken, Geschenke kaufen und liebevoll verpacken. Das ganze Programm eben.

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Followed, liked und kommentiert – Toi, Toi, Toi beim mitmachen!


 

Das erste Advents-Giveaway

Und apropos Geschenke: ich hatte letztens ja noch versprochen, dass es jeden Advent hier ein Giveaway zu gewinnen gibt! Nummer 1 ist am heutigen Sonntag ein ganzes Paket wärmender Strümpfe und Strumphosen von Hudson. Ich bin selber total begeistert von der Qualität der Strumpfhosen und kaufe sie schon seit Jahren. So friert es einen auch nicht, wenn man nochmal die geliebten Slingback-Pumps ausführen möchte.

Hinterlasst mir einfach einen Kommentar. Teilnehmen könnt ihr bis nächsten Samstag, den 3. Dezember um 0:00 Uhr. Der Gewinner wird per Email von mir benachrichtig und bekommt sein Paket dann zugeschickt. Ich wünsche euch allen viel Glück bei der Auslosung und einen wundervollen ersten Advent!

Getting Cozy for the Holidays #Countdown2Christmas

IMG_20151224_115128_edit_edit.jpgEgal wo man auch wohnt oder lebt, die Feiertagszeit ist immer eine gute Zeit um sich zu hause ein wenig zurück zu ziehen und sich in den bequemsten Klamotten und mit den kuscheligsten Kissen und Decken auch mal um sich selbst zu kümmern – selbst bei 14 Grad zu Weihnachten.IMG_20151224_120025_edit.jpg

Nach all den stressigen Wochen in der Uni, auf Arbeit und am heimischen Schreibtisch, denke ich, ist auch für mich mehr als angebracht in die Kuschelklamotten zu schlüpfen und es mir auf der Couch bei einer Tasse heißer Schokolade und einer richtig schnulziger Filme gemütlich zu machen.IMG_20151224_115838_edit.jpg

Als jemand, der sobald er zur Wohnungstür herein kommt seine Jeans gegen gemütliche Leggins tauscht und gerade in der Winterzeit zum süßen Zahn neigt, fiel mir das nicht allzu schwer.IMG_20151224_114618_edit.jpg

Als extra Belohnung habe ich mich der Herausforderung gestellt und kann hier stolz meine ersten selbstgemachten Marshmallows präsentieren … und habe sie einfach in die heiße Schokolade geschubst.IMG_20151224_114627_edit.jpg

Ich wünsche euch allen eine wunderschönes und besinnliches Weihnachtsfest und entspannte Feiertage meine Lieben!

Wann ist für euch die beste Zeit zur Ruhe zu kommen und etwas für euch selber zu tun? Was tragt ihr zu hause am liebsten?

Unfortunately Homeless – Was ich in Nepal gelernt habe

Dem einen oder anderen mag aufgefallen sein, dass der Sonntags-Post, in dem ich für gewöhnlich meine Woche mit Favoriten Revue passieren lasse, ausgefallen ist. Das war keineswegs geplant, hat aber einen „einfachen“ Grund: als ich sonntags mit dem ICE aus dem heimatlichen Berlin wieder Richtung Rheinland fuhr, fiel meinen Eltern etwa gegen Mülheim/ Ruhr auf, dass ich meinen Schlüssel bei ihnen liegen lassen hatte. Und so startete ein Telefon- und Organisationsmarathon, der für nichts anderes Platz, Zeit und Möglichkeit ließ.

IMG_20151031_131608Mich hat diese, zugegeben alles andere als erfreuliche Situation, zum Nachdenken angeregt. Denn statt wie es noch vor ein, zwei Jahren der Fall gewesen wäre, in Panik und unproduktive Verzweiflung auszubrechen, blieb ich ruhig, beinahe gelassen und konzentriert. Einen großen Teil dieser Handlungsfähigkeit habe ich wohl durch meine Reise nach Nepal Anfang des Jahres gewonnen und mich deswegen gefragt, was ich eigentlich für mich persönlich von dort mitgenommen habe.

IMG_20151031_131903Es gibt vieles, das in Nepal anders ist, aber auch dort läuft die Uhr vierundzwanzig Stunden am Tag links herum.
Sehr oberflächlich betrachtet nimmt man, wenn man sich auf das Abenteuer einlässt, in Kathmandu für einige Wochen zu leben und zu arbeiten und nicht den Luxus eines 5-Sterne-Hotels zu bezahlen, vorlieb mit einer einfachen, aufs Nötigste reduzierte Unterkunft – ein hartes Holzbett, vielleicht noch ein kleiner Tisch, ein Trinkwasserspender, ein Bad mit Toilette und möglichst einer Dusche. In der Stadt gibt es in der Regel Strom zu bestimmten Tageszeiten und gleichermaßen WiFi … häufig bleibt auch die Wasservorsorgung auf der Strecke, wenn kein Strom da ist, da die Wasserpumpen nicht anspringen.
Ich war eine einfache Unterkunft gewohnt – während meiner praktischen Ausbildung hatte ich drei Jahre lang in einem Personalwohnhaus der 60er Jahre gewohnt, dass mindestens genauso lange nicht mehr auf den neuesten Stand gebracht wurde- Die Sicherungen flogen häufiger mal raus, Internetzugang gab es nur über Handy- oder USB-Flatrate. Die nepalische Bleibe hat das Wohnheimzimmer jedoch in Einfachheit und Renovierungsbedürftigkeit noch übertroffen.
Doch was ich daraus gelernt habe, dass man sich erstens an einiges gewöhnen kann und zweites, dass man nicht viel zum Leben und zum glücklich sein braucht. Das zeigten mir die Nepalis jeden Tag aufs Neue. Sie sind zufrieden mit dem, was sie haben; sind glückliche, immer gut gelaunte Leute, denen es an Gastfreundlichkeit und Offenheit nie mangelt.

IMG_20151031_131900Ich bewunderte die nepalische Lebenseinstellung so häufig, dass, obwohl in diesem Land eine politisch instabile Zerklüftung herrscht, die auch so einige Mängel verursacht, man hier glücklich war mit dem, was man hatte, ohne auch nur daran zu denken es ändern zu wollen – frei nach meinem Motto: Liebe was ist!
Während wir Europäer immer nach etwas Besserem streben, besinnt sich der Nepali auf das Wesentliche, das Leben, die Liebe der Dinge an sich.

IMG_20151031_131932Ich habe eine Art Entschleunigung erfahren und das in einer so überfüllten, lauten und staubigen Stadt, einer Stadt die niemals zu schweigen scheint. Paradox, doch alles in Nepal läuft gemächlicher … hieß es, wir fangen um 10 Uhr an zu arbeiten, wurde es häufig 10:55 Uhr, bis es los ging … wurde die Zeit einmal knapp, wurden Aufgaben auch gerne auf den nächsten Tag verschoben … und um in der Stadt voranzukommen brauchte man bei dem Verkehrsdurcheinander von Autos, Bussen, Motor- und Fahrrädern und Menschen, die sich allesamt an keine einzige Verkehrsregel halten, ohnehin einige Geduld. Etwas, dass in Deutschland nicht vorstellbar ist. Doch die Verkehrsunfälle sind seit einigen Jahren mit dem Verbot von Alkohol am Steuer zurückgegangen.
Dass die Nepalis sehr gastfreundlich sind und Alkohol keineswegs abgetan, ist übrigens so üblich, wie eine wildfremde Deutsche zum Tee trinken oder feiern einzuladen.

IMG_20151031_132025Ich habe gelernt, dass neben all dem Streben nach Glück, Zufrieden- und Vollkommenheit in meinem westlich geprägten Leben, das Hier und Jetzt mindestens genauso wichtig ist. Dass die Gegenwart, so unvollkommen sie einen Moment lang scheinen mag, genauso viele positive wie negative Seiten hat. Den Fokus nach vorne zu richten ist gut, aber dafür die Gegenwart außer Acht zu lassen, kommt verschenkter Zeit gleich. Und Zeit, Lebenszeit, ist kostbar – überall auf der Welt!

IMG_20151031_132051Ich bin gewissermaßen aus meiner Comfortzone herausgekommen, die westlich geprägte, auf immer erreichbar zu sein, alles zu jeder Tageszeit zu bekommen, ausgerichtete. Und ich habe bei alldem so viele schöne Momente genossen. Diese Momente sind es, die Energie geben und uns nach vorne schauen lassen.

Am Ende verbrachte ich einen sehr gemütlichen Abend bei meiner lieben Kathi, die mich mit heißem Tee, einem Stößchen Ramazotti zum leckeren Abendessen und einem Filmeabend auf der Couch versorgte und bekam auf Umwegen doch noch meinen Schlüssel.

Dhaanyaabaad, Nepal!
[Danke]

Habt ihr wertvolle Erfahrungen auf euren Reisen sammeln können? In welchen Situationen wart ihr schon der Verzweiflung nahe?

Warum der Freund-Freund nicht die beste Freundin ersetzen kann!

Wir haben uns deswegen vermutlich alle schon mal schlecht der besten Freundin gegenüber gefühlt:
Wenn man anfängt einen neuen Typen zu daten, ist das ziemlich aufregend, man möchte die ganze Zeit aufeinanderhängen um das neue Gefühl von Zweisamkeit gemeinsam zu erkunden. Dann passiert es schon mal, dass wir darüber völlig vergessen, dass wir lange nichts mehr mit „den anderen“, unseren FreundInnen, unternommen haben.
Als ich in der Oberstufe meinen ersten festen Freund hatte, war das bei mir genauso. Ich hatte einer Freundin viel zu lange nicht mehr die nötige Zeit „für uns“ eingeräumt und irgendwann äußerte sie ihre Enttäuschung darüber. Jetzt wo ich älter – und wohl klüger – bin, bin ich mir darüber bewusst, wie wichtig es vor allem am Anfang einer Beziehung ist, eine Balance zwischen FreundInnen und Freund zu finden …IMG-20141106-WA017
Dein Partner ist NICHT dein bester Freund!
Das haben wir alle schon mal gehört – dein Freund/ Partner/ Eheman ist dein bester Freund! Auf eine Art ist er das auch, aber er kann dir nicht dasselbe geben, was Freunde dir geben. Man kann nicht alles, was man braucht, von ein und der selben Person bekommen – meiner Meinung nach ist das auch der Grund, warum wir in der Regel mehrere unterschiedliche Freundschaften führen, jede „befriedigt“ ein anderes Bedürfnis oder zumindest auf unterschiedliche Weise. Oder wie stellt man sich einen Mädelsabend in Pyjama und mit Maniküre, Gesichtsmaske, Liebesschnulze mit dem Freund vor? FreundInnen begreifen einen auf eine andere Weise und bringen auch andere Seiten an einem zum Vorschein, die genauso viel Aufmerksamkeit bedürfen wie jene Seiten, die beim festen Freund die Beziehung begleiten. Die Balance zwischen der Zeit mit wichtigen FreundInnen und der Zeit mit dem Partner wirkt sich positiv auf das mentale und emotionale Gleichgewicht aus.

Nimm Rücksicht auf dich selbst!
Es kann schnell geschehen, dass man seine eigenen Bedürfnisse vergisst, wenn man mit jemandem zusammen ist, den man wirklich gern hat. Es ist toll Dinge zu tun, die die andere Person glücklich machen, aber man sollte dabei nicht vergessen auch an sich selbst zu denken – ganz so, wie man es vor dem Start in einem Flugzeug vorgeführt bekommt: du musst zuerst selber deine Maske aufsetzen, bevor du anderen hilfst. Anders ausgedrückt, als erstes solltest du sicherstellen, dass es dir selber gut geht und, dass du glücklich bist, bevor du jemand anderem irgendetwas geben kannst. Auf sich selbst Rücksicht zu nehmen, ist der Schlüssel um eine gesunde Beziehung mit jemand anderem zu führen. Zeit mit den besten FreundInnen zu verbringen, ist etwas, dass man nur für sich selbst macht und sollte daher genauso wichtig sein, wenn man eine Beziehung eingeht.

Erhalte dir deine Freiheit!
Da wir gerade in den Zwanzigern herausfinden, wer wir wirklich sind, kann man sich schnell in einer Beziehung verlieren. Es ist auch zu verführerisch mit in die Pläne des anderen einbezogen zu werden, den anderen Freundeskreis kennenzulernen, und an erster Stelle an den Partner zu denken, bevor man an sich selbst denkt. Es ist ziemlich normal für ein Paar zu „wir“ als eine Person zu werden, aber dadurch besteht auch die Gefahr für beide, etwas von sich selbst zu verlieren, ein Stück Persönlichkeit, durch die man sich definiert. Starke, haltende Freundschaften zu führen und aufrechtzuerhalten ist ein sehr guter Weg sich selber treu und individuell zu bleiben. Die eigene Persönlichkeit sollte nicht durch eine Beziehung bestimmt werden. Zeit für Freunde (und alles andere, dass glücklich macht) zu finden, erlaubt es einem die beste, stärkste Version seiner selbst zu sein – was sich sicherlich nur positiv auf die Beziehung auswirkt.

Nachdem ich nun verraten habe, warum es so wichtig ist den besten FreundInnen genügend Zeit einzuräumen, schwinge ich mich auf’s Fahrrad und starte einen Mädels-Grillabend mit meinen zwei besten. Denn auch wenn derzeit kein er zuhause auf mich wartet, wenn ich zurückkomme, sind mir diese Treffen bei all den To do’s in Job und Alltag super wichtig geworden.

Habt ihr schonmal soviel Zeit in eine Beziehung investiert, dass Freundschaften auf der Strecke blieben? Was sind eure Tipps um FreundInnen trotzdem gerecht zu werden?

Wer hat an der Uhr gedreht?

Die Wahrheit über Zeit ist, dass wir alle die gleichen 24 Stunden am Tag zur Verfügung haben, die selben 168 Stunden pro Woche. Wenn ich mich aber mal in meinem Bekanntenkreis und bei Freunden umhöre, empfindet der Großteil, dass die tatsächliche Zeit am Tag nicht ausreicht für das, was sie zu erledigen haben und machen wollen. Es scheint, als sei dieses Empfinden heutzutage ganz normal, wenn wir die Vielzahl von Pflichten und Aufgaben, denen wir in unserem Alltag nachgehen, betrachten.
Das heißt aber nicht, dass es nicht möglich ist sich ein bisschen Zeit zurückzuholen, um sie mit Freunden zu verbringen oder anderen alltagsverschönernden Aktivitäten nachzugehen – Blogs lesen zum Beispiel oder eine neue Sprache lernen, einfach mal ein gutes Buch zu lesen oder sich wirklich, wirklich die Aufmerksamkeit zu gönnen einen Film von Anfang bis Ende zu schauen.

IMG_20150527_153733Finde heraus womit du deine Zeit verbringst!
Ich möchte wetten, dass die meisten unserer Generation zwischen zwanzig und dreißig – und vermutlich auch jünger und älter – nicht auf den Punkt bringen können, wo ihnen die Zeit hinrennt. Bevor man berechnen kann, wie das meiste aus der vorhanden Zeit herauszuholen ist, sollte man das aber erstmal herausfinden.
Viele junge Frauen führen einen Kalender wie Filofax und Moleskine oder sie nutzen die Planung via Smartphone – was einem auch besser passt, es ist sinnvoll eine Woche lang wirklich zu dokumentieren, was für Aufgaben vor einem liegen und in welchem zeitlichen Rahmen sie schließlich erledigt werden. So wird auf den ersten Blick schon  ersichtlich, wo sich die grauen Lücken auftun, die wir sinnvoller nutze wollen und können.

IMG_20150527_153544„Ich habe keine Zeit“ gibt’s nicht!
Es scheint mir sinnvoller im Leben Prioritäten zu setzen, anstatt bestimmte Dinge ganz abzuschreiben, weil sie gerade nicht in den Zeitplan passen. Ein Kaffeedate abzusagen, weil man keine Zeit hat, mag vielleicht noch mit dem Gewissen vereinbar sein. Wenn ich mir aber vorstellte meinem kleinen Neffen sagen zu müssen, ich könne nicht zur Feier seines sechsten Geburtstags kommen, weil das gerade nicht Priorität in meinem Alltag hat, würde sehr wahrscheinlich nicht nur der kleine Mann sich schlecht fühlen.

IMG_20150527_153558Machen, verwerfen, delegieren, später!
Man kann praktisch jede Aufgabe nach diesen vier Kategorien bewerten. Eine schnelle Antwort auf eine E-mail kann in der Regel sofort erledigt werden … etwas, dass sich diesseits von Gut und Böse nicht umsetzen lässt oder , dass sehr wahrscheinlich daran scheitert zu Ende gebracht zu werden, sollte man getrost aus seiner Planung verbannen und Frieden damit schließen (ich werde wohl nie mein eigenes Gemüse auf dem Balkon anbauen, aber das ist okay, ich habe einfach nicht den grünen Daumen dafür) … manch (kleinere) Aufgabe lässt sich gut an Kollegen oder einen Freund delegieren, wenn es schnell gehen soll … andere wiederum müssen nicht sofort erledigt werden, für sie empfiehlt es sich in jedem Fall sich eine Erinnerung per Smartphone, Kalender oder auf einem Post-It zu schaffen.

IMG_20150527_153530Get over it!
Was zählt ist am Ende, wie wir uns dabei fühlen, wenn wir ständig unter Zeitdruck stehen – egal ob wir eine Familie managen müssen oder Studium, mehrere Jobs und Sport zugleich unter einen Hut bringen wollen. Haben wir einmal System in unseren Alltag gebracht um der verfügbaren Zeit mehr Sinn zu geben, ist es nur gesund sich auch daran zu erinnern, dass man vielleicht nicht das beste (Zeit-) Organisationstalent ist, aber mit Sicherheit etwas anderes sehr gut kann. Jede(r) hat seine Stärken und Schwächen. Das, was wir gut können, gelingt uns ohnehin wie im Handumdrehen, mit den anderen Aufgaben müssen wir einfach nur fertig werden.

wer hat an der Uhr gedrehtWenn wir also das nächste mal vor der Frage stehen, ob Zeit genug ist sich auf einen Kaffee mit der besten Freundin zu treffen, obwohl noch der Einkauf zu erledigen ist, die Buntwäsche auch, und Oma zurückgerufen werden will, sollten wir mindestens einmal tief durchatmen und System in das Chaos bringen.
… den Einkauf kann ich auf dem Weg vom Café nach Hause erledigen, Oma ruft man sowieso besser am Sonntagvormittag an und die Wäsche lässt sich wunderbar neben zwei oder drei Folgen „The Mindy Project“ waschen – womit sogar die Zeit zum Abschalten nicht zu kurz kommt.

Was ist euer bestes System um Zeit gut einzuteilen? Lasst ihr Aufgaben manchmal liegen um abzuschalten und Zeit für euch selbst zu haben?